Zum Skyrim-Start: Hat sich die Grafik von Morrowind über Oblivion bis Skyrim wirklich nennenswert verbessert? [Artikel der Woche]

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Passend zum Release von The Elder Scrolls 5 Skyrim vergleichen wir den technischen Fortschritt gegenüber den Vorgängern Oblivion und Morrowind, garniert mit Engine-Informationen. Wie haben sich Spielfiguren, Landschaft, Distanzdarstellung, Wasser und Co. im Laufe der Jahre entwickelt?

Mit dem heutigen Release von Skyrim erscheint der fünfte Teil von The Elder Scrolls, wir liefern Ihnen alle wichtigen Fakten in Form von The Elder Scrolls 5 Skyrim: Alle Informationen zu Technik, Gameplay, Rassen, Systemanforderungen und mehr an. Bevor wir uns im Laufe Tages im Detail mit Skyrim beschäftigen, vergleichen wir das aktuelle Rollenspiel-Epos mit seinen beiden Vorgängern. In der Galerie finden Sie ergo Impressionen aus Skyrim, Oblivion und Morrowind - die noch älteren Titel Arena sowie Daggerfall fehlen allerdings - und darunter bekommen Sie Engine-Informationen sowie Klickvergleiche (Bilder jeweils in "Vanilla"-Form, also ohne Mods!) der drei neueren The Elders Scrolls'.

Generell lässt sich zusammenfassen, dass Bethesda mit jedem neuen The Elder Scrolls die Grafikmesslatte erhöht hat: So war Morrowind seinerzeit optisch eine Wucht und entfaltete nur mit einer Geforce 3 sein volles Potenzial. Oblivion wurde zu Recht als Grafikwunder gehandelt und bot dank HDR plus MSAA eine exzellente Optik. Skyrim läuft zwar auch einer Xbox 360, allerdings sind Art Design und Content sowie die generelle Darstellung von Landschaft, Charakteren plus Beleuchtung weitaus realistischer als bisherige The Elder Scrolls'.

Bildergalerie

Besonders interessant an der technischen Entwicklung von The Elders Scrolls ist das technische Fundament: Dieses stammte zumeist von Emergent Game Technologies (EGT) und nennt sich Gamebryo-Engine. So basieren Morrowind und Oblivion auf dieser, im Falle von Skyrim spricht Entwickler Bethesda von der Creation-Engine, welche jedoch offenbar "nur" eine Modifikation der Gamebyro darstellt - nicht umsonst erscheint beim Start der Hinweise auf EGT.

The Elders Scrolls III
Morrowind erscheint im Frühling 2002 für den PC und macht durch seine gigantische wie wunderschöne Spielwelt - die Insel Vvardenfell in der Provinz Morrowind - von sich reden. Nicht nur der Tag- und Nachtwechsel, die detaillierte Landschaft und die Wetterdarstellung gefallen, sondern insbesondere das Wasser: Denn für das Pixelnass packt Bethesda erstmals Pixelshader ins Spiel, welche für den berühmten Quecksilber-Look verantwortlich sind. Ein Schwachpunkt ist die geringe Sichtweite, hinzu kommen die doch arg hölzernen Animationen und plastische Texturen fehlen komplett. Dank der sehr gut Mod-baren Engine bügeln die Fans diese Probleme aber schnell aus.

The Elders Scrolls IV
Oblivion macht vier Jahre später nahezu alles richtig: Das Technikwunder zeigt gleich zu Beginn im Gefängnis wunderschöne mit Parallax Mapping dreidimensional ausgearbeitete Wände und auf der Flucht eine schicke Beleuchtung dank HDR-Rendering samt weichen Schatten. Der im wahrsten Sinne des Wortes Augenöffner aber ist der Tritt ins Freie. Die hohe Weitsicht wird zwar durch matschige gekachelte Texturen und wenig Geometrie in der Ferne erkauft, in näherer Umgebung aber ist vor allem die filigrane Vegetation so dicht und realistisch wie nie zuvor.

Kritik muss sich der vierte Teil von The Elder Scrolls vor allem bei den wie gehabt hüftsteifen Bewegungsabläufen und den aufgedunsenen Gesichtern gefallen lassen, dafür bietet Oblivion - zumindest auf den X1k-Radeons - HDR samt Multisampling-Kantenglättung. Besonders traurig ist die schlechte Lokalisierung, welche nach dem exzellenten Morrowind zu Recht viele Fans verägert - Sie erinnern sich bestimmt an den "Schw.Tr.d.Le.En.W." und den "Feuerball"-Heilzauber.

The Elders Scrolls V
Gamebryo ade, die neue Engine heißt Creation - so zumindest Bethesda. Unter der Haube werkelt dennoch viel von EGTs Technik, dafür aber aktuell und schön wie nie: Generell ist das komplette Spiel in Sachen Art Design und Content ein riesiger Schritt nach vorne, die Charaktere sehen deutlich besser aus und staksen auch nicht mehr unbeholfen durch die sorgfältig von Hand modellierte Umgebung - insbesondere die Drachen sind fantastisch animiert.

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