Tera: The Exiled Realm of Arborea angespielt - das Fantasy-MMO mit der Unreal Engine 3
Bei einem Besuch des US-Büros von Frogster durften wir auch einen Blick das koreanische Online-Rollenspiel Tera werfen, das westliche Spieler mit schicker Unreal-Engine-3-Grafik in seinen Bann ziehen will.
Schon letztes Jahr war Tera eine der Überraschungen der Game Developers Conference: Ein MMO, das nach Willen der Entwickler der Bluehole Studios aus Südkorea "das beste Online-Rollenspiel der Welt" werden soll. Dazu können wir derzeit noch nicht viel sagen, denn bislang ist es nur in Korea spielbar - doch im Kampf um das bestaussehende MMO mischt Tera ganz oben mit. Denn seine Fantasy-Welt wird von der Unreal Engine 3 dargestellt, mit wunderschönen Landschaften mit asiatisch-überzeichneten Farben wie einem knallblauen Himmel und sattgrünen Wiesen.
Tera: Rassen ohne Klassenbeschränkungen
Klassentechnisch hat sich im Vergleich zu unserem letzten Blick auf das Spiel nichts geändert: Lanzenträger sind die Tanks, die mit ihren schweren Schilden die Gegner in Schach halten, während Krieger mit gleich zwei Waffen auf einmal zuschlagen. Ein Experte für zweihändige Äxte ist der Berserker, der Slayer ist auf zweihändige Schwerter spezialisiert. Zauberer und Bogenschützen geben den Feinde aus sicherer Entfernung eins auf die Mütze, Mystiker entziehen ihnen Lebensenergie und lenken diese auf ihre Verbündeten um. Priester sind in Tera reinrassige Heiler.
Die nun sieben Rassen obliegen keinerlei Beschränkung, was die Klassenwahl angeht: wackere Menschen, noble Hochelfen, hühnenhafte Baraka-Riesen, echsenartige Amani, die an Mini-Grizzlybären erinnernden Popori, deren Verbündete, die elfenartigen, naturverliebten und kleinwüchsigen Elin sowie die Castanics, mysteriös-elegante Dämonenanbeter - alle dürfen jede beliebige Rolle übernehmen.
Tera: Kämpfen (fast) wie in einem Prügelspiel
Teras Kampf läuft deutlich actionlastiger als der in anderen MMOs ab. Fast erinnert die Optik an den Prügel-Klassiker Soul Calibur, natürlich mit noch besserer Optik. Dabei muss jeder Spieler aktiv am Geschehen teilnehmen und kann nicht einfach nur auf Auto-Angriff schalten.
Nehmen wir den Berserker: Er kann einen Gegner kurzzeitig außer Gefecht setzen, in einer Rundum-Attacke mehreren Widersachern gleichzeitig einheizen oder bei einem Treffer seinem Feind Lebensenergie klauen. Dazu muss er allerdings darauf achten, welche Aktionen sein Gegenüber als nächstes vorhat und entsprechend darauf reagieren - wenn es sein muss, auch mit einem wenig ruhmreichen Block-Manöver. Natürlich sind nicht alle Fähigkeiten ständig verfügbar, sondern müssen sich ein paar Sekunden vor beziehungsweise nach dem Einsatz wieder regenerieren. Auf diese Weise sind sogar Kombo-Manöver möglich, die noch mehr Schaden anrichten - das Spiel weist dankenswerterweise darauf hin, welche Aktion zu einem solchen Kombinationsangriff führt.
Tera: Monster, Häuser und Bürgermeister
Teras Gegner müssen und vor allem können sich vor der Konkurrenz nicht verstecken. Die sehr kreativ gestalteten, riesigen Unholde erinnern teilweise an ihre Kollegen aus den abgefahrenen Japan-Action-Titeln Devil May Cry und Bayonetta. Wir wurden Zeuge, wie sich ein haushohes Steinmonster aus einzelnen Felsen zusammen setzte und das unsere Truppe dann mit Spezialattacken aus der Ruhe zu bringen suchte. Dazu lösten sich einzelne Felsen des Monsters, denen wir flink ausweichen mussten.
Was World of WarCraft seit sieben Jahren nicht hinbekommt, ist für Tera eine Selbstverständlichkeit: Gildenhäuser, in denen sich befreundete Mitspieler vor und nach dem gemeinsamen Abenteuer treffen können. Diese sind sogar teilweise in der Spielwelt selbst zu sehen: Erst ab rund 50 Häusern werden die restlichen instanziert. Da heißt es: Schnell die besten Plätze sichern. Es soll sogar möglich sein, dass ein Spieler zum Bürgermeister oder gar König einer Region aufsteigen kann. Als solcher freut er sich nicht nur über Steuereinnahmen seiner Untertanen, selbst die Spawn-Rate von Monstern soll er beeinflussen können.
Tera: Wie geht's weiter?
Von Teras "tausenden" von Quests, dem Erfolgs-System sowie den detaillierten Fähigkeits-Spezialisierungen mit Hilfe von Glyphen konnten wir bei unserem Besuch noch nichts sehen. Optisch macht Tera auf jeden Fall einen prächtigen Eindruck - hoffen wir auf genug inhaltliches Futter, das die Spieler dazu bewegt, die Monatsgebühr von zehn bis 15 Euro dafür zu berappen. Weil Tera in Südkorea seit Januar dieses Jahres am Start ist, können wir immerhin darauf hoffen, dass zum geplanten Europa-Launch Mitte 2011 genug Inhalte für Spieler mit Höchstlevel-Charakteren vorhanden und die größsten Bugs ausgemerzt worden sind.


Naja die paar Kröten.
omg dann wirds wieder wie bei WoW wo die schurken/Krieger wieder um einen rumlaufen und man dann die nachricht bekommt "gegner muss vor einen stehen" das ist richtig ätzend