[Update: Player versus Player-Modus ebenfalls gespielt] The Elder Scrolls Online im Beta-Test
TESO Beta angespielt: Mit TESO - The Elder Scrolls Online positioniert Bethesda seine vermutlich wertvollste Marke im MMORPG-Segment. Ob es dem Entwickler gelingt, das zuletzt durch Skyrim geprägte Gameplay der Reihe onlinetauglich zu machen, klären wir in unserem PvE und PvP-Test der aktuellen Beta-Fassung. Außerdem haben wir uns die Technik angesehen und zahlreiche Vergleichsbilder angefertigt.
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- 1 Update vom 14.02.2014: PVP-Modus angespielt
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Original-Artikel vom 07.02.2014: PVE und Technik
- 2.1 The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Mit abwechslungsreichen Quests gegen das Böse
- 2.2 The Elder Scrolls Online Beta: Geschichtsträchtig?
- 2.3 The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Reichhaltige Fähigkeiten treffen rundes Gameplay
- 2.4 The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Ein MMORPG mit grundsolider Technik
- 2.5 The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Ein zweites Skyrim?
- 2.6 The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Fazit
- 2.7 The Elder Scrolls Online im Beta-Test: PvE-Gameplay im Video
Quelle: PCGH
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: PvP-Elemente auf dem Prüfstand (3)
Update vom 14.02.2014: PVP-Modus angespielt
Nachdem wir bereits vorige Woche die PvE-Elemente von The Elder Scrolls Online unter die Lupe nahmen, haben wir zwischenzeitlich den PvP-Modus des Online-Rollenspiels angespielt. PvP steht bekanntlich für Player versus Player - man bekämpft also nicht mehr ausschließlich computergenerierte Gegner, sondern geht auch seinen Mitspielern an den Kragen. Dreh- und Angelpunkt dieser besonderen Mehrspielererfahrung ist der Landstrich Cyrodiil. Cyrodiil findet auf unterschiedlichen Servern mit jeweils mehreren Hundert Spielern statt. Während die Release-Version verschiedene PvP-Kampagnen enthält, bot die von uns getestete Beta lediglich einen solcher Feldzüge, der nach jeweils 48 Stunden endete. Generell ist festzuhalten, dass in Cyrodil nur derjenige mitmischt, der mindestens Level 10 erreicht hat. TESO hebt das Level im PvP-Kampf jedoch auf Stufe 50, womit der Ausflug auch für Neulinge spannend sein kann. Als Anreiz locken zwei neue Skill-Linien mit offensiven wie unterstützenden Fähigkeiten.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Im PvP-Modus gegen Festungen
In Cyrodiil findet man sich im jeweiligen Heimathafen seiner Allianz wieder. Je nach Rasse sind das entweder der Ebenherz-Pakt, das Aldmeri-Dominion oder das Dolchsturz-Bündnis. Die drei Fraktionen kämpfen um die Kaiserschaft, was für den Spieler vor allem eins bedeutet: Rumsitzen oder Landschaft begucken ist nicht. Stattdessen muss er für seine Allianz Punkte gewinnen, die man in Ausrüstung und Belagerungswaffen investiert. Letztere erweisen sich als unabdingbar, wenn man feindliche Burgen erobern will. Burgen sind wiederum der Schlüssel zum Erfolg - sie entscheiden, wer den Allianzkrieg gewinnt. Insgesamt fanden sich18 Burgen auf der Beta-Karte, besondere Bedeutung haben jedoch die Bollwerke in der Mitte. Dasjenige Team, das alle Burgen um die zentrale Kaiserstadt erobert, stellt am Ende den Regenten. Dessen Rolle nimmt dann automatisch der Spieler mit der höchsten Punktezahl in der Allianz wahr und erhält dafür eine einmalige Skill-Linie, die er auch nach Verlust des Titels mit Einschränkungen behält.
Quelle: PCGH
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: PvP-Elemente auf dem Prüfstand (1)
Ganz so leicht ist das mit den Burgen allerdings nicht. Zwar kann man die Bollwerke mit verschiedenen Belagerungswaffen beackern, doch der Feind hat sich seinerseits nicht einfach nur eingeigelt. Er ist selbst dick mit Material ausgestattet und übergießt das angreifende Heer beispielsweise mit heißem Öl, macht es mit vergammeltem Fleischsäcken krank und kann auch sonst allerhand unternehmen, damit es draußen bleibt. Binnen Minuten wird man normalerweise nicht zum Burgherr. So scheiterte unser erster Angriff daran, dass zwar alle das Haupttor in die Mangel nahmen - sich aber niemand so recht um die Magier und Schützen am Turm kümmern wollte. Wie gut, dass die Ausrüstung nach dem Ableben im Cyrodiil im Gegensatz zum PvE-Modus ganz bleibt. Die zweite Angriffswelle war da schon wesentlich koordinierter. Während die eine Hälfte des Heers sich mit dem Turm auseinandersetzte und ihn unter hohen Opfern endlich in die Knie zwang, beackerten die Triböcke eines zweiten Trupps die Südmauer. Als sie fiel, trafen die Heere endlich in voller Stärke aufeinander.
Dass TESO das Level der Spieler automatisch auf 50 erhöht, nutzt einem nicht unbedingt etwas gegen überlegene Charaktere. Im Kampf Mann gegen Mann zumindest landeten wir gegen einen Spieler mit doppelt so hohem Level gerade mal einen Stich, bevor wir binnen Sekunden tot zu Boden gingen. Für uns ärgerlich: Wir konnten bestenfalls an der nächstgelegenen, von der eigenen Allianz besetzten Burg respawnen. Ein Feldlager hatte leider noch keiner errichtet. Als wir das Schlachtfeld zu Fuß wieder erreicht hatten, lag schon die zweite Mauer in Trümmern und das Burgtor unter Dauerfeuer. An der Stelle wurde es langsam spannend. Hält nämlich eine angreifende Allianz die inneren Banner der Burg lange genug, gehört das Bollwerk ihr. Auch dabei kamen wir fast ums Leben. Zu unserem Glück sprang ein uns gewogenes Teammitglied mit einem Heilzauber ein. Fälle wie diese zeigen, dass man ohne Teamarbeit in Cyrodiil nicht sehr weit kommt. Schon unsere Belagerungswaffen hätten ohne Schutzzauber wohl nicht durchgehalten.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Taktik im PvP-Modus gefragt
Sobald die Burg dem eigenen Team gehört, sollte man nicht unbedingt direkt zur nächsten weiterhetzen. Nach der Eroberungen klaffen noch riesige Löcher in den Mauern, ganz zu Schweigen von den eingerissenen Türen, die nicht mal mehr Bettler draußen halten. Zu diesem Zweck bietet TESO spezielle Ausrüstungsgegenstände an, mit denen sich die Schäden an der Burg beheben lassen. Jede eroberte Burg bringt nicht nur Punkte, sondern erweitert auch das Transitnetz der eigenen Allianz. So kann man über Transitus-Schreine von einer Burg zur nächsten Reisen. Wenn das Netz denn nicht unterbrochen ist, weil der Feind zum Beispiel eine dazwischen liegende Burg erobert. Solche Tricks lassen sich selbst ganz gut anwenden. Hat man es etwa auf mehrere Burgen abgesehen, schaltet man am besten erst die weiter im Feindgebiet liegende aus. Anschließend kämpfen die anderen automatisch mit Nachschubproblemen.
Quelle: PCGH
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: PvP-Elemente auf dem Prüfstand (2)
Die richtige Taktik ist für den PvP-Erfolg generell von entscheidender Bedeutung. So sollten auch die Belagerungswaffen sinnvoll eingesetzt werden, um gegen den Feind voranzukommen. Eignet sich etwa der Tribok noch für Mauern, wenn er mit Steinen beladen wird, kann er mit Feuertöpfen bestückt schnell mal eine Ansammlung Gegner dezimieren. Als wirkungsvoll gegen Tore erweisen sich die Rammen. Doch Obacht vor Feuerpfeilen: Die setzen die kostbaren Belagerungswaffen schon mal in Brand. Dabei ist natürlich auch die Koordination von äußerster Wichtigkeit. Während unseres Tests hatten wir bei einem Ansturm beispielsweise Probleme, die zielführendste Belagerungswaffe aufzubauen. Dabei erwies sich der Gegner als weniger hinderlich als die eigenen Leute. Diese hatten sich mit ineffektiven Waffen bereits breitgemacht und reagierten partout nicht auf die Kommunikation ihrer Mitspieler. So mussten diese ihre Geschütze anderorts platzieren. Letztlich ging die Eroberung auch so über die Bühne, brachte jedoch mehr Verluste als nötig.
Abgesehen von den Eroberungen beherbergt Cyrodiil verschiedene "althergebrachte" Quests, die im Vergleich zu den PvE-Abenteuern weniger geschichtsträchtig ausfallen. Etwas redundant erscheinen Aufträge, bestimmte Burgen zu erobern. Das würde man nach Absprache mit der Allianz ja so oder so tun. Es gibt daneben auch Botengänge und Dungeons, die es in sich haben. Ohne Mitspieler und ausreichend hohes Level kommt man dort nicht weit. Außerdem hat jede Fraktion zu Beginn der Kampagne noch zwei Schriftrollen der Älteren. Diese den Feinden zu entwenden oder eigene zurückzuerobern, stellt eine weitere Herausforderung dar - zumal sie den Truppen der besitzenden Allianz Boni gewähren. Ebenfalls von Wert sind die verschiedenen Rohstofflager auf der Karte, die den eigenen Nachschub sichern.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Fazit des PvP-Modus
Schon Cyrodiils vergleichsweise kleine Präsenz auf der Weltkarte macht deutlich, dass der Entwickler es offenbar von vornherein als Nebenschauplatz ausgelegt hat. Tatsächlich fühlt sich PvP in TESO an, als existiere es irgendwie neben dem Spiel. So wie ein DLC, der einen Titel nachträglich um einen neuen Modus erweitert. Der PvP-Modus ist deswegen keineswegs schlecht - im Gegenteil. Uns hat er viel Spaß bereitet. Schlussendlich funktioniert The Elder Scrolls Online aber auch ohne ihn, denn er ist einzig und alleine auf Cyrodiil beschränkt. Die eigentliche Handlung findet dagegen weitgehend im PvE-Teil statt.
Zenimax Online wollte wahrscheinlich vor allem die durch The Elder Scrolls: Skyrim gewachsene Fanbase ins Boot holen. Dazu hat man ein Multiplayer-Erlebnis geschaffen, das sich vornehmlich an Skyrim orientiert und falls im Team, dann gemeinsam, und nicht gegeneinander stattfindet. Ganz nach dem Motto: Seht her, man kann es fast wie Skyrim spielen. Den PvP-Modus haben wir jedenfalls als optionale Dreingabe wahrgenommen. Sie bedient den klassischen MMORPGler ebenso wie Neulinge, die nicht viel Erfahrung mit PvP-Inhalten haben. Abwechslungsreich scheint der PvP-Modus allemal zu sein. Inwieweit er das langfristig bleibt, lässt sich nicht abschließend beurteilen. Dafür fehlte es in der Beta noch an Umfang.
Original-Artikel vom 07.02.2014: PVE und Technik
Quelle: PCGH
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: 1440p @ Full HD. (3)
Es war das Jahr 582 in Tamriels zweiter, so glorreichen Ära. In jenem Jahr sollte ein in Ketten gelegter Unbekannter das letzte Mal für etwas anstehen. Jeder Hieb des Nekromanten brachte einen der Mitgefangenen um sein Haupt und den Unbekannten seinem unweigerlichen Tod näher. Er hatte längst abgeschlossen, als sich das Schwert über ihm senkte. Und dann war da plötzlich dieser helle, alle Sinne überstrahlende Blitz, gefolgt von absoluter Dunkelheit. Als der Unbekannte seine Augen wieder öffnet, erfüllt ihn eine sonderbare Leere. Rasch begreift er, dass man ihm nicht nur sein Leben nahm. Man raubte ihm seine Seele. Und so schmachtet er eingekerkert in einer Zelle im sinisteren Reich Molag Bals, dem obersten Widersacher in The Elder Scrolls Online.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Mit abwechslungsreichen Quests gegen das Böse
Soweit zum Intro, das in der Beta zum Online-Rollenspiel noch ein Platzhalter vertritt. Genau hier setzt auch das eigentliche Gameplay an. In einer Zelle im sogenannten Kalthafen. Einem Ort, von dem aus der daedrische Prinz Molag Bal nach der Herrschafft Tamriels trachtet. Dort macht der Held Bekanntschaft mit einer seltsamen Transzendenz, die sich schlicht Prophet nennt. Auch der Prophet ist ein Gefangener des dunklen Prinzen und hat im Spieler offenbar jemanden gefunden, mit dem sich ein Ausbruch machen lässt. Dazu müsse man nur eine gewisse Lyris Titanenkind auflesen. Bevor der sonderbare Prophet weitere Fragen beantwortet, ist seine Astralprojektion schon verschwunden. Und wie auf Kommando entriegelt ein Flüchtender im Vorbeigehen die Zellentür des Spielers.
Im Korridor herrscht das reinste Chaos. Flüchtlinge bahnen sich ihren Weg durch die zahlreich verstreuten menschliche Überreste, immer auf der Hut vor wiederbeseelten Skeletten, die sich auch dem Spieler in den Weg stellen. Doch der Zufall ist mal wieder auf seiner Seite. Vor ihm liegt eine reich gefüllte Waffenkammer, in der er zur Waffe seiner Wahl greift. Darunter Bogen sowie Einhänder und Schild. Mit Letzterem ausgestattet stellen die skelettierten Wiedergänger keine allzu große Gefahr dar. Schon kommt Lyris Titanenkind des Weges. Mit ihr kämpft man sich erst einmal raus aus dem Gefängniskomplex - an dessen Ende noch viel üblere Gestalten lauern. Wie die seltsam leuchtenden Gesellen mit eingeschränkten Sinnen.
Ihnen geht man spätestens, wenn sie zusammen auftreten, auf leisen Gummisohlen aus dem Weg. Das heißt, Ruhe bewahren und möglichst dran vorbeischleichen. Hauptgegner sind einstweilen die sogenannten Wächter. Das sind zwar augenscheinlich nur magische Apparaturen; sie zu blenden bringt dem Spieler aber möglicherweise ein Zeitfenster, das sich nutzen lässt, um den Propheten zu verorten. Letztlich entdeckt der Spieler ihn dann auch, bereit dessen Fluchtplan auszuführen. Leider entkommt ein Seelenberaubter wie der Held dem Kalthafen nur, wenn ein Lebender an seine Stelle tritt. Lyris ist ebenso wie der Prophet auf einem anderen Weg hergekommen und tatsächlich noch am Leben. Der Hauptprotagonist is zwar nicht einverstanden, aber sie bleibt einstweilen unter Molag Bals Fittiche.
Ohne Lyris geht es mit dem Propheten weiter zu einem der sogenannten dunklen Anker, über die der daedrische Prinz seine Ungeheuer ausschickt und sein Reich gen Tamriel zieht. Einen solchen Anker will das Duo als Fluchtweg nutzen. Der Plan hat nur einen kleinen Haken. Und das ist nicht etwa der Wächter, der dem Spieler zwischenzeitlich den Weg versperrt. Es ist schlicht unwahrscheinlich, dass der Prophet und der Spieler am selben Ort in Tamriel materialisieren. Und so kommt, was kommen muss. Während man selbst auf einer Insel im bestens vertrauten Himmelsrand landet, findet sich der Prophet anderorts auf dem Kontinent wieder. Immerhin reichen seine astralen Fähigkeiten für ein Ferngespräch.
The Elder Scrolls Online Beta: Geschichtsträchtig?
Schon nach der ersten Stunde Gameplay ist eines klar: The Elder Scrolls Online erzählt keine weltbewegende, aber eine sehr abwechslungsreiche Geschichte. Auch im folgenden Spielverlauf zeigen sich die Quests vielfältig. Unser kleiner Ausflug in Himmelsrand etwa kommt ganz ohne "Bringe-A-nach-B"-Quests aus. Stattdessen bezwingt man eine Bestie, verwandelt scheinbare Skeewer zurück in Menschen und ähnliche Rassen, unterwandert in Kostümierung ein paar Gauner, findet Hund und Ehemann wieder, befreit einen weiteren Gatten aus den Fängen eines Eisgeistes und schält Spinnenopfer aus ihrem unfreiwilligen Kokon.
All diese untergeordneten Quests dienen dem höheren Zweck, Vermisste auf der Insel schnellstmöglich einzusammeln. Denn notfalls müsse man das komplette Eiland evakuieren, verrät die stationierte Hauptmännin Rana. Es sei ein Schiff gesichtet worden, das die Vorhut einer Invasion sein könnte. Am Ende ist das Boot natürlich genau das, was die Hauptfrau befürchtete. Unter Einsatz von Schwert, Schild und ein bisschen Magie rettet man sich mit versammelter Mannschaft gerade noch aufs Morrowind'sche Festland. Dort tobt eine erbitterte Schlacht zwischen den Fraktionen - doch immerhin ist man dem Propheten ein Stück näher.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Reichhaltige Fähigkeiten treffen rundes Gameplay
Auch in Morrowind bleiben die Quests weitgehend abwechslungsreich, während sich dank gewonnener Erfahrungen allmählich mehr Fähigkeiten offenbaren und damit zusätzliche Strategien, sich seiner Gegner zu entledigen. Pro Stufe kann sich der Spieler aussuchen, ob er seine Lebensenergie, Ausdauer oder Mana erhöhen möchte. Im Anschluss bleibt ein weiterer Fertigungspunkt für besondere Talente. Dazu zählen aktive, passive und "ultimative" Fähigkeiten. Die passiven Fähigkeiten sind permanent aktiv und bedeuten zum Beispiel eine höhere Panzerung. Anders sieht das bei den aktiven Fähigkeiten aus, die man sich am besten in die Schnellleiste zieht. Der von uns erstellte Nord entfaltet seine wahre Kraft erst beim Einsatz von "Feuriger Griff" und "Versengender Schlag".
Während man mit Ersterem einen Gegner an sich heranzerrt und dabei Lebensenergie entzieht, bekommt er beim versengenden Schlag ein paar Feuerstrahlen auf die Mütze. Ob diese aktiven Fähigkeiten Mana oder Ausdauer verkonsumieren, hängt ganz von ihrer Wirkung ab. Die beiden beschriebenen sind zum Beispiel magischer Natur und zehren am Mana-Füllstand. Vollführt man allerdings so etwas wie einen besonders gewieften Schwerthieb, geht das zulasten der sportlichen Leistungsfähigkeit des Spielers. Und bevor wir die ultimativen Fähigkeiten vergessen: Hierbei handelt es sich im Prinzip um sehr mächtige aktive Fähigkeiten, von der immer nur eine Kraft gleichzeitig aktiv sein darf. Das Angebot an Klassen, Rassen und untergeordneten, zu erlernenden Fähigkeiten ist insgesamt sehr reichhaltig und verspricht viele Stunden Anreiz zum Hochleveln seines Charakters.
Im Gegensatz zu Skyrim steigert eine höhere Ausdauer nun nicht mehr die Kapazität des Inventars. Will man die Standardkapazität von 50 aufstocken, führt kein Weg an Rucksäcken vorbei, die man bei Händlern erwirbt. Wie groß und schwer ein Ausrüstungsgegenstand ist, fällt bei TESO nicht mehr so sehr ins Gewicht. Ein schwere Rüstung nimmt genauso viel Platz weg wie eine Blume oder andere scheinbar leichte Gegenstände, wobei sich Letztere stapeln und nicht mit jedem Teil ein neues Feld im Inventar verbrauchen. Überschüssiges Material lässt sich entweder zerstören, verkaufen oder in einer Bank einlagern. Das sind noch lange nicht die einzigen Unterschiede zu Skyrim. Bethesda hat zum Beispiel manche Tasten ab Werk anders belegt, verschiedene Benutzeroberflächen von Grund auf neu aufgebaut, die Rüstung zusätzlich in Gürtel und Schulterstücke unterteilt und das Handwerk angepasst.
So darf man Ausrüstung nun auch in seine Bestandteile zerlegen, wenn denn die entsprechende Werkbank gerade in der Nähe ist. Wer zu einem bereits besuchten Ort schnellreisen möchte, muss dazu mehr tun, als diesen einfach nur auf der Karte anzuklicken. TESO bringt sogenannte Wegschreine ins Spiel, die man zuvor entdecken muss und die auch als Speicherpunkt nach dem Ableben dienen. Mit Speichern im eigentlichen Sinne hat der Prozess allerdings nur im weiteren Sinne zu tun, beschädigt doch jeder Tod die Ausrüstung des Spielers. Die sollte man dann ab und an gegen Gold reparieren lassen oder etwaige Reparaturen selbst vornehmen - so denn das Material vorhanden ist. Beschleunigtes Reisen kostet ebenfalls Geld. Derartige Ausflüge sollte man sich speziell in der frühen Spielphase sehr genau überlegen. Insbesondere kurz aufeinander folgende Schnellreisen kosten extra. Aktiviert ein Spieler die Wegschreine allerdings vor Ort, bleibt der Abstecher zu fernen Orten kostenlos.
Besonders positiv fallen die Änderungen des Inventars und anderer Menüs im Vergleich zu Skyrim auf. Waren diese seinerzeit eher auf Xbox 360 und Playstation 3 getrimmt, sind diese nun voll auf die überlegene Steuerung des PCs zugeschnitten. Lediglich ein Ringmenü für den Schnellzugriff auf Tränke erinnert an die verpönten Plattformen. Da Talente jedoch schon die Ziffern der Tastatur beanspruchen, ergibt das zusätzliche Ringmenü auch am PC Sinn. Subjektiv ist die Bedienung der Spielfigur ebenfalls direkter - Kompromisse zugunsten von Konsolen sind unserer Meinung nach nicht festzustellen.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Ein MMORPG mit grundsolider Technik
Die größten Ähnlichkeiten zwischen TESO und Skyrim finden sich zweifellos bei der Grafik. Insbesondere die schwachen, oft platten Texturen und die geringe Polygonzahl erinnern deutlich an den indirekten Vorgänger - wenngleich viele Felsen und Dächer längst nicht mehr so eckig wirken. Bei einem MMORPG gelten grafisch natürlich ganz andere Normen als bei einem Singleplayer-RPG, insofern ist auch das kommende Witcher 3: Wild Hunt keine Basis, mit der sich TESO messen müsste. Für ein MMORPG ist The Elder Scrolls Online verdammt hübsch. Die optischen Stärken des Titels liegen vor allem in der stimmigen Beleuchtung, in der Rauch- und Wasserdarstellung sowie den hochauflösenden Schatten, die man bei Skyrim noch per Ini-Tuning auf eine brauchbare Auflösung peitschen musste. Gras dürfte Mod-verwöhnten Skyrim-Fans nach wie vor ein paar Meter zu spät aufploppen, insgesamt scheint das LOD-System jedoch gelungener, es vermatscht die Landschaft in größerer Entfernung nicht mehr so augenfällig.
Im direkten Vergleich gewinnt TESO dank modernerer Technik gegen den Rollenspiel-Allvater Skyrim. Wir reden hier wohlgemerkt von der ungemoddeten Version ohne Ini-Tuning. Dass ein stark gemoddetes Skyrim wesentlich besser als TESO ausschaut, bezweifeln wir nicht. Sollte es bei TESO mal nicht für maximale Einstellungen reichen, bieten sich dem Spieler jede Menge Möglichkeiten in der Detailanpassung. Von der Sichtweite über die Texturauflösung, die Schattenqualität oder die Reflexionen kann man etliche Details herunterregeln. Wenn man es auf die Spitze treibt, sehen noch steinalte Rollenspiele wie Gothic 1 besser aus. Dafür dürfte TESO wohl auch auf dem schmächtigen Laptop noch ordentlich laufen.
Abseits der Grafik lasst TESO keineswegs nach. So bewegt sich der Titel akustisch auf dem gewohnt hohen Niveau der Reihe, ohne dabei Skyrim zu imitieren. Die musikalische Kulisse ist nicht mehr ganz so stark von Heldenmut und Prunk durchtränkt, sondern geht einen gesetzteren Weg. In der deutschen Version wiederholen sich außerdem, soweit im Rahmen der unvollständigen Vertonung feststellbar, die Sprecher weniger oft als noch in Skyrim. Bernd Stephan, der in Skyrim gefühlt jeden zweiten Nord vertonte, zählt anscheinend nicht mehr zum Ensemble. Ladezeiten zwischen den einzelnen Gebieten sind zumindest mit der SSD unseres Testsystems zu vernachlässigen, es reicht meist nicht mal zum Lesen der Bildunterschriften des Ladeschirms. Und obwohl The Elder Scrolls Online erst in zwei Monaten erscheint, lief es während unseres Tests ohne nennenswerte Komplikationen. Erst das Fraps-Overlay zur Messung der Bildrate erzeugte reproduzierbare Fehlermeldungen.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Ein zweites Skyrim?
Nicht wenige dürften sich mit der Frage beschäftigen, ob sich TESO als Skyrim-Nachfolger anbietet. Da jeder ein Spiel anders erlebt, lässt sich das freilich nicht pauschal beantworten. Dennoch wollen wir mit unseren Eindrücke hierzu nicht hinterm Berg halten. Den PvE-Anteil, den wir bisher getestet haben, funktioniert tatsächlich auch als fast althergebrachtes Rollenspiel. Mitspieler braucht es nicht unbedingt, um sich in Tamriel zu behaupten. Sie sind allerdings oft sinnvoll. Manche Gegner besiegen sich zu zweit oder mit mehr Leuten einfach besser. Das gilt zum Beispiel, wenn das Level des Spielers eigentlich noch nicht hoch genug für eine bestimmte Quest ist, man aber nicht erst durch die halbe Welt zur nächsten Aufgabe eiern will. Manchmal möchte man auch schlicht eine Questreihe zu Ende bringen, wo der eigene Skill nicht bis zum Schluss ausreicht.
Und sicher gehen die ständig respawnenden Gegner manchen Einzelkämpfern auf den Keks. Wiederbelebungen haben MMORPGs nun mal an sich, schließlich möchte der nächste Spieler keine entvölkerte Gegend vorfinden. Es kann aber sehr lästig sein, wenn man für ein Quest mehrfach dieselben Stellen passiert. Zwei oder mehr Spieler halten sich das nachrückende Gesindel schneller vom Hals. Ohne Mitspieler fallen auch Gruppenherausforderungen aus dem Feature-Katalog, die ebenso fester Teil eines MMORPGs sind. Um mit Elder Scrolls Online durchweg Spaß zu haben, sollte man unserer Meinung nach zumindest gelegentlich Mitspielern gegenüber offen sein. The Elder Scrolls Online ist bedingt durchs Genre - und das trotz vieler Ähnlichkeiten - nun mal kein zweites Skyrim. Würdig setzt es die Reihe aber allemal fort.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: Fazit
Bethesda hat seine vermutlich größte Marke aufgefahren, um im hartumkämpften MMO-Segment Fuß zu fassen. Ob es The Elder Scrolls Online gelingt, lässt sich im Rahmen einer zeitlich begrenzen PvE-Beta nur schwer beurteilen. Denn groß ist TESO, verdammt groß sogar. Skyrim-Fans ist es trotzdem nicht uneingeschränkt zu empfehlen, nur weil es im TES-Universum ansiedelt. Dem Online-Charakter sollte man immerhin etwas zugetan sein. Die Quests sind nach unserem Dafürhalten aber sehr abwechslungsreich gestaltet und die Geschichte spannend erzählt.
Grafisch bewegt sich der Titel unter anderem dank besserer Schatten und moderner Technik über dem Niveau eines ungemoddeten Skyrim, ohne sich sonderlich weit davon abzuheben. Als MMORPG spielt es damit in der Oberliga. Die endlich für Maus und Tastatur optimierte Steuerung der Menüs beweist, dass Bethesda beziehungsweise Zenimax Online Kritik nicht einfach links liegen ließ.
Die Kaufentscheidung fällt vermutlich an anderer Stelle. TESO mag ein gutes Spiel sein, doch es ist auch ein Vollpreistitel. Und zwar einer, der zusätzlich monatlich Geld kostet. Das hat schon bei Star Wars: The Old Republic trotz weltbekannter Marke nicht lange funktioniert. Ganz gewiss hat Bethesda das Potenzial, die Marke lange mit neuem Material frisch zu halten. Schon im Vergleich zu Skyrim wirken viele der bisher realisierten Ideen knackig. Wenn der Publisher Pech hat, siegt am Ende trotzdem Sparsamkeit über Spielspaß. Verdient hätte es das Spiel angesichts seiner Güte nicht.
The Elder Scrolls Online im Beta-Test: PvE-Gameplay im Video
Knapp zwei Monate vor Release macht die Beta-Fassung von The Elder Scrolls Online bereits einen sehr runden Eindruck. Unser Testvideo der PvE-Elemente zeigt, was der Spieler dort in den ersten Stunden erlebt und ob das MMORPG auch Skyrim-Veteranen zufrieden stellt.

GW2 hat ganz dreist von DAoC "geklaut". Nur mal so angemerkt bei TESO sind Ex-Designer von DAoC am Werk, von "Kopie" kann man so eigentlich gar nicht mehr sprechen.
Gibt es doch schon, Minecraft.
Spiel auf einem Server mit anderen zusammen und es ist wie ein Crafting-MMO.
Das Crafting System fand ich ganz cool, damit verbring ich eh immer die meiste Zeit...für mich könnts ein Spiel geben, in dem man nur Sachen herstellt.
Jaja, und Arenanet, also GW2 hats ganz böse bei Warhammer Online und DAoC kopiert.
Ist schon eine schlechte Welt nicht?