Syndicate: Einzelspieler- und Koop-Modus der Neuauflage des Echtzeit-Strategie-Klassikers angespielt [Test des Tages]
Bei einer Präsentation in München bekam PCGH die Gelegenheit, sich persönlich ein erstes Bild von der als First-Person-Shooter neu aufgelegten Version des Klassikers zu machen. Neben einem Level der Solo-Kampagne standen auch zünftige Schusswechsel im inhaltlich nicht mit der Hauptgeschichte verbundenen Koop-Modus auf dem Programm.
Beide Spielmodi wurden zwar nur an der an der Xbox 360 präsentiert, einen guten Eindruck, welche optischen Highlights der Spieler von der mittlerweile DirectX 9 statt Open GL unterstützenden Starbreeze-Engine des gleichnamigen Studios erwarten kann, lieferte unser Anspieltermin dennoch. In einem bereits im Vorfeld mit den Entwicklern geführten Technik-Interview zu Syndicate informierte uns der Technical Director Otto Kivling, dass man versucht habe, für alle Plattformen die gleiche visuelle Erfahrung zu bieten. Trotzdem besitze die PC-Version eine höhere Auflösung - auf der Xbox 360 läuft Syndicate in nativem 720p ohne Upscaling -, höher aufgelöste Texturen sowie schickere Post-Processing-Effekte. Diese optischen Aufwertungen für die PC-Variante bekamen wir noch nicht zu Gesicht. Wie wir beim Spielen des Einzelspieler-Level "Executive Search" allerdings feststellten, kann sich aber auch die Konsolen-Optik durchaus schon sehen lassen.
Quelle: Electronic Arts
Syndicate: Neue Screenshots aus dem Koop-Modus (11)
Zuerst einmal sind uns die teils sehr plastisch aussehenden Texturen aufgefallen. Ob dabei Bump- oder gar Parallax-Occlusion-Mapping zum Einsatz kommt, war allerdings nicht in Erfahrung zu bringen. Wie in unserem Technik-Interview zu Syndicate seitens der Entwickler angekündigt, sind bei der Neuauflage des Klassikers sehr viele Post-Effekte zu bestaunen. Dazu gehören unter anderem die Tiefen- und Bewegungsunschärfe (Depth of Field/Motion Blur), die sogenannte Film-Körnung (Film Grain), Geschossspuren oder der Überstrahleffekt (Bloom). Auch die Beleuchtung der Szenerie ist dank HDR und vielen dynamischen Lichtquellen stimmig, ein Großteil der Schatten fällt detailliert aus und besitzt sogenannte weiche Kanten (Soft Shadows). Um das Kantenflimmern auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, setzt man selbst bei der Konsolengrafik schon Kantenglättung ein. Wir vermuten, dass es sich dabei entweder um 2x AA oder um das per Post-Process gerenderte FXAA handelt. Der Geometriegrad vieler Objekte ist ebenfalls hoch, besonders die Waffenmodelle sind mit viel Liebe zum Detail modelliert und texturiert. Die Darstellung von Dekopflanzen oder anderer Gegenstände in den Labor- und Büroräumen - das Level "Executive Search" spielt man fast ausschließlich im Innenraum - könnten jedoch eine paar Polygone mehr vertragen. Dafür ist das Pixelpersonal sehr gut animiert und die Gesichtsdarstellung der Charaktere ist dank der angewandten 3D-Gesichts-Scanning-Technik ebenfalls sehr detailliert.
Auf der spielerischen Seite bietet Syndicate vor allem fordernde Shooter-Kost, bei der pures Ballern den Spieler wenig weiter bringt. Dank der verbesserten KI - Entwickler Starbreeze hat sowohl die Wegfindung und also auch die Wahrnehmung respektive Interaktion der KI mit dem Spieler bei der neuesten Version der hauseigenen Engine überarbeitet - agieren Ihre Widersacher sehr taktisch. Sie ziehen sich hinter Deckungen zurück, wechseln ständig ihre Position und erhalten von ihren virtuellen Mitstreitern Feuerschutz. Dem hat der Spieler mit dem Breach-Feature des DART-6-Chips eine effektive und mächtige Waffe entgegenzusetzen. Mit diesem neuronalen Implantat kann er beispielsweise die Waffen und die Gedanken der Kontrahenten steuern, sodass diese erst auf die eigenen Leute losgehen, um sich anschließend selbst zu zerstören. Ebenfalls hilfreich: Die DART-View, mit dem man durch Mauern schauen sowie die Zeit kontrollieren, sprich verlangsamen kann. Dazu kommt eine Spielphysik, die mehr als reiner Augenschmaus ist, denn Gegner lassen sich zum Beispiel auch mit gezielten Explosionen ins virtuelle Jenseits befördern.
Quelle: Electronic Arts
Syndicate: Neue Screenshots aus dem Koop-Modus (12)
Der Action-Grad des Einzelspieler-Parts von Syndicate wird im Koop-Modus, bei dem wir im Team mit vier Mitspieler gegen vier Gegner auf zwei verschiedenen Karten antraten, nochmals übertroffen. Wie im Vorfeld versprochen besitzt der kooperative Mehrspielerteil einen eigene Geschichte und auch die Fähigkeiten des oben schon erwähnten Biochips sind hier vorhanden. Allerdings kommt man bei der sehr rasant angelegten Gameplay kaum dazu, die Kontrahenten per DART-6-Chip zu beeinflussen. Die Heilfunktion und die DART-Ansicht verwendet man dagegen sehr häufig. Leider mussten wir bei unseren Koop-Gefechten schnell feststellen, dass hier der Xbox-360-Controller nur bedingt als Eingabegerät taugt. Gerade schnelle Drehungen sowie das Anvisieren der Gegner in der Bewegung werden durch den Controller erschwert, hier hätten wir bei der Spielsteuerung mit Maus und Tastatur bestimmt weniger oft ins Gras gebissen. :)
Fazit: Hands-on-Test Syndicate
Der als Shooter neu aufgelegte Klassiker Syndicate bietet im Einzelspieler-Teil schnörkellose Action und taktisch fordernde Gefechte. Obwohl wir nur die Konsolenoptik zu Gesicht bekamen, lässt das für das PC-Pendant, das immerhin noch mit kleinen visuellen Verbesserungen aufwarten soll, nur das Beste hoffen. In puncto Steuerung ist auf jeden Fall der PC mit seinen primären Eingabegeräten Maus und Tastatur die ideale Plattform, denn im Koop-Modus kommt mit dem Controller kein richtiger Spielspaß auf. Es bleibt zu hoffen, dass der Titel trotz der teils etwas fragwürdigen Gewaltdarstellung ein USK-Siegel erhalten wird.
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Man waren das noch Zeiten damals ;>
Von guter Grafik zu reden mit dem vermerkt das Alle Versionen gleich seien ist wie ein schlag ins gesicht der PC Spieler.
Leutz Konsolen generation 7 Jahre Alt
nur mal so am Rande
Wie man es richtig macht sieht man an der UFO Serie , auch da gab es glaub ich mal einen Shooter Fehlschlag zwischendurch !?