Suicide Squad: Technischer Ersteindruck des CPU-Killers mit Unreal Engine

Mit Suicide Squad: Kill the Justice League erscheint nach einer turbulenten Entwicklung endlich das neueste Werk der Rocksteady Studios. PCGH hat das wilde Metropolis erkundet und gibt Hardware-Empfehlungen - mit Raytracing wird vor allem der Prozessor gefordert.

97
Special Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Suicide Squad: Technischer Ersteindruck des CPU-Killers mit Unreal Engine
Quelle: PCGH

Auch in der Spiele-Entwicklung läuft es nicht immer nach Plan, so auch geschehen bei Suicide Squad: Kill the Justice League. Das Superhelden-Spektakel der britischen Rocksteady Studios, berühmt für die Batman-Arkham-Spiele, sollte ursprünglich bereits 2022 erscheinen, wurde jedoch mehrfach verschoben. Nun ist es so weit, das Selbstmordkommando ist seit dieser Woche im Early Access und am Abend des 2. Februar für alle bei Steam zu haben. PCGH hat sich mittels Vorabzugang einen Eindruck über das Spiel verschafft - mit guten und schlechten Neuigkeiten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Suicide Squad: Kill the Justice League - Gameplay

Zwar hatten sich Fans der Arkham-Serie gewünscht, dass Rocksteady einen Nachfolger von Arkham Knight entwickeln würde, doch diese hatten etwas anderes im Sinn. Die Wahl fiel auf besagte Antihelden-Truppe und schlägt daher eine etwas andere Richtung ein. Das Spiel ist insgesamt bunter und spielt sich noch etwas actionlastiger als beispielsweise Batman Arkham Knight. Die Briten sind sich ihrer Wurzeln und Fans jedoch bewusst und streuen zahlreiche Referenzen an die vorherigen Spiele sowie düstere Abschnitte ein. Unsere Kollegen von der PC Games werden Sie umfassend über das Spiel informieren, daher hier nur in Kürze: Sie stürzen sich als einer von vier Charakteren in die fiktive Stadt Metropolis, um die wildgewordene Justice League aufzuhalten. Dazu schwingen und teleportieren Sie sich durch die Häuserschluchten, verprügeln und beschießen Fiesewichte und ergötzen sich an der großartigen Inszenierung. Suicide Squad: Kill the Justice League entpuppt sich in unserem Test als eine Mischung aus den Arkham-Spielen und Guardians of the Galaxy. Die Dialoge und Zwischensequenzen rund um die vier abgedrehten Charaktere sind teilweise zum Schreien komisch und geben der Geschichte die richtige Würze. Falls Sie bierernste Kost à la Arkham Knight suchen, sind Sie vermutlich fehl am Platz. Doch kommen wir nun endlich zur Technik von Suicide Squad: Kill the Justice League.

Suicide Squad: Kill the CPU

Suicide Squad: Kill the Justice League ist bereits einige Jahre in Entwicklung, daher verwundert es nicht, dass das Spiel noch auf die Unreal Engine 4 setzt - mit allen Vor- und Nachteilen. Um eine Idee zu bekommen, wie die Antihelden durch Metropolis schwingen, bietet sich der Vergleich mit Hogwarts Legacy an, das eine ähnliche Performance-Charakteristik aufweist. Beide Titel führen bei jedem Spielstart ein Shader-Caching durch, beide Spiele laufen ohne Raytracing gut - und beide Spiele fordern der Hardware mit Raytracing enorm viel ab. Tatsächlich erweist sich Suicide Squad: Kill the Justice League bei unseren ersten Messungen als wahrer "CPU-Killer", sobald Raytracing aktiviert ist.

Richtig gelesen, es ist der Prozessor, welcher das Geschehen ausbremst, obwohl wir einen handoptimierten Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen verwenden. Das Shader-Caching federt zwar die meisten Nachlade-Zwischenruckler ab, kann jedoch nichts am enormen Wartungsaufwand für die RT-Effekte ändern. So erblicken wir beim Schwingen durch die Stadt Bildraten zwischen 30 und 50 Fps bei verbesserungsfähiger Verteilung. Das Abschalten von Raytracing lässt die Bildrate auf 50 bis 80 Fps klettern, was deutlich besser zum flotten Gameplay passt. Dass dies vor allem die CPU entlastet, lässt sich an der Power-Anzeige der Grafikkarte ablesen, ohne Raytracing schiebt die GPU deutlich seltener Wartezyklen ein. Unser Tuning-Tipp steht somit fest: Deaktivieren Sie Raytracing. Dieses können Sie im Spiel lediglich auf "An" oder "Aus" stellen, Informationen zum Effektspektrum gibt es nicht. Der Mehrwert des Raytracings in Suicide Squad: Kill the Justice League hält sich laut unseres Augenmaßes in engen Grenzen und betrifft in erster Linie Spiegelungen. Diese sehen auch mittels Screen Space Reflections weitgehend in Ordnung aus.

Suicide Squad: Mehr in der kommenden Woche

Während Sie diese Zeilen lesen, erkunden wir Metropolis weiter. Benchmarks von Prozessoren und Grafikkarten, jeweils mit und ohne Raytracing, stehen für Anfang nächster Woche auf dem Plan. Dieser Artikel hat das Ziel, Sie zum Start von Suicide Squad: Kill the Justice League zu informieren. Das Spiel ging sprichwörtlich durch die "Entwicklungshölle", entpuppt sich im Ersteindruck aber als großartig inszeniertes Superheldenspiel - sofern man mit dem Humor etwas anfangen kann und nicht allzu viel Abwechslung bei den Action-lastigen Missionen erwartet.

Bildergalerie

Was halten Sie von Suicide Squad: Kill the Justice League? Sind Sie eher Team Batman/Arkham? Diskutieren Sie mit! Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

97
    • Kommentare (97)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Drayygo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Immortals of Aveum,
        War das denn allgemein schlecht aufgenommen worden? Ich hab nur mitbekommen, dass ein paar Augenlose den "Hardwarehunger" bei der "gammeligen PS4 - Grafik" bemängelt haben. Aber ich fands auch super
        Zitat von PCGH_Raff
        Deine Mörderkiste dürfte 60 Fps locked mit allem und scharf knapp schaffen. Die Reserven bei der GPU lassen sich in DLAA investieren. Das Spiel ist im jetzigen Zustand (und vermutlich immer) aber nichts für die "Unter 144 Fps spiele ich nix!"-Fraktion.

        MfG
        Raff
        Das gefällt. Bei dem Game sollten 60-90 FPS auch passen. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben, den Vollpreis ist es mir nicht wert - da warte ich lieber ab, bis Content nachgepatcht wurde.
      • Von Drayygo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        Immortals of Aveum,
        War das denn allgemein schlecht aufgenommen worden? Ich hab nur mitbekommen, dass ein paar Augenlose den "Hardwarehunger" bei der "gammeligen PS4 - Grafik" bemängelt haben. Aber ich fands auch super
        Zitat von PCGH_Raff
        Deine Mörderkiste dürfte 60 Fps locked mit allem und scharf knapp schaffen. Die Reserven bei der GPU lassen sich in DLAA investieren. Das Spiel ist im jetzigen Zustand (und vermutlich immer) aber nichts für die "Unter 144 Fps spiele ich nix!"-Fraktion.

        MfG
        Raff
        Das gefällt. Bei dem Game sollten 60-90 FPS auch passen. Aber wie schon an anderer Stelle geschrieben, den Vollpreis ist es mir nicht wert - da warte ich lieber ab, bis Content nachgepatcht wurde.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Deine Mörderkiste dürfte 60 Fps locked mit allem und scharf knapp schaffen. Die Reserven bei der GPU lassen sich in DLAA investieren. Das Spiel ist im jetzigen Zustand (und vermutlich immer) aber nichts für die "Unter 144 Fps spiele ich nix!"-Fraktion.

        MfG
        Raff
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Raff
        Ist das wieder so ein Murks, der nur bei Mausbewegungen, nicht aber mit einem Gamepad auftritt?
        Dazu wurde leider nichts gesagt. Die ausführliche Technikanalyse von Alex fehlt aber auch noch.

        Ich würde es ja eigentlich selbst testen, aber die bisherigen Meinungen zur Technik haben mich dann doch abgeschreckt. Scheinbar leider nicht zu unrecht...
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von blautemple
        Kannst du eigentlich die von Digital Foundry angesprochenen Probleme der PC Version unterschreiben? Gerade die Kameraprobleme sind super ärgerlich, die Kamerabewegung ist ruckelig wenn kein Vielfaches von 60fps anliegt. Das gab es so auch bei Deathloop und schon da war das brutal nervig...
        Ich habe das Video noch nicht gesehen und muss sagen, dass ich keine Probleme hatte, die das andeuten. Allerdings erreicht mein System auch nur 60-70 Fps während intensiver Action (ohne Ray Menacing!) und die Frame-Verteilung ist sowieso nicht optimal. Ist das wieder so ein Murks, der nur bei Mausbewegungen, nicht aber mit einem Gamepad auftritt?

        Zitat von Drayygo
        Witzig, wenn Redaktionen ein Spiel gut bewerten kommt immer ein "wartet auf die Spielerbewertungen, die Redaktionen sind eh alle gekauft und müssen damit ihr Geld verdienen". Wenn Redaktionen ein Spiel schlecht bewerten sind dann (wenns auch selten genug vorkommt) die positiven Spielerbewertungen eher Nebensache und man reitet in Foren und in Reddit lieber den Hatetrain weiter
        Spielebewertung ist und bleibt subjektiv. Ich habe mittlerweile sechs Stunden auf der Uhr und mag das Spiel, wirklich. Ich mochte auch Immortals of Aveum, als die Welle der Entrüstung durchs Land zog. Aber ich weiß, dass ich "anders" bin. Ich kann bei Menschen und Dingen über Hässlichkeiten hinwegsehen, wenn an anderen Stellen viel Gutes lockt. Und das trifft auch auf Suicide Squad zu.

        MfG
        Raff
      • Von Drayygo BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        2.500+ Steam-Rezensenten sehen das anders.

        -> Die Hasswelle ist groß, doch auch dieses Spiel scheint besser zu sein als sein Ruf (wie u. a. Immortals of Aveum).

        MfG
        Raff
        Witzig, wenn Redaktionen ein Spiel gut bewerten kommt immer ein "wartet auf die Spielerbewertungen, die Redaktionen sind eh alle gekauft und müssen damit ihr Geld verdienen". Wenn Redaktionen ein Spiel schlecht bewerten sind dann (wenns auch selten genug vorkommt) die positiven Spielerbewertungen eher Nebensache und man reitet in Foren und in Reddit lieber den Hatetrain weiter
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk