Suicide Squad: Technischer Ersteindruck des CPU-Killers mit Unreal Engine
Mit Suicide Squad: Kill the Justice League erscheint nach einer turbulenten Entwicklung endlich das neueste Werk der Rocksteady Studios. PCGH hat das wilde Metropolis erkundet und gibt Hardware-Empfehlungen - mit Raytracing wird vor allem der Prozessor gefordert.
Auch in der Spiele-Entwicklung läuft es nicht immer nach Plan, so auch geschehen bei Suicide Squad: Kill the Justice League. Das Superhelden-Spektakel der britischen Rocksteady Studios, berühmt für die Batman-Arkham-Spiele, sollte ursprünglich bereits 2022 erscheinen, wurde jedoch mehrfach verschoben. Nun ist es so weit, das Selbstmordkommando ist seit dieser Woche im Early Access und am Abend des 2. Februar für alle bei Steam zu haben. PCGH hat sich mittels Vorabzugang einen Eindruck über das Spiel verschafft - mit guten und schlechten Neuigkeiten.
Suicide Squad: Kill the Justice League - Gameplay
Zwar hatten sich Fans der Arkham-Serie gewünscht, dass Rocksteady einen Nachfolger von Arkham Knight entwickeln würde, doch diese hatten etwas anderes im Sinn. Die Wahl fiel auf besagte Antihelden-Truppe und schlägt daher eine etwas andere Richtung ein. Das Spiel ist insgesamt bunter und spielt sich noch etwas actionlastiger als beispielsweise Batman Arkham Knight. Die Briten sind sich ihrer Wurzeln und Fans jedoch bewusst und streuen zahlreiche Referenzen an die vorherigen Spiele sowie düstere Abschnitte ein. Unsere Kollegen von der PC Games werden Sie umfassend über das Spiel informieren, daher hier nur in Kürze: Sie stürzen sich als einer von vier Charakteren in die fiktive Stadt Metropolis, um die wildgewordene Justice League aufzuhalten. Dazu schwingen und teleportieren Sie sich durch die Häuserschluchten, verprügeln und beschießen Fiesewichte und ergötzen sich an der großartigen Inszenierung. Suicide Squad: Kill the Justice League entpuppt sich in unserem Test als eine Mischung aus den Arkham-Spielen und Guardians of the Galaxy. Die Dialoge und Zwischensequenzen rund um die vier abgedrehten Charaktere sind teilweise zum Schreien komisch und geben der Geschichte die richtige Würze. Falls Sie bierernste Kost à la Arkham Knight suchen, sind Sie vermutlich fehl am Platz. Doch kommen wir nun endlich zur Technik von Suicide Squad: Kill the Justice League.
Suicide Squad: Kill the CPU
Suicide Squad: Kill the Justice League ist bereits einige Jahre in Entwicklung, daher verwundert es nicht, dass das Spiel noch auf die Unreal Engine 4 setzt - mit allen Vor- und Nachteilen. Um eine Idee zu bekommen, wie die Antihelden durch Metropolis schwingen, bietet sich der Vergleich mit Hogwarts Legacy an, das eine ähnliche Performance-Charakteristik aufweist. Beide Titel führen bei jedem Spielstart ein Shader-Caching durch, beide Spiele laufen ohne Raytracing gut - und beide Spiele fordern der Hardware mit Raytracing enorm viel ab. Tatsächlich erweist sich Suicide Squad: Kill the Justice League bei unseren ersten Messungen als wahrer "CPU-Killer", sobald Raytracing aktiviert ist.
Richtig gelesen, es ist der Prozessor, welcher das Geschehen ausbremst, obwohl wir einen handoptimierten Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen verwenden. Das Shader-Caching federt zwar die meisten Nachlade-Zwischenruckler ab, kann jedoch nichts am enormen Wartungsaufwand für die RT-Effekte ändern. So erblicken wir beim Schwingen durch die Stadt Bildraten zwischen 30 und 50 Fps bei verbesserungsfähiger Verteilung. Das Abschalten von Raytracing lässt die Bildrate auf 50 bis 80 Fps klettern, was deutlich besser zum flotten Gameplay passt. Dass dies vor allem die CPU entlastet, lässt sich an der Power-Anzeige der Grafikkarte ablesen, ohne Raytracing schiebt die GPU deutlich seltener Wartezyklen ein. Unser Tuning-Tipp steht somit fest: Deaktivieren Sie Raytracing. Dieses können Sie im Spiel lediglich auf "An" oder "Aus" stellen, Informationen zum Effektspektrum gibt es nicht. Der Mehrwert des Raytracings in Suicide Squad: Kill the Justice League hält sich laut unseres Augenmaßes in engen Grenzen und betrifft in erster Linie Spiegelungen. Diese sehen auch mittels Screen Space Reflections weitgehend in Ordnung aus.
Suicide Squad: Mehr in der kommenden Woche
Während Sie diese Zeilen lesen, erkunden wir Metropolis weiter. Benchmarks von Prozessoren und Grafikkarten, jeweils mit und ohne Raytracing, stehen für Anfang nächster Woche auf dem Plan. Dieser Artikel hat das Ziel, Sie zum Start von Suicide Squad: Kill the Justice League zu informieren. Das Spiel ging sprichwörtlich durch die "Entwicklungshölle", entpuppt sich im Ersteindruck aber als großartig inszeniertes Superheldenspiel - sofern man mit dem Humor etwas anfangen kann und nicht allzu viel Abwechslung bei den Action-lastigen Missionen erwartet.
Bildergalerie
Was halten Sie von Suicide Squad: Kill the Justice League? Sind Sie eher Team Batman/Arkham? Diskutieren Sie mit! Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

MfG
Raff
MfG
Raff
Ich würde es ja eigentlich selbst testen, aber die bisherigen Meinungen zur Technik haben mich dann doch abgeschreckt. Scheinbar leider nicht zu unrecht...
MfG
Raff
-> Die Hasswelle ist groß, doch auch dieses Spiel scheint besser zu sein als sein Ruf (wie u. a. Immortals of Aveum).
MfG
Raff