Sudden Strike 4 - Erste Benchmarks der Preview-Fassung zeigen gute Performance

Mit Sudden Strike 4 erscheint nach beinahe zehn Jahren Pause am 11. August der vierte Teil der Echtzeitstrategie-Reihe. Wir konnten bereits eine fast vollständige Version ausführlich testen und sind bereits jetzt von der Performance angetan. Die zum Einsatz kommende Unity-Engine liefert selbst in harten Gefechten hohe Bildraten, sogar auf alter Hardware. Auch die Optik ist gelungen, was insbesondere den Effekten sowie der Spielphysik zu verdanken ist.

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Sudden Strike 4 - Erste Benchmarks der Preview-Fassung zeigen gute Performance
Quelle: PC Games Hardware

Die Sudden-Strike-Reihe erfreut sich noch immer einiger Beliebtheit - obwohl der letzte Teil bereits 2007 erschien. Die beiden Vorgänger sowie Sudden Strike 3, welches erstmals den Sprung von 2D auf 3D-Grafik wagte, wurden vom russischen Studio Fireglow Games entwickelt. Mittlerweile hat sich das Studio auf Casual- und Mobile-Games spezialisiert. Mit Sudden Strike 4 versucht sich daher mit dem ungarischen Entwickler Kite Games ein neu gegründetes Studio an der Echtzeitstrategie. Dabei sind die Entwickler keine blutigen Anfänger, sondern setzen sich unter anderem aus Veteranen von Stormregion zusammen, die sich insbesondere mit Codename: Panzers einen Namen machen konnten.

Sudden Strike 4 Preview - Nette Optik und Physikeffekte dank Unity-Engine

Sudden Strike 4 nutzt die aktuell recht weitverbreitete Unity-Engine. Dieser Grafikmotor ist bislang eher weniger für grafische Opulenz bekannt, unterstützt aber spätestens seit Engine-Version 5.x einige sehr moderne und fortschrittliche Rendertechniken, darunter beispielsweise Physically Based Rendering, eine dynamische Globale Beleuchtung via der Middleware Enlighten sowie Post-Processing-Effekte wie Screen-Space-Reflections, ein hochqualitatives Depth-of-Field und Weiteres. Tatsächlich braucht sich die Engine kaum hinter den aktuellen Triple-A-Grafikmotoren verstecken. Einen Eindruck können Sie sich anhand der Adam-Demo machen. Und damit nicht genug: Seit Unity Version 5.4 wird die Direct-X-12-API unterstützt, seit Version 5.6 ist Vulkan ebenfalls mit an Bord - Spiele mit diesem API-Support lassen indes noch auf sich warten. Auch Sudden Strike 4 setzt auf Direct X 11 - zumindest unter Windows. Denn neben Fassungen für MacOS und die PS4 wird auch eine Linux-Version erscheinen.

Die ansehnliche, aber nicht umwerfende Optik ist eher authentisch denn bombastisch gehalten, obwohl insbesondere Physik und Effekte durchaus zu gefallen wissen: Wenn wir unsere Panzer und Soldaten durch Maisfelder, hohes Gras oder dichtes Unterholz schicken, hinterlassen die Fahrzeuge tiefe Schneisen, die Fußsoldaten treten indes nur einzelne Halme und Büsche platt und formen schmale Trampelpfade - trotzdem reicht es, um anhand dieser verräterischen Spuren Truppenbewegungen des Feindes zu erkennen und die eigenen Truppen daraufhin taktisch so zu führen, dass sie dem Feind in den Rücken oder die Flanke fallen können. Während der effektschwangeren Gefechte wird die Umgebung zudem stark in Mitleidenschaft gezogen: Gebäude können zerstört werden, Bäume zerbersten bei Beschuss im Splitterregen, Fahrzeuge werden durch die Luft geschleudert und bleiben in Form von ausgebrannten Wracks als dynamisches Hindernis zurück. Auch Eis kann zu einem Hindernis oder gar einer Falle werden, denn schwere Fahrzeuge können einbrechen, gezielter Beschuss außerdem den trügerischen Grund unter Gegnern zerstören. All dies wird mit ansehnlichen Partikel- und einigen netten Lichteffekten garniert, ein optisches Highlight von Sudden Strike 4.

Trotzdem bleibt Sudden Strike 4 ein wenig hinter den Möglichkeiten der Engine zurück und nutzt beispielsweise keine Globale Beleuchtung, sondern weniger anspruchsvoll zu berechnende Beleuchtungstechniken, die besser für die isometrische Perspektive geeignet sind und zudem Leistung sparen. Dafür haben die Entwickler an anderer Stelle Hand angelegt und bei der Performance nachgeholfen. Das betrifft insbesondere die CPU-Ausnutzung. Die Unity-Engine nutzt standardmäßig zwei Haupt-Threads (Main, Renderer) und belastet die restlichen Kerne nur geringfügig. Um die Kernauslastung zu verbessern, haben die Entwickler den Spiele-Code von dem Haupt-Thread abgetrennt und auf einen eigenen Thread gelegt. Zusammen mit den Hilfs-Threads unter anderem für Animationen, Culling und Partikel konnte so die Auslastung für Multicore-Prozessoren deutlich verbessert werden. Dies ist natürlich insbesondere aufgrund der PS4-Version ein wichtiger Schritt, Sudden Strike 4 nutzt auf Sonys Konsole alle 7 für Spiele zur Verfügung stehende Threads - viele Optimierungen der PC-Version sind ein direktes Resultat der Performance-Verbesserungen für die PS4-Version.

Sudden Strike 4 Preview - Gute Performance schon vor Release

Auf dem PC nutzt Sudden Strike 4 gar noch mehr Threads, sofern vorhanden. Probehalber ließen wir die Weltkriegsstrategie bei stark reduzierter Grafiklast auf einem Intel Core i7-6900K (8C/16T) @ 4,0 GHz laufen. Das Spiel nutzt sämtliche 8 physischen Kerne gleichmäßig aus, zudem werden auch die 8 zusätzlichen SMT-Threads belastet. In der Praxis erzielten wir so selbst in konstruierten, heftigsten Gefechten dreistellige Bildraten - sehr überzeugend, wenn man die unzähligen Fahrzeuge und Soldaten, Physikeffekte und Partikelwolken berücksichtigt. In niedrigeren Auflösungen stoßen wir mit sehr schnellen GPUs dennoch langsam an das CPU-Limit des genutzten i7-6800K @ 4,4 GHz: In unserem anspruchsvollen Benchmark geraten sowohl GTX 1080 als auch GTX 1080 Ti bei rund 120 Fps an die Leistungsgrenze der CPU.

Dies ist aber kein großes Drama, denn prinzipiell sind potente Grafikkarten für deutlich höhere Auflösungen geeignet, tatsächlich lässt sich Sudden Strike 4 bereits mit einer flotten Mittelklasse-GPU in Ultra HD genießen, sollten Sie Bildraten um 30 Fps in einem eher gemächlichen Strategie-Spiel nicht stören. Alternativ finden Sie im Optionsmenü einen Regler für die Auflösungsskalierung, mit der Sie die interne Renderauflösung erhöhen oder verringern können, um das Optimum aus Bildqualität und -Raten zu erhalten. Downsampling via Auflösungsskalierung ist zudem auch empfehlenswert, weil die Kantenglättung nicht sonderlich gut greift, das Bild auswäscht und offenbar ein Schärfe-Effekt für zusätzliches Grieseln sorgt - jedes dieser kleinen Ärgernisse lässt sich mit ein paar Prozent Extra-Auflösung in den Griff bekommen. Zudem läuft Sudden Strike 4 wie praktisch alle Spiele auf Basis der Unity-Engine im Borderless Window. Reguläres Downsampling erfordert daher das vorherige Ändern der Desktop-Auflösung auf die gewünschte Pixeldichte.

Sudden Strike 4 Preview - Fazit des Vorabtests

Sudden Strike 4 ist eher keine Grafikbombe, doch ist die Optik durchaus ansehnlich und kann insbesondere mit den recht eindrücklichen Partikel-, Physik- und Zerstörungseffekten gefallen. Ebenfalls sehr gefällig ist die gute CPU-Auslastung und die generelle Performance, die im Großen und Ganzen auf einem hohen Level verweilt - einzig die Screen-Space-Reflections können zu größeren Einbrüchen führen, wenn Sie die Kamera nah an die Spiegelungen heranmanövrieren, was allerdings beim tatsächlichen Spielen eher selten der Fall sein dürfte. Unterm Strich hat uns die Technik des Strategiespiels zugesagt: Das Verhältnis zwischen Optik und Leistung stimmt bereits in der Preview-Fassung und könnte zum Release gar noch etwas besser ausfallen.

Bildergalerie

Über das Spiel: Sudden Strike 4 bietet laut Entwickler realistische Echtzeitstrategie mit taktischem Tiefgang in historischem Setting. In 3 Kampagnen mit über 20 Missionen bestimmt strategisches Geschick über Sieg oder Niederlage. Als einer von 9 historischen Kommandeuren führen Digital-Strategen ihre Armee auf die Schlachtfelder des bis dato größten militärischen Konflikts der Menschheitsgeschichte. Über 100 authentische Einheiten gilt es zu befehligen - wie z.B. den Königstiger-Panzer, den Katjuscha-Raketenwerfer und das Hawker Typhoon-Kampfflugzeug. Optionaler "Pause & Play"-Modus für mehr taktische Tiefe. Bis zu 8 Spieler messen sich mit anderen Kommandeuren im Mehrspielermodus. Die PC-Version von Sudden Strike 4 erhält zudem Modding-Support mit Steam Workshop-Anbindung.

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    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Elistaer BIOS-Overclocker(in)
        Aber daran sieht man wie auch 8 Kerne gut ausgenutzt werden können

        Gesendet von meinem SM-G935F mit Tapatalk
      • Von Elistaer BIOS-Overclocker(in)
        Aber daran sieht man wie auch 8 Kerne gut ausgenutzt werden können

        Gesendet von meinem SM-G935F mit Tapatalk
      • Von Nightslaver Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Moonzone
        LOL ganze ehrlich. Ich kann die ganzen Typen schon nicht mehr hören die behaupten, dass die 980ti so viel schneller als eine 1080 sein soll...... Meine güte. Aber dann noch behaupten das die 980ti schneller als die 1080ti sein soll, das ist schon eine "Leistung"
        Naja es kommt darauf an. Natürlich ist eine GTX 1080 in der Regel schneller als eine GTX 980Ti, zumindest solange bis die Speicherbandbreite der GTX 1080 anfängt zu limitieren, dann kann es schon mal passieren das die GTX 980Ti sich messbar vor die GTX 1080 setzt.

        Passieren tut das aber eigentlich nur in seltenen Fällen mal in höheren Auflösungen ab WQHD und in 4k.
        Allerdings sind es selbst in solchen Fällen dann am Ende auch keine Welten an FPS, die beide Karten voneinander trennen.
      • Von Moonzone PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von manimani89
        also ich sehe hier 44 vs 76 fps
        LOL ganze ehrlich. Ich kann die ganzen Typen schon nicht mehr hören die behaupten, dass die 980ti so viel schneller als eine 1080 sein soll...... Meine güte. Aber dann noch behaupten das die 980ti schneller als die 1080ti sein soll, das ist schon eine "Leistung"
      • Von Moonzone PC-Selbstbauer(in)
        Wenn du wirklich Suddenstrike 3 spielen wirst, oder gar kaufen / Dann mein beleid....

        Teil eins und zwei sind meisterwerke. Der rest ist zum vergessen. Vielleicht wird 4 an 2 anknüpfen.
        Freut mich zu sehen das die 1080ti so davon fährt. Ganz richtig kommt mir das ganze nicht vor, würde mich aber darüber freuen wenn es stimmt.
      • Von manimani89 Volt-Modder(in)
        Zitat von Terracresta
        Bei 100% Taktskalierung frisst die 980Ti die 1080Ti zum Frühstück und das trotz weniger CUDA Cores. xD
        also ich sehe hier 44 vs 76 fps
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