Subnautica 2 im PCGH-Hands-on: Schon jetzt ein Sprung nach vorn, mit UE5-Grafik & mehr
Subnautica 2 startet heute in den Early Access! Wir konnten vorab einige Stunden in die neue UE5-Unterwasserwelt eintauchen und erste Eindrücke zum Spiel und der Technik sammeln.
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Fans dürfte es nach der chaotischen Entwicklungsgeschichte mit Rechtsstreitigkeiten freuen: Subnautica 2 startet am 14. Mai 2026 in den Early Access und ist für deutsche Spieler ab 17:00 Uhr spielbar. Die PC-Version erscheint über Steam, den Epic Games Store und den Microsoft Store. Dazu kommen die Xbox-Series-Fassungen. Der Kaufpreis liegt zum Start des Early Access bei 30 Euro und wird voraussichtlich zum offiziellen 1.0-Launch steigen. Besitzer der beiden Vorgänger-Titel bekommen Subnautica 2 etwas günstiger im Steam-Bundle. Wer nicht direkt über Steam zuschlagen möchte, kann Subnautica 2 auch ab Tag eins über den PC Game Pass von Microsoft spielen. Die Bildschirmtexte und Untertitel gibt es in elf Sprachen, darunter Deutsch. Die Vertonung ist dagegen auf Englisch beschränkt, fällt dabei aber sehr gut und passend aus.
Early Access: Noch Jahre bis zum echten Release
Entwickler Unknown Worlds plant aktuell grob mit einer Early-Access-Phase von zwei bis drei Jahren. Einen festen Termin für Version 1.0 gibt es ergo nicht. Zum Start bekommt man bewusst keine fertige Vollversion, sondern wie schon bei Subnautica 1 und Below Zero eine Spielversion, die über längere Zeit dem Community-Feedback entsprechend erweitert und optimiert werden soll. Im Vergleich zu den Vorgängern ist der EA-Start von Subnautica 2 aber jetzt schon deutlich schicker und geschliffener, was nicht zuletzt am Engine-Wechsel vom einst genutzten Unity auf die Unreal Engine 5 liegen dürfte. Ganz von technischen Problemen befreit waren wir jedoch explizit nicht. Mehr dazu auf Seite 2.
Enthalten sind in unserem Test-Build und der öffentlichen Version die bekannten Grundpfeiler der Unterwasser-Reihe: Erkunden der Gegenden, Überleben, Crafting, Basenbau (mit Quality-of-Life-Verbesserungen), unterschiedliche Biome, erste Story-Inhalte und verschiedene (auch sehr gruselige) Kreaturen und Locations. Neben logischen Inhaltserweiterungen können selbst zentrale Elemente wie die Story sich ändern, wie auch schon bei Subnautica: Below Zero der Fall gewesen.
Tauchgang: Jetzt auch optional mit Freunden
Neu ist der optionale Online-Koop für bis zu vier Spieler. Unterstützt wird Crossplay zwischen PC und Xbox Series X/S, sodass Spieler nicht zwingend dieselbe Plattform nutzen müssen. Wichtig zu wissen: Wer bereits solo begonnen hat, kann seinen Spielstand zwar später in eine Koop-Partie im Hauptmenü umwandeln, startet dann aber mit einem frischen Charakter. Gegenstände im Inventar sowie freigeschaltete (Quickslot-)Upgrades müssen jedoch zum Redaktionsschluss erneut erspielt werden.
Quelle: PC Games Hardware
Die Charaktererstellung ist im Early Access noch wirklich überschaubar: Zur Wahl stehen vier "Pioniere" und eine Hand voll Anzugfarben.
Engine-Neustart mit UE5
Subnautica 2 wechselt unter der Haube die gesamte Technik-Basis. Nach den Unity-Vorgängern setzt Unknown Worlds diesmal auf die Unreal Engine 5. Die Vorteile ergeben sich laut Entwicklern vor allem bei den moderneren Werkzeugen für Beleuchtung, Geometrie und die für Subnautica typisch großen Umgebungen. Lumen ist in der UE5 für dynamische globale Beleuchtung (Global Illumination, Kürzel: GI) und Reflexionen zuständig, Nanite für sehr detailreiche Geometrie, ohne sonderlich stark bei den Polygonen oder bestimmten Modelldarstellungen händisch rumfummeln zu müssen. Für ein Spiel mit Wassertrübung, atmosphärischer Biolumineszenz sowie Innenräumen, unterschiedlicher Vegetation und großen Unterwasserarealen ist das ein naheliegender Schritt. Der Wechsel zum Epic-Fundament macht sich an sehr vielen Stellen bemerkbar: Fahrzeuge, Felsen, Pflanzen und Basisbauteile wirken hübscher und detailreicher als in den Vorgängern.
Optionen im Überblick
Unreal Engine 5 heißt nicht automatisch Hardware-Raytracing. Subnautica 2 bietet im Grafikmenü zwar eine moderne GI-Option mit dynamischen Lichtbounces, Sky Shadowing und Ambient Occlusion. Der Tooltip spricht ab höheren Stufen von mehr Rays für die Lichtberechnung, was gut zu UE5-Techniken wie Lumen passt. Einen eigenen Raytracing-Schalter für Reflexionen, Schatten oder Beleuchtung (wie etwa in The Outer Worlds 2, ebenfalls UE5) gibt es im aktuellen Build aber nicht.
Sichtbar wird die Beleuchtung vor allem beim Wechsel der Presets. Auf der niedrigsten Grafik-Voreinstellung wirkt Subnautica 2 deutlich flacher und glatter, sowie in Innenräumen minimal dunkler und unter Wasser etwas heller. Objekte und Gräser verlieren an Tiefe, indirektes Licht fällt einfacher aus und Oberflächen wirken weniger differenziert. Vorteil des Gameplay-Fokus: Unter Wasser fallen die feineren Details praktischerweise weniger hart auf als in vielen anderen Spielen, weil Trübung, Sichtverzerrung und Partikel ohnehin viel Bildinformation kaschieren.
Ab höheren Stufen gewinnt die Szene spürbar an Tiefe, frisst dafür aber auch viel GPU-Performance: Licht färbt die Umgebung glaubwürdiger ein, Kontaktbereiche wirken besser abgedunkelt und das Bild bekommt insgesamt mehr Plastizität. Der beste Kompromiss zwischen Optik und Bildrate ergibt sich zwischen den Presets "Mittel" und "Hoch". Wem selbst die mittlere Preset-Stufe zu anspruchsvoll ist, kann per Upsampling nachhelfen und die interne Auflösung reduzieren (siehe nächste Seite).

Wir sehen uns Unterwasser
Nicht Dein ernst, oder? Es gab Zeiten da haben mit 10% nicht wenige Strategen den Neukauf einer Grafikkarte gerechtfertigt.