Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

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Eine Studie der Universität von Illinois in Chicago ergab, dass die sprachlichen Leistungen eines der fortschrittlichsten KI-Programme dem geistigen Horizont eines vierjährigen Kindes entsprechen. Was der künstlichen Intelligenz nach wie vor abgeht, ist der gesunde Menschenverstand, das implizite Wissen über Zusammenhänge basierend auf einfachen Erkenntnissen.

Schon seit langer Zeit versuchen Wissenschaftler, mithilfe von Maschinen die Fähigkeiten des menschlichen Gehirns nachzubilden. Während der Computer den Homo sapiens jedoch in puncto mathematische Rechenleistung inzwischen längst überflügelt hat, sieht das Kräfteverhältnis beim Thema Sprache ganz anders aus: Hier zieht die künstliche Intelligenz (KI) nach wie vor den Kürzeren. Dies zeigte jetzt erneut ein Experiment, das an einer Hochschule in Chicago im US-Bundesstaat Illinois durchgeführt wurde. Im Rahmen der Studie ließen die Forscher ConceptNet 4, eine führende KI-Software des Massachusetts Institute of Technology (MIT), die sprachbezogenen Aufgabenteile des ursprünglich von David Wechsler entwickelten Intelligenztests für Kinder im Vorschulalter lösen. Es zeigte sich, dass ConceptNet 4 zwar recht gute Ergebnisse bei der einfachen Worterkennung und der Feststellung von Ähnlichkeiten erzielte, aber auf echte Verständnisfragen keine befriedigenden Antworten geben konnte. Nach Aussage des Teams aus Chicago entsprechen diese Leistungen etwa dem Horizont eines vierjährigen Kindes.

Der Leiter der Studie, Robert Sloan, unterstrich, dass es eines der größten Probleme bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz sei, die Software in die Lage zu versetzen, ausgehend von einfachen Beobachtungen und Fragestellungen eine fundierte und kluge Bewertung des Sachverhalts vorzunehmen. Der Mensch habe einen immensen Schatz einfachsten Wissens, mit dem die Computerprogramme erst einmal gefüttert werden müssten. Beispielsweise möge eine KI-Software zwar den Gefrierpunkt von Wasser kennen, doch der Mensch wisse implizit, dass Eis kalt sei. Der gesunde Menschenverstand sei etwas, das den Maschinen bisher nicht habe beigebracht werden können.

Quelle: Phys.org

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

        Zitat von pizzazz
        wer dem widerspricht, kennt die definition des begriffes intelligenz nicht.
        Es gibt keine eindeutige Definition von Intelligenz
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

        Zitat von pizzazz
        wer dem widerspricht, kennt die definition des begriffes intelligenz nicht.
        Es gibt keine eindeutige Definition von Intelligenz
      • Von pizzazz Software-Overclocker(in)
        AW: Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

        Zitat von Malkolm
        Nicht umsonst fördert die EU die Erforschung des Hirns von Säugetieren so stark und nachhaltig. Alleine dieses Jahr gab es zusätzlich 1Milliarde € für eine entsprechende Kolaboration.
        und welches Säugetier war hier am kooperativsten?
      • Von pizzazz Software-Overclocker(in)
        AW: Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

        da ja beim thema KI und intelligenztests in der öffentlichen diskussion und anderswo (ja, auch auf wikipedia) leider vieles wissenschaftlich nicht korrekt dargestellt wird, hier nur mal zwei FAKTEN zum nachdenken für alle, die dieses thema wirklich interessiert:

        1. ein vierjähriges kind ist durchschnittlich intelligenter als ein erwachsener. was mit "stand" gemeint ist, ist der in erfolg umsetzbare anteil bei angewandten problemlösungsprozessen.
        2. der touring test ist KEIN intelligenztest. er ist lediglich ein mimikritest.

        wer dem widerspricht, kennt die definition des begriffes intelligenz nicht.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

        Zitat von oldsql.Triso
        Skynet ich komme Nee, so abwegig finde ich das alles gar nicht. Aber war nicht mal nicht irgendeine andere AMI-UNI, die UT2k4 Bots gemacht haben, die recht gut waren, sodass nur etwas mehr 50% der Spieler die auch wirklich als Bot erkannt haben? Außerdem ist KI ja nicht gleich KI.
        das angebliche bestehen der Turing-Tests...
        Zitat von socio
        die basis für KI wäre die nachbildung der lernprozesse im menschlichen gehirn. die verarbeitung, verwaltung, das filtern, abrufen und speichern von gesammelten informationen benötigt rechenpower, die aktuelle supercomputer im grunde nur im verbund bewältigen könnten... warum tut man sowas nicht? die haben angst vor skynet
        die Lernprozesse im Gehirn sind vergleichsweise ineffizient und außerdem nur Theorien, es gibt ja noch keine wirklichen Beweise, dass die Verarbeitungsschritte tatsächlich in der Reihenfolge so auftreten...
        Zitat von ruyven_macaran
        Und bezüglich Skynet: Das britische Satellitenetzwerk gleichen Namens ist seit den 90ern aktiv und fordert das Schicksal heraus
        Oder vielleicht auch US-Robotics? Gestern auf der Autobahn hab ich außerdem einen Lastwagen der Firma I-Robot überholt
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Künstliche Intelligenz: Fortschittlichste KI nur auf dem Stand eines Vierjährigen

        Zitat von socio
        die basis für KI wäre die nachbildung der lernprozesse im menschlichen gehirn. die verarbeitung, verwaltung, das filtern, abrufen und speichern von gesammelten informationen benötigt rechenpower, die aktuelle supercomputer im grunde nur im verbund bewältigen könnten... warum tut man sowas nicht? die haben angst vor skynet

        Der Witz ist doch aber, dass wir gar keine Ahnung haben, wie sich abstrakte Lernmechanismen überhaupt jemals haben entwickeln können. Wir können also nicht ausschließen, dass sie auch im virtuellen Raum entstehen können. Rechenleistung gibt es genug, Speicherplatz sowieso und sich selbst modifizierende Programme sind zumindest bei der Schädlingentwicklung und -bekämpfung üblich.

        Und bezüglich Skynet: Das britische Satellitenetzwerk gleichen Namens ist seit den 90ern aktiv und fordert das Schicksal heraus
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