Studien zeigen: Nicht jedes Spielegenre steigert die Gehirnleistung
Videospiele können die Gehirnleistung verbessern - aber nicht jedes Genre. Studien zeigen, dass vor allem Strategie- und Actionspiele mit effizienterer Informationsverarbeitung und langsameren Alterungsprozessen im Gehirn verbunden sind.
Videospiele gelten längst nicht mehr pauschal als bloßer Zeitvertreib. Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien legt nahe, dass sie das Gehirn trainieren können - allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Entscheidend ist weniger, dass gespielt wird, sondern vielmehr, was genau gespielt wird und welche kognitiven Anforderungen ein Spiel stellt.
Aaron Seitz, Psychologieprofessor an der Northeastern University, verweist darauf, dass moderne Videospiele komplexe Fähigkeiten in dynamischen, simulierten Umgebungen trainieren. Im Unterschied zu klassischen Denkspielen, die oft stark vereinfacht sind, fordern viele Games Aufmerksamkeit, Anpassungsfähigkeit und schnelles Entscheiden gleichzeitig.
Futter fürs Gehirn: Echtzeit-Strategie und Action im Vorteil
Besonders deutlich fallen die Effekte bei Echtzeit-Strategiespielen aus. In einer 2024 veröffentlichten Studio in Neuroimage verglichen Forscher um Carlos Coronel erfahrene Starcraft-2-Spieler mit Nicht-Spielern. Die Ergebnisse zeigten eine effizientere Informationsverarbeitung und eine stärkere Vernetzung in Hirnregionen, die für visuelle Aufmerksamkeit und exekutive Funktionen zuständig sind.
Eine Folgestudie aus dem Jahr 2025 in Nature Communications ging noch weiter: Die Gehirne erfahrener Spieler wirkten im Schnitt bis zu vier Jahre jünger als ihr biologisches Alter. Selbst Einsteiger profitierten bereits. Teilnehmer, die über mehrere Wochen rund 30 Stunden Starcarft 2 spielten, zeigten messbare Effekte - stärker als Vergleichsgruppen, die das deutlich regelbasiertere Hearthstone spielten.
Aber auch Actionspiele schneiden in der Forschung auffällig gut ab. Studien bringen schnelle Shooter mit verbesserter Sehschärfe, räumlichem Denken und besserer Aufmerksamkeitskontrolle in Verbindung. In einem Experiment verbesserten sich Probanden nach 45 Stunden Actionspiel schneller in Tests zu Wahrnehmung und Arbeitsgedächtnis als Teilnehmer eines ruhigeren Simulationsspiels.
Trotz dieser Ergebnisse mahnen Forscher aber zu Vorsicht. Viele Tests basieren auf schnellen visuellen Reizen, deren Übertragbarkeit auf komplexe Alltagssituationen begrenzt ist. Seitz betont, dass es noch an belastbaren Daten fehle, um gezielt Spiele für bestimmte kognitive Ziele zu empfehlen. Doch Maß und Abwechslung seien entscheidend. Keiner der Forscher empfiehlt stundenlanges Spielen als Ersatz für Bewegung, soziale Kontakte oder Schlaf. Gaming wird nur als ein möglicher Baustein der geistigen Fitness - neben anderen Aktivitäten - angesehen.
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Quelle: Aaron Seitz auf Washington Post, via Techspot


„Spiel ist die höchste Form von Forschung“
Albert Einstein
//EDIT
habe vergessen zu erwähnen das im fernsehr natürlich leute gesprochen haben zu dem thema die keinerlei ausbildung in dem geforderten fachbereich hatten. wenn man bedenkt das dies laut gesetz unter strafe steht bedeutet das... naja ich sags mal lieber nicht, zu viel wahrheit auf einmal XD
Aber bei meinen Gehirn ist nicht mehr viel zu machen.
„Spiel ist die höchste Form von Forschung“
Albert Einstein
@PCGH: Gern mehr Studien über Spiele & Hardware.
Olaf:"NEIN, NEIN NEIN!!!! *ratttaaatataa bumm* ~switch to Kettensäge *RRRRRROOOOOOOOAR* splätta NEIN, VERDAMMT NOCHMAL!!!!"
Tja und während Olaf aufgrund seiner stetig gestiegenen kognitiven Fähigkeiten kurz vor Abschluß seines Masters in Quantenphysik steht, bin ich leider mit den Jahren immer mehr verblödet. Danke Anno.
Wenn man z.B. super intelligent durch das Zocken wurde