Netflix: Neues Werbe-Abo in den USA bislang wenig beliebt
Der Streaming-Dienst Netflix bietet seit November ein günstigeres Abo an, bei dem die Nutzer zwar Geld sparen, dafür aber auch Werbung schauen müssen. Dem Abo-Analyseunternehmen Antenna zufolge war der neue Tarif im ersten Monat nach seinem Erscheinen in den USA jedoch nicht gerade beliebt.
Lange wurde es angekündigt, seit dem 3. November ist es nun in Deutschland und den USA verfügbar: ein günstigeres Netflix-Abo, bei dem sich die Zuschauer jedoch mit Werbung begnügen müssen. Rund drei Euro beziehungsweise drei US-Dollar können die Abonnenten mit dem neuen Tarif sparen. Dafür gibt es jedoch pro Stunde vier bis fünf Minuten Werbung. In den USA soll das neue Abo im ersten Monat eher wenig erfolgreich angelaufen sein.
Werbe-Abo in den USA bislang am unbeliebtesten
Laut dem Abo-Analyseunternehmen Antenna entfielen nur rund neun Prozent der Netflix-Neuanmeldungen im November auf den günstigeren Werbe-Tarif. Davon waren etwa 57 Prozent Nutzer, die die den Dienst erneut oder zum ersten Mal in Anspruch genommen haben. Die anderen 43 Prozent waren Kunden, die von einem der teureren Tarife heruntergestuft wurden. In den USA kostet das Werbe-Abo 6,99 US-Dollar im Monat. Die teureren Tarife sind zwischen 9,99 und 19,99 US-Dollar pro Monat angesiedelt.
Nach den Schätzungen von Antenna nutzten Ende November 0,2 Prozent der Netflix-Abonnenten in den USA den werbefinanzierten Tarif. Die Gesamtzahl der neuen Kunden des Streaming-Riesen war in den USA im November niedriger, als es noch im Oktober der Fall war.
Laut Netflix seien die Zahlen des Analyseunternehmens jedoch ungenau. "Unser werbefinanziertes Angebot steht noch ganz am Anfang und wir freuen uns über den Start und das Engagement sowie den Eifer der Werbetreibenden, mit Netflix zusammenzuarbeiten", so eine Sprecherin. Wie andere Medien berichten, soll der Streaming-Dienst seinen Werbepartnern jedoch Rückerstattungen angeboten haben. Die Zahl der Nutzer, die das neue Werbe-Abo genutzt haben, sei angeblich zu niedrig gewesen.
Quelle: Wall Street Journal, Heise

Es ist natürlich klar, dass die Anbieter Geld in die Kassen spülen wollen. Am besten gelingt das noch bei Anbietern, die ein quasi Monopol haben und man dort nicht drum herum kommt. Netflix gehört meiner Meinung nach nicht dazu und macht sich zunehmend durch den fragwürdigen Umgang mit ihren Nutzern umso unbeliebter.
Aber es wird doch schon genügend so umgesetzt. Bei YouTube kommt auch am Ende des Videos, nach dem das eigentliche Video also zu Ende ist, Werbung. Oder bei Spotify nach einem Song, oder bei Artikeln im Internet unter dem Artikel, oder im Fernsehen nach der Sendung, oder in Zeitschriften oft auf der bzw. den letzten Seiten.
Dadurch bevorzuge ich diese Methode der Werbeplatzierung - man kann sie viel leichter umgehen.
Da muss Netflix noch etwas Ändern, damit der Tarif mit Werbung eine Chance auf Erfolg hat.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Nach dem Film? Was hindert die Nutzer dann daran einfach abzuschalten, oder es laufen zu lassen während diese irgendwas anderes machen, sollte es sonst beim nächsten einschalten nicht abbrechbar fortgesetzt werden?
Es ist ja auch seit einigen Jahren üblich das TVs ein einstellbaren Abschalt-Timer haben. Der TV müsste also nicht mal weiterlaufen bis man ihn selbst abschaltet, man könnte somit bspw. die Werbung durchlaufen lassen während man schon mal ins Bett geht, der TV schaltet sich danach selbst ab.
Bei meinem TV kann ich auch den Bildschirm separat abschalten, ohne das der TV aus geht - ist ideal wenn man über den TV Musik hört. Damit wäre der größte Energiefresser abgeschaltet.