Trotz guter Quartalszahlen: Netflix deutet Preiserhöhungen an

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Netflix Streaming Dienst
Quelle: PC Games Hardware

Bei Netflix müssen sich Abonnenten weiter auf Preiserhöhungen einstellen, wenn auch teils indirekt. Im Moment steht dabei vor allem der Basis-Tarif auf der Kippe. Kunden müssen dann entweder Werbung akzeptieren oder in den teureren Standard-Tarif wechseln. Aber auch weitere Preissteigerungen sind nicht ausgeschlossen.

Netflix hat bei der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen weitere Preiserhöhungen angedeutet. Die zielen zunächst primär auf den US-Markt ab, werden erfahrungsgemäß dann aber auch international umgesetzt. Manch einem mag das eine etwas zu schnell drehende Preisspirale sein, aber Netflix zieht das Selbstbewusstsein aus den letzten Daten. Entgegen den Erwartungen konnte man im vierten Quartal 13,1 Millionen Abonnenten dazugewinnen; damit liegt Netflix bei 260,28 Millionen Abonnenten weltweit. Entsprechend war auch das Ergebnis etwas über dem, was Analysten erwartet hatten. Die Börse bedankt sich mit 8 Prozent Plus.

Werbetarif scheint die Zukunft

Weitere Preissteigerungen, wenngleich teils indirekt, kommen auch. Der teils werbefinanzierte Tarif ist so beliebt, dass man an eine Streichung des Basis-Abos denkt. Insgesamt hat Netflix 23 Millionen Abonnenten im Werbe-Tarif und 40 Prozent der neuen Abos gehen auf diese Tarifstufe: 10 Prozent mehr als im Vorquartal. Netflix meldete auch einen Zuwachs der Werbetarifmitgliedschaft von etwa 70 Prozent gegenüber dem dritten Quartal, ähnlich wie im letzten Bericht. Man kann also nicht direkt sagen, Netflix zwingt ein unbeliebtes Produkt in den Markt. Für Kanada und Großbritannien ist das Ende des Basistarifs bereits im zweiten Quartal 2024 gesetzt. In den USA und Deutschland endete das Angebot bereits letztes Jahr. Die Strategie über indirekte Preiserhöhungen wurde zuletzt auch von Wettbewerber verfolgt, um den Gegenwind bei offensichtlichen Erhöhungen etwas abzuschwächen.

"Jeder Markt ist anders - es gibt keine magische MAU-Zahl", so Co-CEO Greg Peters. "Aber man kann sagen, dass es in allen Märkten, in denen wir tätig sind, viel Raum für Wachstum gibt." Eine Strategie für Abonnentenwachstum sind dabei Pakete, in denen Netflix ebenfalls angeboten wird.

"Da wir in Netflix investieren und es verbessern, werden wir unsere Mitglieder gelegentlich bitten, einen kleinen Aufpreis zu zahlen, um diese Verbesserungen zu berücksichtigen, was wiederum dazu beiträgt, das positive Schwungrad zusätzlicher Investitionen anzutreiben, um unseren Service weiter zu verbessern und auszubauen", so das Management gegenüber den Investoren.

Netflix bleibt beim Unterhaltungssport

An der Content-Strategie möchte man festhalten - auch bezüglich Sport. Netflix hatte sich in den USA die Rechte an Wrestling für 500 Millionen US-Dollar gesichert, was Begehrlichkeiten weckte, aber Co-CEO Ted Sarandos machte klar, dass man nicht in Livesport expandieren wird. "WWE ist ein großartiges Sport-Entertainment mit einer riesigen, etablierten und leidenschaftlichen Fangemeinde, und wir glauben, dass diese langfristige Partnerschaft einen großen Mehrwert für unsere Mitglieder darstellen wird", betont aber auch: "Ich würde dies nicht als ein Signal für eine andere Veränderung oder eine Änderung unserer Sportstrategie betrachten" - und WWE als "Sportunterhaltung" und nicht als Sport im herkömmlichen Sinne bezeichnen.

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    • Kommentare (35)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Krass. Ich vermute, dass die in 5 Jahren kaum noch von Bedeutung sind. Neben uns haben auch viele Bekannte Netflix gekündigt. Einfach weil das Account sharing indirekt für Preiserhöhunge gesorgt hat, aber auch durch die dazukommenden Preiserhöhungen. Hinzu kommt, dass das Film- und Serienangebot in Deutschland fast nichts zu bieten hat. Schrottige Eigenproduktionen ind Filme oder Serien aus dem Free TV bzw. Die man bei Youtube kostenlos findet.
        Und sie machen einfach weiter.
        Vielleicht ist es aber auch die Taktik jetzt noch bis zum geplanten Ende auch weiter die Preise anzuheben um Kohle zu scheffeln von den immer weniger Abonennten was durch erhöhte Preise teilweise kompensiert werden kann.
        Denn es wird vermutlich jeder aus der Branche wissen, dass durch den Zuwachs an Anbieter und der Aufsplittung der Inhalte die Relevanz der Streamingdienste nach aktuellem Geschäftsmodell zu Ende gehen. Quasi der Anfang vom Ende.
      • Von BobDobalina Software-Overclocker(in)
        Krass. Ich vermute, dass die in 5 Jahren kaum noch von Bedeutung sind. Neben uns haben auch viele Bekannte Netflix gekündigt. Einfach weil das Account sharing indirekt für Preiserhöhunge gesorgt hat, aber auch durch die dazukommenden Preiserhöhungen. Hinzu kommt, dass das Film- und Serienangebot in Deutschland fast nichts zu bieten hat. Schrottige Eigenproduktionen ind Filme oder Serien aus dem Free TV bzw. Die man bei Youtube kostenlos findet.
        Und sie machen einfach weiter.
        Vielleicht ist es aber auch die Taktik jetzt noch bis zum geplanten Ende auch weiter die Preise anzuheben um Kohle zu scheffeln von den immer weniger Abonennten was durch erhöhte Preise teilweise kompensiert werden kann.
        Denn es wird vermutlich jeder aus der Branche wissen, dass durch den Zuwachs an Anbieter und der Aufsplittung der Inhalte die Relevanz der Streamingdienste nach aktuellem Geschäftsmodell zu Ende gehen. Quasi der Anfang vom Ende.
      • Von Shalashaska83 PC-Selbstbauer(in)
        Nutze Netflix schon ewig nicht mehr, das letzte Mal hatte ich es wegen der letzten Staffel von Stranger Strings gebucht und da waren die mir schon zu teuer.
        WOW nutze ich nur, wenn ich Mal wieder eines der 5€ pro Monat, 2 Monate lang bekomme (was nach dem Beenden der Buchungszeit nach wenigen Wochen per Mail schon ankommt). Lediglich Prime buche ich öfters, da stimmt der Preis noch, kein Aufpreis für 4k oder Werbung und ich kann Versand frei Bestellen, A. Music ohne Werbung (aber auch ohne Download Möglichkeit) ist ebenfalls mit drin.
        Hauptsächlich habe ich aber noch eine große Sammlung an Filmen auf Disc (BD,DVD) die in großen Teilen mittlerweile digital auf einer Netwerkplatte (per Fritzbox) von jedem Gerät im Haus genutzt werden kann, über KODi.
        Soviel mehr brauche ich dann auch gar nicht, viele der Filme die ich schon besitze landen so oder so dauernd in den Streaming Portalen, WOW ist dahingehend etwas aktueller.
        Daneben leihe ich mir von Freunden halt mal neuen Film aus, einige von denen Sammeln noch. Manchmal vermisse ich dann doch die klassische Videothek, da nahm man 3 Filme mit und hat die auch noch genossen. Heute guckst du bei Netflix und Co. erst mal 30 Minuten oder länger die Listen durch, in der Hoffnung was zu finden, was ich noch nicht gesehen habe und ob das dann guter Content ist, denn ich dort finde, ist wieder nee ganz andere Sache
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Ich bin so froh, von dem Fäkalladen weg zu sein.
      • Von scorplord Software-Overclocker(in)
        Zitat von ElliotAlderson
        Netflix bietet dir eine Auswahl an Filmen und Serien, Amazon ebenfalls. Zusätzlich kannst du Filme und Serien bei Amazon kaufen oder mieten, die in der Auswahl nicht enthalten sind.
        Was ist wohl besser? Ne begrenzte Auswahl oder ne begrenzte Auswahl mit Kauf-/Mietoption.
        Nur das ich und sehr viele andere in meinem Bekanntenkreis mit denen ich das Thema hatte es schrecklich finden wie Amazon das ganze handhabt.
        Über kurze Google suchen steht dann nämlich immer es ist im Streaming verfügbar. Dann sucht man es am TV raus um es zu schauen und man muss es kaufen oder ein Zusatzabo abschließen weil das ein HBO Angebot ist welches über Prime mit angeboten wird.

        Das ist nicht transparent für den User und nervt einfach nur. Und diese kleine Primebadge im Cover fällt auch schnell genug unter den Tisch.
        Wenn Amazon das so anbieten möchte: Ok
        Aber dann baut auch eure Suche dahin besser aus damit ich filtern kann. Sonst ist es nicht kundenfreundlich.
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Genau! Wurde ja auch langsam mal Zeit!
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