Netflix selbstbewusst mit neuer Preiserhöhung: Basis-Abo verschwindet in Deutschland

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Netflix selbstbewusst mit neuer Preiserhöhung
Quelle: Netflix

Netflix zeigt sich mit einer weiteren Preiserhöhung selbstbewusst. Betroffen sind zunächst der Heimatmarkt sowie Großbritannien und Frankreich. In Deutschland verschwindet kommende Woche das bisherige Basis-Abo.

Netflix hat im Rahmen der Bekanntgabe seiner Quartalszahlen die nächste Preisrunde angekündigt, die insbesondere in den Märkten Vereinigte Staaten von Amerika, Großbritannien und Frankreich greift. Exemplarisch gelten in den USA nun Preise von 6,99 USD für Basic (mit Werbung), 15,49 USD für Standard und 22,99 USD für Premium. Damit erhöht sich nur das Premium-Abo von bislang 19,99 auf 22,99 USD (+15 Prozent). In Großbritannien sind es nun 4,99 GBP (mit Werbung), 7,99 GBP und 17,99 GBP; in Frankreich 8,99 Euro, 10,99 Euro und 19,99 Euro (statt 17,99 Euro). Primär trifft die direkte Preiserhöhung also jene, die ohnehin schon am meisten zahlen. Wann Netflix die anderen Abos erhöht, wollte CEO Greg Peters nicht verraten. In Deutschland streicht man dagegen das Angebot zusammen, dazu gleich mehr.

"Philosophie" der "gelegentlichen" Preiserhöhung

"Während wir Preiserhöhungen bei der Einführung von Paid Sharing [Zusatzgebühr für geteilte Accounts] größtenteils pausiert haben, bleibt unser Gesamtansatz derselbe - eine Reihe von Preisen und Plänen, um eine breite Palette von Bedürfnissen zu erfüllen, und da wir unseren Mitgliedern mehr Wert bieten, bitten wir sie gelegentlich, etwas mehr zu zahlen", so Netflix in seinem Aktionärsbrief für das dritte Quartal.

Statt also durchweg die Preise zu erhöhen, schraubt man gezielt an einzelnen Abo-Modellen. Erfahrungsgemäß kommen die Preiserhöhungen und Veränderungen zeitversetzt auch in anderen Märkten. In Kanada hatte man exemplarisch erst im Sommer erhöht und wird sich hier noch etwas Zeit lassen; in Deutschland ist die letzte Preisrunde vom Januar 2021. Aktuell gibt es für 4,99 Euro das Standard-Abo mit Werbung, das Standard-Abo ohne Werbung für 12,99 Euro und das Premium-Abo für 17,99 Euro. Das Basis-Abo für 7,99 Euro wird hierzulande (und in Spanien, Japan, Mexiko, Australien und Brasilien) ab kommender Woche nicht mehr für Neukunden oder Rückkehrer angeboten - bestehende Abonnenten sollen das Angebot weiter nutzen können. Auf der Aboseite von Netflix ist das 720p-Abo bereits nur noch mit Mühe zu finden.

Niemand hat die Absicht zu kündigen

Das Selbstbewusstsein nimmt man sich offenbar vom Erfolg der Maßnahmen gegen das Account-Sharing. Nach Netflix-Angaben hat die Zusatzgebühr das Geschäft nicht negativ beeinflusst und die Umsätze sogar steigen lassen. 100 Millionen Nutzer sollen geteilte Passwörter verwendet haben; insgesamt zählt man nun 247,15 Millionen zahlende Nutzer; knapp 9 Millionen mehr als im Vorquartal. Kalkuliert hatte man mit 6 Millionen Abonnenten mehr.

"Die Kündigungsrate ist weiterhin niedrig und übertrifft unsere Erwartungen; und die Rate an Haushalten mit Account-Sharing, die in voll zahlende Mitgliedschaften umgewandelt werden, ist weiter gut. Infolgedessen sind unsere Einnahmen in jeder Region positiv, wenn man zusätzliche ausgegliederte Konten und zusätzliche Mitglieder, Abwanderung und Änderungen in unserem Tarifmix berücksichtigt", heißt es.

Netflix mit weniger Problemen als der Wettbewerb

Das Werbe-Abo ist dabei eine wichtige Säule, denn in den Ländern, wo es angeboten wird, macht es rund 30 Prozent der Abonnenten aus und es hat mit 70 Prozent Zuwachs in drei Monaten die stärksten Wachstumsraten. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wächst Netflix und hat weniger Probleme als die Mitbewerber. 8,54 Milliarden US-Dollar Umsatz (plus 8 Prozent) und 1,68 Milliarden US-Dollar Gewinn (plus 25 Prozent) stehen zu Buche, während man 22,4 Prozent Marge macht.

Quelle: Netflix

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wuah
        Ja klar, wenn man wild mit US-Summen und Deutschen-Steuern rumrechnet, kommt bestimmt irgendwann 25-30 Euro raus.
        Ja nun, es war ja auch von Anfang an nur ein hypothetisches Szenario und als solches auch von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] so gekennzeichnet.
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wuah
        Ja klar, wenn man wild mit US-Summen und Deutschen-Steuern rumrechnet, kommt bestimmt irgendwann 25-30 Euro raus.
        Ja nun, es war ja auch von Anfang an nur ein hypothetisches Szenario und als solches auch von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] so gekennzeichnet.
      • Von wuah Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von HenneHuhn
        Mit den hypothetischen 25,80€ hätte er schon recht. 22,99$ ohne Sales Tax, beim aktuellen Umrechnungskurs von 1$ = 0,9438€ + 19% hiesige Umsatzsteuer = 25,80€

        Wenn Netflix so den Preis festlegen würde, was sie vermutlich nicht unbedingt tun.
        Ja klar, wenn man wild mit US-Summen und Deutschen-Steuern rumrechnet, kommt bestimmt irgendwann 25-30 Euro raus.
      • Von Dr1val Software-Overclocker(in)
        Zitat von DaStash
        ... --->



        Mein Humor.

        MfG
        Logischerweise war das auf visuelle Medien bezogen - also alle Abos, die Serien und Filme liefern.
      • Von HenneHuhn Lötkolbengott/-göttin
        Mit den hypothetischen 25,80€ hätte er schon recht. 22,99$ ohne Sales Tax, beim aktuellen Umrechnungskurs von 1$ = 0,9438€ + 19% hiesige Umsatzsteuer = 25,80€

        Wenn Netflix so den Preis festlegen würde, was sie vermutlich nicht unbedingt tun.
      • Von wuah Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von sethdiabolos
        ganz so falsch liege ich da garnicht.
        Mit 30€ auf jeden Fall.

        Mit max. 7.25% sales tax (zb in Kalifornien) zahlt n Ami max. 24.66 USD. Manche Staaten haben auch 0% sales tax. Sind dann max. ~23,27, noch deutlich von 25 und 30€ entfernt.
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