Prime Video: Amazon zeigt Werbung mitten in Filmen

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Prime Video: Amazon zeigt Werbung mitten in Filmen (1)
Quelle: Amazon (Screenshot: PCGH)

Ab sofort wird mitten in der Wiedergabe eines Films auf Amazon Prime Video Werbung eingeblendet. Die Nutzer reagieren verärgert über die Vorgehensweise von Amazon.

Seit Sommer 2015 zeigt Amazon vor dem Abspielen eines Films oder einer Serienfolge Werbeclips an, um sich teilweise die teuren Inhalte zu refinanzieren. Nun weitet Amazon die Werbung auf Prime Video aus, wie unsere Kollegen von Golem.de erfahren haben. So wird ab sofort auch dann eine Werbeunterbrechung angezeigt, wenn gerade eine Sendung läuft. Die Kollegen haben einen Werbeclip zu Gesicht bekommen, als sie einen Film angesehen, diesen pausiert und danach zu einem anderen Zeitpunkt die Wiedergabe fortgesetzt haben. Bevor der Film fortgeführt wird, wird ein Werbeclip angezeigt.

Werbeunterbrechungen nur bei Filmen

Die Werbung lässt sich überspringen und wird aktuell nicht auf Apple-Geräten und bei Android-TVs angezeigt. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung war unklar, ob Amazon auf diesen Geräten die Werbung mitten in Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt aktiviert oder nicht. Zunächst blendet Amazon die Werbung nur bei Filmen ein, ob das Vorgehen später noch auf Serien ausgeweitet wird, ist unklar.

Etliche Nutzer von Prime Video zeigen sich bei Twitter wenig begeistert über die Werbeunterbrechungen beim kostenpflichtigen Streaming-Dienst. Amazon verfährt nun also so ähnlich, wie es privatwirtschaftliche TV-Sender, Youtube und Co. schon länger vormachen. Um die teuren Lizenzkosten für Filme und andere Inhalte zu refinanzieren, reichen die Abo-Einnahmen wohl nicht aus, zumal ein Werbeplatz verhältnismäßig leicht verdientes Geld für Amazon ist. Der Streaming-Dienst Sky Ticket zeigt ebenfalls Werbung an. Allerdings verzichten die Konkurrenten Netflix und Disney Plus auf Werbung.

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Ebenfalls lesenswert: Amazon, Steam & Co.: Irreführende Werbung beim Kauf von digitalen Filmen, Spielen und anderen Inhalten?

Sammlung zur Werbung bei Prime Video:

  • Wie die Redaktion von Golem.de festgestellt hat, zeigt Amazon nun auch während der Wiedergabe eines Films Werbeclips.
  • Sobald der Film unterbrochen und zu einem anderen Zeitpunkt wieder fortgesetzt wird, wird zunächst Werbung angezeigt, ehe es mit dem Film weitergeht.
  • Zusätzlich gibt es beim Streaming-Dienst am Anfang einer Sendung Werbung zu sehen.

Quellen: Golem, Twitter

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das gilt aber nur für Eigenproduktionen und auch da muss noch abziehen, dass größere TV-Produktionen auch der Privaten zum Teil ebenfalls ins Ausland verkauft oder direkt in internationaler Kooperation und nicht nur für die deutschen Zuschauer produziert wurden. Der entscheidende weil publikumswirksame Teil sind aber immer noch Kinofilme, also eingekauftes Material, und dafür muss Amazon die Kosten für eine Deutschland-Lizenz allein aus den deutschen Prime-Video-Kunden refinanzieren. On-Demand-Lizenzen sind tendenziell sogar teurer als klassische Ausstrahlungen, weil sie direkt mit der BR-Vermarktung beziehungsweise zunehmend auch eigenen Streaming-Kanälen der Studios selbst konkurrieren.

        Eventuell wird man da im direkten Wettkampf künftig auch mit Eigenproduktionen versuchen, gegen Disney & Co anzustinken, Netflix tendiert ja auch in die Richtung, aber gemessen an den Einspielergebnissen eines Blockbusters, geschweige denn eines-Bockblusters-jede-Woche sind <200 Millionen Abos gar nichts.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Das gilt aber nur für Eigenproduktionen und auch da muss noch abziehen, dass größere TV-Produktionen auch der Privaten zum Teil ebenfalls ins Ausland verkauft oder direkt in internationaler Kooperation und nicht nur für die deutschen Zuschauer produziert wurden. Der entscheidende weil publikumswirksame Teil sind aber immer noch Kinofilme, also eingekauftes Material, und dafür muss Amazon die Kosten für eine Deutschland-Lizenz allein aus den deutschen Prime-Video-Kunden refinanzieren. On-Demand-Lizenzen sind tendenziell sogar teurer als klassische Ausstrahlungen, weil sie direkt mit der BR-Vermarktung beziehungsweise zunehmend auch eigenen Streaming-Kanälen der Studios selbst konkurrieren.

        Eventuell wird man da im direkten Wettkampf künftig auch mit Eigenproduktionen versuchen, gegen Disney & Co anzustinken, Netflix tendiert ja auch in die Richtung, aber gemessen an den Einspielergebnissen eines Blockbusters, geschweige denn eines-Bockblusters-jede-Woche sind <200 Millionen Abos gar nichts.
      • Von Gast1664917803
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Zeiten in denen die Streaming-Dienste gute Produktionen zu Ramschpreisen einkaufen konnten, sind lange vorbei. Heute sparen die sich gegenüber konventionellen Angeboten noch die Verbreitungsinfrastruktur, weil der Internetanschluss und extra und teilweise über staatliche Subventionen bezahlt wird, aber ansonsten haben sie die gleichen Ausgaben wie ein stink normaler Pay- oder Privat-TV-Anbieter und müssen sehen, dass sie diese Kosten (und zusätzlich einen dicken Gewinn) wieder reinbekommen. Das heißt entweder Preise auf dem Niveau von Sky und höher, Werbung auf dem Niveau von RTL und mehr oder eine Kombination aus beidem. (Höher/mehr da die Sender ihr Angebot mit reichlich Billigproduktionen und Wiederholungen strecken, was bei on demand nicht geht und entsprechend teureren Content erfordert.)
        Sky und RTL sind Zwerge im Gegensatz zu Amazon Prime Video.
        Amazon Prime Video hat 175 Millionen Streaming-Kunden verzeichnet: Quelle.
        Entsprechend rentiert sich der Einkauf einer Produktion bzw. verteilen sich die Kosten dieser auf weit mehr Zuschauer.
        Amazon kann alleine ohne Probleme große Eigenproduktionen stemmen, die RTL & Co. gar nicht zur Verfügung stehen.
        Deswegen passt die Ausgaben-Einnahmen Relation von Amazon - Sky - RTL wie Äpfel - Birnen - Orangen.
      • Von DragonX1979 Software-Overclocker(in)
        Ganz ehrlich? Das lasse ich mir 1-2 Mal gefallen dann gibt's ne E-Mail und dann Kündigung...
        Ich bezahle doch nicht 70€ im Jahr, um dann am Ende mit 20 Werbeunterbrechenungen pro Film belästigt zu werden.
      • Von Grntl
        Erschreckend wie hoch in diesem Thread die Akzeptanz dafür zu sein scheint.
        Die bekannte Hashtag Hashtag Werbung, die ich mir nach jeder Folge geben muss, lässt mich schon länger überlegen zu kündigen. Diese Meldung hat mir nun den Rest gegeben.
        Bestellt wird eh meist über 29€ und das Menü ist eine Katastrophe, also was soll's.
      • Von IICARUS
        Ist mir bekannt und die öffentlichen Rechtlichen kann ich auch ohne Smartcard empfangen.
      Direkt zum Diskussionsende
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