Netflix Preiserhöhung: Stiftung Warentest hilft bei Rückforderung

3
News Maximilian Hohm Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Netflix hat den kostenlosen Probemonat in Deutschland gestrichen. Der Streamingdienst kann hierzulande nun nicht mehr gratis ausprobiert werden.
Quelle: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0

Beinahe drei von vier Deutschen nutzen Netflix regelmäßig. Dadurch erhält das Unternehmen viele Mitgliedsbeiträge, Macht und Zugang zu mehr Medieninhalten, die es auf seiner Plattform anbieten können. Dadurch steigen wiederum die Preise, was das Unternehmen weitergibt. Nun hat das Landgericht Berlin das zumindest vorerst unterbunden. Lesen Sie im Folgenden, warum die Preiserhöhung problematisch ist und was Kunden dagegen aktuell tun können.

Große Streamingdienste haben sich auch in Deutschland mittlerweile Oligopole erarbeitet, die ihnen bei vielen Aspekten Macht geben. Auch sie müssen sich jedoch an geltendes Recht halten und haben nun im Fall von Netflix einen erheblichen Dämpfer bei der Preisgestaltung erhalten.

Nachdem Netflix im Januar in den USA und Kanada mit sofortiger Wirkung die Preise angehoben hat, bestand auch die Vermutung, dass diese Erhöhung in Deutschland zeitnah umgesetzt werden könnte. Doch nach der Klage einiger Verbraucherschützer, der das Landgericht Berlin vor Kurzem stattgegeben hat, könnte das Unternehmen das vorerst aussetzen. Das Landgericht hat Netflix dabei untersagt, die Abopreise bei laufenden Verträgen nach Gusto anzuheben. Die Regelung in den AGB sei in der aktuellen Rechtslage nicht erlaubt. Einseitige Preiserhöhungen sind dabei nicht pauschal verboten, müssen aber bei laufenden Verträgen fairen und transparenten Regeln folgen. Diese Fairness und Transparenz hat das Gericht in den Bedingungen des Unternehmens nicht gesehen und diese demnach gekippt.

Netflix hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, wodurch eine endgültige Entscheidung weiter nach hinten verschoben wird. In der Zwischenzeit können Kunden, die von der letzten ungerechtfertigten Preiserhöhung betroffen waren. mit Hilfe der Stiftung Warentest ihre zu viel gezahlten Beiträge rückerstatten lassen. Dazu stellt diese ein Musterformular bereit, mit dem die Kunden den Überschuss allerdings selbst von Netflix zurückfordern müssen. Für die endgültige Forderung müssen sie zwar auf den Ausgang des Rechtsstreits warten, doch laut der Stiftung Warentest ist es sehr wichtig, bereits jetzt eine Erstattungsforderung zu versenden.

Quelle: Winfuture

3
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Xentinel
        Zitat von Ishigaki-kun
        Dass da immer gleich die Judikative einschreiten muss. So lernt doch der Verbraucher nichts dabei. Er hat aber zu lernen. Einfach sowas nicht bezahlen und deabonnieren. Irgendwie geht's den Leuten doch zu gut, einerseits wird immer gleich gemeckert, dass man sich dies und das nicht mehr leisten könne und trotzdem wird aber dermaßen viel bestellt, abonniert und bezahlt. So wie bei den Spritpreisen. Was da wieder los ist auf den Straßen wirkt weit weg von der Existenzbedrohung durch die Spritpreise. Vorallem Samstag waren die Straßen der Stadt wieder dermaßen voll mit Spazierfahrern.
        Jup, bei mir wirds gekündigt, wenn der Preis wieder angehoben wird. Dann bin ich mit Crunchyroll für 10euro besser bedient.
      • Von Xentinel
        Zitat von Ishigaki-kun
        Dass da immer gleich die Judikative einschreiten muss. So lernt doch der Verbraucher nichts dabei. Er hat aber zu lernen. Einfach sowas nicht bezahlen und deabonnieren. Irgendwie geht's den Leuten doch zu gut, einerseits wird immer gleich gemeckert, dass man sich dies und das nicht mehr leisten könne und trotzdem wird aber dermaßen viel bestellt, abonniert und bezahlt. So wie bei den Spritpreisen. Was da wieder los ist auf den Straßen wirkt weit weg von der Existenzbedrohung durch die Spritpreise. Vorallem Samstag waren die Straßen der Stadt wieder dermaßen voll mit Spazierfahrern.
        Jup, bei mir wirds gekündigt, wenn der Preis wieder angehoben wird. Dann bin ich mit Crunchyroll für 10euro besser bedient.
      • Von Hills1975 Freizeitschrauber(in)
        Deine Aussage ist zu einfach, den es geht darum die Verbraucher vor sowas zu schützen, den wenn z.B. die Miete einer wohnung einfach so erhöht wir kannste nicht auch gleich kündigen.
      • Von Ishigaki-kun Freizeitschrauber(in)
        Dass da immer gleich die Judikative einschreiten muss. So lernt doch der Verbraucher nichts dabei. Er hat aber zu lernen. Einfach sowas nicht bezahlen und deabonnieren. Irgendwie geht's den Leuten doch zu gut, einerseits wird immer gleich gemeckert, dass man sich dies und das nicht mehr leisten könne und trotzdem wird aber dermaßen viel bestellt, abonniert und bezahlt. So wie bei den Spritpreisen. Was da wieder los ist auf den Straßen wirkt weit weg von der Existenzbedrohung durch die Spritpreise. Vorallem Samstag waren die Straßen der Stadt wieder dermaßen voll mit Spazierfahrern.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk