Netflix: Sofortige Preiserhöhung für US-Kunden - bald auch in Deutschland?

56
News Julius Kahl Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Netflix: Sofortige Preiserhöhung für US-Kunden - bald auch in Deutschland? (1)
Quelle: Netflix

Netflix hat bekanntgegeben, dass das Abonnement für Kunden in den USA und Kanada ab sofort teurer wird. Demnach würde das Basis-Abonnement ab sofort 9,99 US-Dollar kosten, während das 4K-Premium-Modell auf 19,99 US-Dollar ansteigt. Ob es auch in Deutschland in den kommenden Monaten zu einer Preiserhöhung kommt, ist noch unklar.

Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video und Netflix sind mittlerweile nicht mehr aus unserem alltäglichen wegzudenken. Mit der Zeit kamen immer mehr Services unterschiedlicher Anbieter dazu, was sich am Ende des Tages bei den Usern natürlich auch auf dem Konto bemerkbar macht. So kämpfen neben den bereits genannten Anbietern hierzulande auch Disney+, Sky oder Joyn um die Gunst der Zuschauer. Nun hat Netflix angekündigt, was den Nutzern wohl eher weniger gefallen wird.

Netflix: Deutliche Preiserhöhungen in den USA und Kanada

Kunden in den USA und in Kanada müssen ab sofort mehr für ihr Abonnement bezahlen. Das Basis-Abo kostet nun 9,99 US-Dollar (vorher: 8,99 US-Dollar), das Standard-Abonnement kommt auf 15,49 US-Dollar (vorher: 13,99 US-Dollar) und das 4K-Premium-Modell kostet jetzt 19,99 US-Dollar (vorher: 17,99 US-Dollar). Damit bleibt Netflix in den USA und in Kanada mit dem teuersten Modell noch unter der psychologisch wichtigen 20 US-Dollar Marke. Jedoch ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Grenze überschritten wird.

Netflix hatte zuletzt im Herbst 2020 in den USA und in Kanada die Preise erhöht. Als Grund nennt der Streaming-Dienst, dass man auch in Zukunft hochwertige Inhalte bieten möchte. Unklar ist noch, ob eine Preiserhöhung auch für den europäischen Raum in diesem Jahr kommt. Hier fand die letzte Korrektur nach oben 2019 statt. Denkbar ist auf jeden Fall, dass die US-Dollar-Preise einfach in Euro-Preise übernommen werden. Wir halten Sie stets über Preiserhöhungen auf dem Laufenden.

Quelle: The Verge

56
    • Kommentare (56)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Citizenpete Freizeitschrauber(in)
        Im November letzten Jahres habe ich mich von meinen Netflix-Aktien getrennt. Vom Netflix-Abo selbst schon irgendwann 2016. Die buttern eine Kohle in neue Serien und Filme, die sich kaum rechnet. Hätte Netflix 2021 Squid Game nicht gehabt, wären die Aktien nicht nur um gut 25, sondern eher um 35 Prozent gefallen.
        Squid Game kostete irgendwas um die 20 Millionen Dollar für eine komplette Staffel und generierte knapp 1.7 Milliarden geschaute Stunden im ersten Monat. Ein Witcher, der mit Nachdrehs sogar 120 Million gekostet haben soll und damit eine der teuersten Netflix-Produktion sein dürfte, kam in S1 gerade mal auf 541 Millionen und in S2 schon auf 15 Prozent weniger geschaute Stunden. The Witcher war dazu nur ein Strohfeuer, welches nach einem Monat auch schon wieder zu Ende war. Der Squid Game Hype lief über Monate.
        Dazu sei noch angemerkt, dass die Maßeinheit mit geschauten Stunden eigentlich wertlos ist.

        Neben den viel zu teuren Produktionen, welche aus unbegreiflichen Gründen (Sicht eines Shareholders) teilweise in die Hände unerfahrenen und inkompetenten Produzenten, Drehbuchautoren etc. gelegt werden, sind die günstigeren Produktionen unterm Strich erfolgreicher. In meinem letzten Stockholder Meeting war das Thema. Um sich die teuren Steckenpferde der politischen Korrektheit (inclusion, diversity, equality, racial equality uvm. sind Schlagwörter, die ständig bei solchen Veranstaltungen verwendent werden) weiter leisten zu können, müssen die Gebühren saftig angehoben werden. Das ist nun passiert und es bleibt spannend zu beobachten, wie die Kunden darauf reagieren. Irgendwann ist bei einem signifikanten Teil die Grenze erreicht, bei der man viel Geld für einen Haufen Kompromisse und bestenfalls Mittelmäßigkeit ausgeben möchte.
      • Von Citizenpete Freizeitschrauber(in)
        Im November letzten Jahres habe ich mich von meinen Netflix-Aktien getrennt. Vom Netflix-Abo selbst schon irgendwann 2016. Die buttern eine Kohle in neue Serien und Filme, die sich kaum rechnet. Hätte Netflix 2021 Squid Game nicht gehabt, wären die Aktien nicht nur um gut 25, sondern eher um 35 Prozent gefallen.
        Squid Game kostete irgendwas um die 20 Millionen Dollar für eine komplette Staffel und generierte knapp 1.7 Milliarden geschaute Stunden im ersten Monat. Ein Witcher, der mit Nachdrehs sogar 120 Million gekostet haben soll und damit eine der teuersten Netflix-Produktion sein dürfte, kam in S1 gerade mal auf 541 Millionen und in S2 schon auf 15 Prozent weniger geschaute Stunden. The Witcher war dazu nur ein Strohfeuer, welches nach einem Monat auch schon wieder zu Ende war. Der Squid Game Hype lief über Monate.
        Dazu sei noch angemerkt, dass die Maßeinheit mit geschauten Stunden eigentlich wertlos ist.

        Neben den viel zu teuren Produktionen, welche aus unbegreiflichen Gründen (Sicht eines Shareholders) teilweise in die Hände unerfahrenen und inkompetenten Produzenten, Drehbuchautoren etc. gelegt werden, sind die günstigeren Produktionen unterm Strich erfolgreicher. In meinem letzten Stockholder Meeting war das Thema. Um sich die teuren Steckenpferde der politischen Korrektheit (inclusion, diversity, equality, racial equality uvm. sind Schlagwörter, die ständig bei solchen Veranstaltungen verwendent werden) weiter leisten zu können, müssen die Gebühren saftig angehoben werden. Das ist nun passiert und es bleibt spannend zu beobachten, wie die Kunden darauf reagieren. Irgendwann ist bei einem signifikanten Teil die Grenze erreicht, bei der man viel Geld für einen Haufen Kompromisse und bestenfalls Mittelmäßigkeit ausgeben möchte.
      • Von VeriteGolem BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von sethdiabolos
        ich finde es lustig, wie jeder mindestens einmal zum Jahr zum Chef geht und eine Gehaltserhöhung erfragt, eine Preiserhöhung bei einem Streaminganbieter aber scheinbar nicht klar geht.
        Ja ich werde für meinen Chef ja auch wertvoller in der Regel.

        Netflix hingegen ist mittlerweile das KiK Hollywoods. Ein Reboot nachm anderen, son Dreck wie Bel Air oder Fuller House, weil offensichtlich nix anderes mehr einfällt und letztes Jahr gabs einen gut rezensierten Film auf NF. Sonst nur Müll. Serien werden gegatet wie im Fernsehen.

        Und dafür ständig die Preise anzuheben. Ist frech.
      • Von KaneTM Software-Overclocker(in)
        Zitat von WarBeastGT
        Hier scheinen einige ihr morales Ego aufpolieren zu wollen. Es ist nicht nur eine AGB/Vertragsverletzung, sondern eine Urheberrechtsverletzung. Es ist Piraterie. Da gibt es nichts schönzureden, wer sich keinen eigenen Zugang leisten kann/will soll halt verzichten oder wenigstens ehrlich sein, dass man Pirat ist.
        Dein Ernst? Nur zur Sicherheit: Ich versuche nur die rechtliche Realität einzuordnen; nach bestem Wissen und Gewissen stehen die Chancen meiner persönlichen Meinung nach sehr gut, dass es beim Account-Sharing nach aktueller Rechtslage zu keinen strafrechtlichen Konsequenzen kommt. Lies da bitte nicht rein, dass ich das befürworte oder verurteile. Und "Piraterie" passiert beim nutzen fremder (und freiwillig überlassener) Passwörter aus der Perspektive, dass keine Kopie von irgendetwas erstellt wird, allerdings erst recht nicht. Das hier wäre dann eher so etwas wie "Schwarzsehen" wie zu der Zeit, als Kabel-TV auf kam, und man heimlich Antennenkabel an die verplombten Kästen im Keller angeschlossen hat. Allerdings mit dem Unterschied, dass man damals tatsächlich dafür einen Schaden (Plombe) verursachen musste.
      • Von Atma Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Zuriko
        Spotify bietet ja auch etwas was man bei Filmen/Serien nicht auf die Reihe bringt. Ein Anbieter der (fast) alles hat was man hören will. Wäre Musik genau so fragmentiert wie wie Film/Serien Landschaft, würde man sich wohl auch nur den Dienst gönnen der am meisten des eigenen Geschmackes anbietet.
        Die Musikindustrie hat es verstanden, Hollywood hingegen nicht annähernd. Aber wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall. Wenn die Zahlen der Raubkopien wieder steigen sind natürlich immer die anderen schuld und nicht Hollywood.
      • Von Gast1664917803
        Zitat von sethdiabolos
        ich finde es lustig, wie jeder mindestens einmal zum Jahr zum Chef geht und eine Gehaltserhöhung erfragt, eine Preiserhöhung bei einem Streaminganbieter aber scheinbar nicht klar geht.
        Wenn sich der Arbeitnehmer anstatt zum Chef zu gehen, einfach die Erhöhung selbst genehmigt (unsere Politiker z.B.) und sie auch bezieht, dann würde dieser hanebüchene Vergleich zumindest nur noch auf einem Bein hinken, anstatt sich durch den Schlamm der Platitüden auf allen Vieren zu ziehen.
        Natürlich auch noch außen vor gelassen, daß dieser Arbeitnehmer einer von einem halben Dutzend ist die überhaupt verfügbar sind....
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk