Netflix-Update mit neuer Oberfläche
Netflix hat in den letzten Tagen eine neue Oberfläche ausgeliefert. Vor allem bei Android-Geräten mit Fernbedienung kann man das Konzept begutachten.
Manch einer wird es bereits entdeckt haben, dass Netflix die Startseite für Apps auf einigen Geräten überarbeitet hat. Primär zu finden ist das neue Design auf Android-Systemen, die sich mit Fernbedienung steuern lassen. Fire TV, Chrome Cast mit Google TV und erste Smart-Fernseher. Das Update im Design kommt allerdings nicht über die App, sondern wird von Netflix über den Server ausgespielt. Am Client ändert sich also nichts.
Schon beim Log-in fällt die Änderung auf: War man vorher von einem schwarzen Bildschirm begrüßt worden, ist es nun ein aktueller Inhalt aus dem Netflix-Universum, der auf dem Log-in-Screen beworben wird. Hat man es hinter die Anmeldeseite geschafft, rotiert jetzt vorgestellter Inhalt im flotten Wechsel. Aktuell sind das primär Netflix Originals; den Trend, dass man eigene Inhalte besonders prominent darstellt, gibt es ja schon länger.
Netflix will und muss weg von der Abhängigkeit eingekauften Inhalts von den Hollywood-Studios, da die vor allem auf dem Heimatmarkt mittlerweile ihr eigenes Süppchen kochen. Und da international in lohnenswerte Märkte expandiert wird, Paramount Plus etwa startet am 8. Dezember in Deutschland, wird die Luft für Inhalte Dritter stets dünner.
Im unteren Bereich der Oberfläche bleiben die Änderungen überschaubar. Primär wurde an den Rubriken gedreht. Die Einstellungen sind nun etwa in der Hilfe verschwunden. Da gab es für gewöhnlich zwar meist nicht viel zu entdecken, doch die Entscheidung wird manch einer noch auf der Suche verfluchen. Apropos verfluchen: Das gilt auch weiter für die Merkliste. Da hätte man die Chance gehabt, dem Nutzer mehr Kontrolle zu geben und sich dagegen entschieden.
Offiziell wurde die Änderung nicht kommuniziert und sie betrifft im Moment auch nicht Smartphones und Tablets. Wer sich etwa auf iOS bei Netflix anmeldet, findet da bislang alles im bekannten Zustand. Ob sich das ändern soll, ist unklar. Netflix hatte dieses Jahr ohnehin einige Änderungen forciert, darunter auch bei den Abos. Da gibt es inzwischen ein (teil-)werbefinanziertes Modell und man hat sich entschieden, geteilte Konten höher zu bepreisen.