Netflix: Basis-Abo ohne Werbung ist für Neukunden versteckt worden

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Das charakteristische N des Netflix-Logos übergroß nachgebaut.
Quelle: Netflix

Netflix versteckt das werbefreie Basis-Abo vor Neukunden und möchte lieber die Werbeversion verkaufen. Der Grund dafür ist, dass das Unternehmen zu viel Werbung verkauft hat und zu wenige Menschen das Modell nutzen. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Die Streaming-Anbieter sind mittlerweile zahlreich und darin liegt auch ein Teil ihres Problems. Eine Exklusivserie bei Anbieter A, eine andere bei Anbieter B und die Kunden müssten alle Abonnements bezahlen, sodass sich viele Nutzer Accounts lieber teilen bzw. illegale Quellen für ihre Unterhaltung nutzen. Netflix ist dagegen mit dem günstigen Werbe-Abo und der Gebühr für geteilte Accounts vorgegangen. Nun hat der Anbieter einen neuen Vorstoß für sein Werbe-Abo unternommen und möchte es weiter fördern.

Netflix Aboauswahl Quelle: Netflix Netflix Aboauswahl Anstatt gleich alle vier Abo-Typen für Neukunden anzuzeigen, werden nur drei gelistet. Neben dem Basis-Abo mit Werbung für 4,99 Euro werden das Standard-Abo für 12,99 Euro und das Premium-Abo für 17,99 Euro angezeigt. Die normale Basis-Option für 7,99 Euro, die ohne Werbung auskommt, aber ebenfalls lediglich mit guter Videoqualität in 720p wirbt, ist einen weiteren Mausklick entfernt und soll entsprechend wohl lieber durch das Werbe-Abo substituiert werden. Der Grund dafür scheint relativ einfach zu sein.

Netflix hat wohl sehr viel Werbung verkauft, kann diese aber nicht anzeigen, da nur wenige Nutzer auf das Werbe-Abo setzen bzw. damit sehr wenig ansehen, sodass man die Werbung nicht spielen kann. Daher bietet Netflix den Werbekunden an, für nicht gespielte Werbung Geld zurückerstattet zu bekommen, was diese auch annehmen. Teils sollen dabei nur 80 Prozent des vereinbarten Werbevolumens abgespielt worden sein.

Das Werbe-Abo bietet pro Stunde vier bis fünf Minuten Werbung mit Einzelspots zwischen 15 und 30 Sekunden, was viele Kunden verärgert. Dazu kommt die fehlende Offline-Nutzung und, dass das Werbe-Abo nicht auf dem Apple TV, der PS3 oder dem Chromecast genutzt werden kann. Netflix gibt diese Informationen auch nicht preis, wenn Kunden diese Geräte als Nutzungszweck angeben. Dazu kommt, dass einige Serien und Filme im Werbe-Abo fehlen und die Auflösung unzeitgemäß ist.

Quelle: Golem

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Simonsworld Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wie hat mal jemand treffen gesagt: Leute laden nicht unbedingt Sachen illegal herunter, weil es kostenlos ist, sondern weil es bequemer ist. Wenn die Anbieter, wie Netflix in diesem Fall, ihre Kundschaft verärgern, werden diese sich zeitnah nach Alternativen umsehen.
      • Von Simonsworld Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Wie hat mal jemand treffen gesagt: Leute laden nicht unbedingt Sachen illegal herunter, weil es kostenlos ist, sondern weil es bequemer ist. Wenn die Anbieter, wie Netflix in diesem Fall, ihre Kundschaft verärgern, werden diese sich zeitnah nach Alternativen umsehen.
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Zitat von sfc
        Leider produzieren die Streaming-Anbieter inzwischen auch reichlich Blödsinn auf dem Niveau von Assi-Fernsehen.
        Das was uns hier über den Tag zugemutet wird schaffen die selbst wenn sie sich Mühe geben nicht zu unterbieten. Wer sich sowas auf Dauer ungefiltert gibt muss potenziell als suiziedgefärdet eingestuft werden. Ich bekomme nur beim TV Programm lesen davon schon entsprechende Tendenzen.
      • Von Derjeniche Software-Overclocker(in)
        Zitat von sfc
        Als die Streaming-Anbieter hier 2014 starteten, war das eine Riesenoffenbarung. Die Qualität der Inhalte war enorm, endlich brauchte man Inhalte nicht mehr auf Datenträger besorgen oder zerstückelt im Free-TV Jahre später gucken. Leider produzieren die Streaming-Anbieter inzwischen auch reichlich Blödsinn auf dem Niveau von Assi-Fernsehen. Vor allem große Franchises scheint man eins nach dem anderen gegen die Wand fahren zu wollen.
        Problem ist auch die jetzt wiedereintretende massive Fragmentierung, weil jeder Publisher/Produzent Geld gerochen hat und seinen eigenen Abodienst rausbringt und dafür seine Produktionen von den etablierten Streamingplatformen abzieht um "Exclusives" zu haben.

        Die Leute sehen es natürlich nicht ein für drölf verschiedene Dienste Abos zu bezahlen und dann wundern sich Netflix und Konsorten, dass ihnen erst das Wachstum ein- und dann wegbricht und sie dann sogar noch Kunden verlieren werden.

        Die Kunden selber müssen dann entweder monatlich wechseln zu dem Anbieter, der gerade hat was sie interessiert und das ist natürlich nervig, oder halt die Serien kaufen (Jahr 2000 lässt grüßen) bzw. den Piratenhut entstauben.

        So oder so hoffe ich einfach mal, dass schnell viele dieser Streaminganbieter pleite gehen und ein paar wenige produzentenneutrale Anbieter bestehen bleiben. Mal gucken was passiert ¯\_(ツ)_/¯
      • Von Gast1762557003
        Zitat von SilentHunter
        Dazu kommt das die Auflösung unzeitgemäß ist.
        Das ist das schlimmste an allen. Sound kann ich ja noch verkraften da die breite Masse wahrscheinlich auch nur Stereo nutzt. Aber UHD TVs hat doch nun fast jeder.

        Hatte mal ein Apple TV Abo (3 Monate Kostenlos) und die geben sich da etwas mehr Mühe. Wieso wird nicht höhere Bandbreite angeboten? Einfach 100Mbit + anbieten für Leute die es nutzen können.

        NF brauch ich nicht. Hab den Hype nie verstanden und das meiste ist deutlich LowBudget. Da meine ich nichtmal den Inhalt. Obwohl mir fällt ein das ich BlackMirrow gern geschaut habe. Das war mal was gescheites.
      • Von sfc BIOS-Overclocker(in)
        Netflix (oder eher die Aktionäre?) will partout nicht einsehen, dass die Coronapandemie eine Ausnahmesituation war und die Zahl der Abonnenten nach Ende der Lockdownpolitik zwangsläufig sinken MUSSTE. Das erleben gerade auch andere Profiteure der Lockdownpolitik, etwa Amazon, wo der Aktienwert sogar im Billionenbereich einbrach und es auf einmal heißt: Oh Schreck, Amazon schmiert ab. Solche Interpretationen sind natürlich völliger Unsinn. Es passiert einfach nur, was passieren musste. Nun möglichst viel, möglichst billigen Content rauszuhauen wird ebenso wenig nützen wie Werbeabos. Als die Streaming-Anbieter hier 2014 starteten, war das eine Riesenoffenbarung. Die Qualität der Inhalte war enorm, endlich brauchte man Inhalte nicht mehr auf Datenträger besorgen oder zerstückelt im Free-TV Jahre später gucken. Leider produzieren die Streaming-Anbieter inzwischen auch reichlich Blödsinn auf dem Niveau von Assi-Fernsehen. Vor allem große Franchises scheint man eins nach dem anderen gegen die Wand fahren zu wollen.
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