Streaming: Lineares Fernsehen in Deutschland weiterhin stark
Auch in diesem Jahr schauen die Deutschen noch überwiegend lineares Fernsehen. Dies ergibt sich aus der neuesten Studie des Deloitte Media Consumer Survey.
Das Unternehmen Deloitte hat die 16. Ausgabe seiner Media Consumer Survey veröffentlicht, die die deutsche Konsumentenperspektive auf TV- und Videodienste untersucht. Laut der Umfrage bleibt auch 2024 das lineare Fernsehen in Deutschland weiterhin relevant. So sollen acht von zehn Deutschen noch immer überwiegend lineares Fernsehen schauen.
Umfrage beobachtet "Abo-Hopping"
"Das klassische Fernsehen bleibt relevant und spielt seine Stärken gegenüber den Streaming-Diensten konsequent aus", so Sophie Pastowski, Medienexpertin und Director bei Deloitte. "Das Publikum schätzt besonders den Live-Charakter und dass man es einfach nebenbei laufen lassen kann, ohne sich Gedanken über den nächsten Programmpunkt machen zu müssen."
2024 würden weiterhin 81 Prozent der Deutschen mehr als die Hälfte ihrer Sehdauer mit linearem Fernsehen verbringen. Vor drei Jahren lag dieser Anteil noch bei 83 Prozent. Gleichzeitig soll die Konsumentenperspektive erste Anzeichen einer Sättigung auf dem Video-on-Demand-Markt aufzeigen. So sollen 64 Prozent der Befragten mindestens ein kostenpflichtiges Abo haben, ebenso viele wie im Vorjahr.
Auch sei ein sogenanntes "Abo-Hopping" zu beobachten. Dabei werden Abonnements nur temporär abgeschlossen, etwa für eine bestimmte Serie. Nachdem diese geschaut wurde, wird das Abo wieder gekündigt. Bei der Umfrage gab jeder Zehnte an, im vergangenen Jahr sowohl ein Abo abgeschlossen als auch eines gekündigt zu haben. "Das enorme Wachstum, das die Video-on-Demand-Dienste in der Corona-Zeit erlebt haben, ist mittlerweile abgeebbt", so Sophie Pastowski. "Doch auch wenn in den Nutzerzahlen ein Plateau erreicht ist, schwächt das Interesse an den Inhalten keineswegs ab: Fast jeder Zweite streamt mehr als noch vor zwölf Monaten. Der Wettbewerb um die Bildschirmzeit und Budgets des TV- und Videopublikums wird in Zukunft noch intensiver werden."
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Die Stichworte sind hier "nebenbei schauen" und "berieseln lassen".
Für die meisten ist TV absolute Nebensache kurz vor dem zu Bett gehen, außer vielleicht Nachrichten, Dokus, oder (Talk-)Shows, für die die meisten neben den GEZ-Gebühren nicht auch noch zusätzlich Geld ausgeben wollen/können.
Das dabei mehrmals Werbung geschaltet wird, ist auch völlig schnuppe, denn dann wird die Gelegenheit genutzt, etwas anderes zu machen, oder einfach weiter zu zappen.
Und damit meine ich nicht Tatort oder Mutantenstadl. ^^
Sendungen wie Monitor, Dokus über Obdachlosigkeit, Armut, überlastete Tafeln, findet man bei RTL und Co. nicht oft, sondern nur im öffentlich rechtlichen TV, zum Glück.
Wenn das weg wäre, würden wir alle viel verlieren.
Und das gibt es auch ohne Werbung, per Stream, Dokus auch oft komplett bei YouTube.
Na kein Wunder bei den überteuerten Streamingabos und dann teils noch mit Werbung...
Man sollte in der Darstellung mal die Demographie von Deutschland in Betracht ziehen, Deutschland besteht quasi nur noch aus alten Säcken, für die wird Bergdoktor und co. gemacht.
Die bildungsferneren Schichten geben sich den Durchfall der privaten Sender.
Die klitzekleine Lücke von Menschen mit Anspruch ist nicht lukrativ.
Der Altersdurchschnitt in Deutschland liegt bei 48 Jahren.
Und Streamingangebote richten sich eher an jüngere User.
Ich selbst bin 52 Jahre alt, und sehe seit mindestens 20 Jahren kein lineares TV mehr.
In einigen Minuten bin ich in der Wohnung, lege mir ein Schneidebrett auf den Schoß, mache Kräuterquark, und sehe dabei irgendeinen Stream, ARD Mediathek oder einen Anime, vermutlich Bleach.