Streaming-Dienste in der Krise: Netflix, Disney und Co. am Ende eines miesen Jahres
Die großen Unternehmen der Filmbranche haben ein schlechtes Jahr hinter sich: Beispielsweise Disney, Netflix und Paramount haben deutlich an Wert verloren. Verantwortlich sind angeblich Probleme beim Streaming, im Werbemarkt sowie an der Kinokasse.
Der Aufstieg von Streaming-Diensten wie insbesondere Netflix hat die Filmindustrie zweifellos geprägt. Die anfängliche Euphorie ist inzwischen aber sowohl bei den Kunden als auch bei den Unternehmen verflogen. Die zunehmende Aufteilung des Markts in mehrere Streaming-Angebote sorgt für eine stärkere Konkurrenzsituation. Gleichzeitig sind die Kunden offenbar nicht bereit, die neuen Abonnements zusätzlich zu bezahlen.
Filmindustrie in der Krise
Unter anderem deshalb lief es laut einer Analyse von CNCB für die großen Medienunternehmen zuletzt alles andere als gut. Das lässt sich insbesondere auch an den jeweiligen Aktienkursen erkennen: Warner Bros hat im Jahresverlauf 60 Prozent Wert eingebüßt, und Disney 45 Prozent. Netflix und Paramount ordnen sich hier mit einem Verlust von 54 Prozent beziehungsweise 49 Prozent in der Mitte ein. Gewinner gibt es unter den großen Unternehmen damit nicht, die Industrie scheint in der Krise zu stecken.
Die Ursachen für die Wertverluste sind dabei unterschiedlich. Laut CNCB sorgte bei Netflix beispielsweise die Meldung für einen Schock, dass das Unternehmen im ersten Quartal erstmals seit zehn Jahren Abonnenten verloren hat. Mit einem Werbe-Abonnement soll hier gegengesteuert werden. Es bleibt abzuwarten, ob und wie gut das funktionieren wird. Denn gleichzeitig gibt es von der Werbeindustrie inzwischen weniger Geld, was offenbar insbesondere Paramount stark trifft.
Abseits des Streamings steckt laut dem Bericht zudem auch das klassische Kabelfernsehen in der Krise, bei dem die Kunden seit Beginn der Pandemie offenbar schneller abwandern als erwartet. Seitdem läuft es zudem auch für den klassischen Kinomarkt schlecht, was insbesondere Disney betrifft. Hier konnte zuletzt auch Avatar: The Way of Water nicht überzeugen. Der Film hat zwar inzwischen mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar eingespielt, die Investoren haben aber offenbar mehr erwartet.
Ebenso spannend: Netflix: Basis-Abo ohne Werbung ist für Neukunden versteckt worden
Was die Zukunft betrifft, so sollen im Streaming-Markt angeblich insbesondere Werbe- und Kombi-Abonnements wichtiger werden. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, inwiefern die zunehmende Fragmentierung in kleinere Streaming-Angebote weiter gehen kann. Irgendwann dürfte der Markt überspannt sein, worauf Übernahmen und Fusionen folgen dürften. Ob es dadurch wieder so kundenfreundlich werden wird wie früher, wo nur sehr wenige Streaming-Dienste mit vergleichsweise großem Angebot zur Verfügung standen, ist allerdings fraglich.
Quelle: CNBC

Ja es gibt manchmal noch gute Produkte, aber für ein dauerhaftes Abo müssen die dauerhaft kommen. Alle 2-3 Monate reicht nicht. Und dieses wie im Fernsehen weekly releasen sorgt auch eher dafür das die Leute abwarten und dann abonnieren um zu bingen, statt wie geplant mehrere Monate zu subscriben und es zu vergessen. Der Fitnessstudio Effekt wirkte nicht, sie haben sich verkalkuliert.
Jetzt wäre es sinnvoll wenn sich Streaminganbieter zusammentun, denn die Zerfaserung sorgt auch für Abwanderung. Sky hatte da mal was gestartet, aber die sind seit Jahrzehnten zu blöd ihr Momentum zu nutzen.
Das man stetig die Leistung reduziert und die Kosten erhöht, den Kunden gängelt, das ist so richtig billiges Manager 1x1 bevor man den Posten räumt.
War ganz nett, habe ein paar Filme und Serien geguckt, die mich interessierten, und lasse das ganze jetzt in ein paar Tagen auslaufen. Für rund 10 Euro habe ich einen guten Gegenwert erhalten, aber ich werde sicherlich nicht das ganze Jahr über für solchen Kram zahlen. Da kaufe ich mir lieber ab und zu 'n spiel bei Steam oder GOG und habe damit abends meinen Spaß. Abos überzeugen mich nicht - weder bei Sitzheizungen, CPUs noch Unterhaltungsmedien. Ich möchte etwas, nach dem ich Geld dafür gezahlt habe, auch besitzen (und ggf. später problemlos weiter verkaufen) können. Mal sehen - vielleicht hol’ ich mir zwischen den Jahren 2023 / 24 wieder irgendein Streaming Abo - aber mehr dann auch nicht.
MFG
TJW65
Hätte das nicht funktioniert und die Option "Bankeinzug" wäre nicht akzepiert worden, hätte ich auf Netfix verzichtet.
Aber wie oben schon geschrieben, werde ich Netflix jetzt auch nur 4 Wochen nutzen, da kaum noch qualitativ hochwertiger Kontent...
Wird aber nach 4 Wochen wieder gekündigt, da für mich zu wenig gutes/qualitatives Angebot.
Bei besseren Serien hätte ich Netflix auch gerne (einige Zeit) behalten
Eventuell muss ich auch einen neuen Account anlegen, aber das ist mir zu blöd.