Netflix Account-Sharing, Amazon Prime, Xbox 360: Die Woche der U-Turns?

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Nicht nur Netflix ist mit seinen Plänen zum Account-Sharing zurückgerudert - auch Amazon Prime und Microsoft haben in der vergangenen Woche Pläne zurückgezogen.
Quelle: Netflix

Gleich drei Tech-Giganten haben eine getätigte Ankündigung wieder zurückgezogen: Sowohl Netflix beim Account-Sharing als auch Amazon Prime sowie Microsoft vollführten eine Rolle rückwärts bei für Kunden unangenehme Entscheidungen.

Innerhalb weniger Tage haben in Netflix, Amazon und Microsoft gleich drei große Tech-Unternehmen Änderungen angekündigt, die zumindest von Kundenseite aus vielerorts kritisiert wurde - und innerhalb kürzester Zeit von den jeweiligen Firmen wieder zurückgenommen wurden. Der Streaming-Dienst Netflix etwa sorgte mit dem schon länger geplanten Vorhaben, das Konto-Sharing eindämmen und Zusatzgebühren dafür erheben zu wollen, für Unmut. Nur wenig später erfolgte der Rückzug - eine Ankündigung dazu oder gar eine Begründung, warum Netflix nun doch (vorerst) keine Gebühren für das Teilen von Accounts verlangt, steht weiterhin aus. Stattdessen wurden die neu aufgestellten Regeln zum Konto-Sharing wortlos entfernt.

Etwas kommunikativer zeigte sich Amazon, welches ebenfalls eine bei Kunden unbeliebte Anpassung vornehmen wollte. So sollte der Mindestbestellwert für versandkostenfreie Lieferungen ohne gültiges Prime-Abo auf 39 Euro angehoben werden. Der Rückzug erfolgte noch am selben Tag: In einer Stellungnahme räumte Amazon ein, dass es sich bei der Änderung um einen "ungewollten Fehler" gehandelt habe und der auf der Amazon-Hilfeseite angegebene Mindestbestellwert von 29 Euro weiterhin gelte. Im Gegensatz zu Netflix hat das Online-Versandhaus zumindest keine Pläne öffentlich gemacht, dass sich hieran künftig was ändern soll - andererseits kam auch die ursprüngliche Änderung mehr oder weniger aus dem Nichts.

Der Xbox-360-Marktplatz ist zwar ein wenig in die Jahre gekommen - ein Eintrag auf der zugehörigen Microsoft-Support-Seite, der das Ende des Stores für Mai 2023 ankündigte, wurde allerdings nicht weniger mit Missbilligung gestraft. Auch hier soll es sich um ein versehentliches Posting handeln, wie eine Microsoft-Sprecherin gegenüber dem Portal The Verge bestätigt: Der Marktplatz für die Xbox 360 soll definitiv "nicht im Mai" geschlossen werden. Unabhängig davon werden am 7. Februar einige Spiele vom Xbox-360-Store entfernt, darunter beide Left-4-Dead-Teile oder Half-Life: The Orange Box, wie das Unternehmen in einer zugehörigen Liste aufzeigt.

Für alle drei Vorhaben lassen sich nun unterschiedliche Zukunftsszenarien aufzeichnen: Dass Netflix weiter gegen das Konto-Sharing vorgehen will und über neue Maßnahmen nachdenkt, gilt als ebenso sicher wie das künftige Ende des Xbox-360-Marktplatzes. Bei Amazon hingegen könnte es sich tatsächlich um ein Versehen gehandelt haben, sodass Kunden keine unliebsamen Anpassungen zu befürchten haben.

Wenn man allerdings zynischeren Kommentaren im Netz Glauben schenken mag, war die plötzliche Änderung und Rolle rückwärts Teil einer gezielten Strategie von Amazon, um aufkommende Kritik abzudämpfen, wenn der neue Mindestbestellwert tatsächlich final erhöht wird. Ein ähnlicher Vorgang war schließlich an gänzlich anderer Stelle zu beobachten: Nachdem Elon Musk kurz nach der Übernahme von Twitter (wie immer) öffentlich eine monatliche Gebühr von 20 Euro für verifizierte Twitter-Konten ins Spiel brachte, startete die Monetarisierung des blauen Hakens schlussendlich für 7,99 Euro. Ganz gleich, wie die Zukunft in den drei Themen aussieht: Mit Ruhm bekleckert hat sich angesichts des Zickzack-Kurses keines der Unternehmen.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Titanultra Software-Overclocker(in)
        Da wird dem massen Missbrauch, die Türe aber weit aufgerissen. Wenn alles den Bach runter geht und wir wieder A-Team schauen müssen, bitte nicht wundern.
      • Von Titanultra Software-Overclocker(in)
        Da wird dem massen Missbrauch, die Türe aber weit aufgerissen. Wenn alles den Bach runter geht und wir wieder A-Team schauen müssen, bitte nicht wundern.
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