Netflix und Co.: Ist der Serien-Hype vorbei?
Nach Jahren des Aufschwungs scheint es so, als drohe im Jahr 2023 der große Einbruch für die Serien auf Netflix, Disney Plus und Co. Denn erstmals seit Längerem produzieren die Streaming-Dienste weniger Serien als im Vorjahr.
Während es in den vergangenen Jahren - vom Pandemie-Jahr 2020 abgesehen - mit der Anzahl der produzierten fiktiven US-Serien steil bergauf ging, scheint jetzt der Zenit erreicht. Seit 2012 hat sich die Menge der fiktiven Drehbuchserien mehr als verdoppelt, wie die Redaktion der Rheinischen Post mit Bezugnahme auf einen Bericht seitens FX Research feststellt. Allerdings scheint der Boom, der 2013 mit House of Cards begann, langsam ein Ende zu finden.
Bald wieder mehr Qualität statt Quantität?
Denn laut FX Research wurden im Jahr 2022 mit insgesamt 599 englischsprachigen Serien bei Streaming-Diensten und TV-Anbietern in den USA mehr Titel als je zuvor veröffentlicht - doch die Produktion neuer Staffeln verlangsamte sich in der zweiten Jahreshälfte 2022 wohl deutlich. Die Anbieter und insbesondere Netflix achten infolge des anhaltenden Streaming-Wettstreits zunehmend auf Rentabilität ihrer Serien - ein besonders prominentes Opfer war hier erst kürzlich die überraschend eingestellte Serie 1899, die offenbar hinter den Erwartungen bei Netflix zurückblieb.
Dass die Streaming-Dienste sich jetzt zögerlicher an neue Projekte wagen und insgesamt weniger Serien produzieren als bislang, könnte aber auch positive Folgen haben. Denn Thomas Gößler, Drehbuch-Professor an der Filmuniversität Babelsberg, hofft auf eine Qualitätsoffensive:
"Die Branche muss jetzt alles dafür tun, den Weg der Vielfalt an Serien, Genres, Figuren, ambitionierten Ansätzen und spannenden neuen Stimmen und Perspektiven weiter zu beschreiten, der erst durch den Boom entstand. Es mag naiv sein, aber meine Hoffnung ist, dass sich bei dem Weniger, was jetzt hergestellt werden wird, Qualität durchsetzt."
Langfristig wäre es also durchaus möglich, dass im Angebot von Netflix und Co. wieder das Motto "Qualität statt Quantität" herrscht. Während sich vornehmlich Netflix in den vergangenen Jahren immer wieder den Vorwurf hatte gefallen lassen müssen, das eigene Portfolio mit minderwertigen Produktionen zu überschwemmen, liegt im neuen Sparkurs also auch die Chance auf einen Neuanfang.
Quelle: Rheinische Post

Die Kunden verteilen sich auf immer mehr Plattformen oder sind einfach gesättigt.
Es wird über kurz oder lang zu einer Marktbereinigung kommen und die Läden, die einfach zu wenig innovativ sind, werden vom Markt gefegt.
Aber generell sollte jeder Dienst es endlich so gestalten, daß Serien immer ein Ende haben und man dann noch mit weiteren Staffeln spekulieren kann, aber niemals immer mit Cliffhangern enden sollte. Das ist einfach nur noch zum kotzen.
Tribes of Europa.. Joa, ganz toll, hätte ich gern weiter geschaut, aber nein, nun die Info "kommt nicht mehr". So etwas gehört echt mitunter sogar verboten und war schon derart ätzend bei V (2009) gewesen..
Und dann dieses kranke entweder kaum oder nicht synchronisieren oder, daß noch schlimmere, synchronisieren, aber viele gesprochene Sprachen dann nicht übersetzen, sondern untertiteln. So wurde die Serie "Into the night" z.B. mit Staffel 2 so gut wie unguckbar, weil das derart nervt und einen immer raushaut, weil man den Mist dann lesen muß... Einfach nur übel.
Und dann das fragmentieren in immer weitere Streamingdienste (Die nicht mal Surround Sound anbieten, wie Paramount+) macht das ganze dann komplett und ist das schlimmste was man machen kann. Unübersichtlich und immer mehr Kohle, die man abdrücken müßte, anstatt das über max. drei Dienste zu integrieren.
Das größte Problem für mich ist die Fragmentierung. Das, was ich vor 10 Jahren noch für 8€ bei Netflix bekommen habe, kostet mich jetzt das 10-fache, aufgeteilt auf ein halbes Dutzend Streamingdienste mit und ohne Extrawerbung und Premiumabos.
Das ist in meinen Augen tatsächlich ein Fall, wo Konkurrenz nicht das Geschäft belebt, sondern komplett zerstört.
Und ja, es gibt jetzt mehr Serien, die ich schauen kann, als je zuvor aber ich habe auch nur eine begrenzte Menge Zeit. Ich zahle Geld für ein Überangebot, welches ich im Leben nicht abarbeiten kann. Und dieses Überangebot kostet den Streamingdiensten natürlich auch Geld, was sie durch den Kunden wieder reinholen müssen, der die meisten Inhalte aber gar nicht schaut.
Am Ende ist es eine Todesspirale. Fragmentierung führt zu Aufspaltung der Kundschaft und verringerten Einnahmen, ein großes Angebots führt gleichzeitig zu hohen Kosten, die dann wiederum durch erhöhte Preise und Werbung gedeckt werden müssen weil eine wachsende Kundschaft nicht zu erwarten ist. Hohe Kosten, Werbung und eine Verringerung des Angebots machen Streaming aber wieder unattraktiver und mehr Leute werden gehen. Es besteht mittlerweile auch eine erhebliche Chance, dass eine Serie frühzeitig eingestellt wird. Es lohnt sich schon fast nicht, eine Serie überhaupt noch anzufangen.
Die Killerfeatures von Streamingdiensten waren ein großes Angebot, geringe Preise, Werbefreiheit und freier Zugang zu sämtlichen Inhalten und das zu jeder Zeit. Wenn das nicht mehr gegeben ist, lohnt sich der Streamingdienst nicht mehr. Die Konkurrenz wächst halt stetig und jeder buhlt um unsere Zeit.
Da schaut man sich am Ende lieber ein 7 vs. Wild an und holt sich den Game Pass für nen 10er, statt sich mit dem selbstzerfleischenden Streamingdiensten rumzuschlagen. Die Enden wahrscheinlich wie ein Premiere oder Sky.
Kann man nur hoffen, dass es den Streamingdiensten für Games nicht so ergehen wird. Daher lieber mehr Power zu einem Microsoft auch wenn das irgendwie falsch klingt.
Bei mir ist der Hype (falls es einen gab) nicht vorbei. Aber 1. Kommt aktuell wenig was mich interessiert
2. Warte ich gerne bis die Staffel komplett verfügbar ist.
3. Hat man einfach zu wenig Zeit neben der Arbeit auch alles zu spielen und zu schauen.