IMDB-TV-Angebot wird ausgeweitet
In den USA wird das Angebot von IMDB TV ausgeweitet. Eigner Amazon hat neue Inhalte zugekauft und bietet den Dienst nun auch direkt in der IMDB-App an, um neue Kundenkreise zu erschließen.
Viele Jahre war Netflix die primäre Anlaufstelle für Streaming-Inhalte, doch nun wollen mehr und mehr Anbieter ein Stück vom Kuchen. Amazon versucht es nun mit einer zweiten Marke und könnte damit, wenn man sich den Erfolg von Joyn anschaut, durchaus den Nerv treffen. Bislang konnte das Angebot in den USA über die Prime-App genutzt werden, doch nun wird auch die IMDB-App erweitert.
Hintergrund der Maßnahme ist, in den USA neue Kundenkreise zu erschließen, da die Bindung an die Prime-App als Channel durchaus eine Hürde darstellen kann und für werbefinanzierte Angebot gilt nach wie vor, dass die Reichweite maßgeblich ist. Die IMDB-App selbst wird nur erweitert und nicht umgebaut. Wer weiter einfach nur die Datenbank nutzen will, der kann dies tun.
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Viele Nutzer dürften allerdings 2017 abgewandert sein und sich nun auf anderen Plattformen umhertreiben, denn da schaltete Amazon die beliebten Foren von IMDB ab. Wer über Filme diskutieren will, muss auf andere Anbieter ausweichen. IMBD TV ist damit derzeit über die Prime-App auf Android und iOS, über Fire TV und über den Browser verfügbar. Eine Ausweitung des Angebots wird bei Amazon sicher diskutiert werden.
Amazons Verträge mit Inhaltslieferanten haben zumindest Potenzial. Es bestehen unter anderem Abkommen mit Warner, Sony, MGM und seit Jüngstem auch Paramount und Lionsgate. Man sollte aber keine brandneuen Filme erwarten und auch keine Inhalte, die ein Studio selbst verwerten will. Insgesamt gibt es derzeit rund 600 Filme und 330 Serien.
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Ob und wann das Angebot nach Deutschland kommt, ist derzeit nach wie vor unklar. Interessant dürfte es nach dem generellen Erfolg von Joyn sein, aber letztlich wird auch das potenzielle Werbeinventar darüber entscheiden, ob sich die Nummer lohnt. Bei Twitch in Deutschland läuft oft Eigenwerbung für Amazon Prime und die Auswahl an verschiedenen Werbeinhalten ist überschaubar. Ähnlich ist es bei Joyn, wo oft keine Werbung gesendet wird und wenn doch, dann oft der gleiche Inhalt ohne sogenanntes Capping, was dann die Zuschauer schnell nervt.
