Disney Plus: Mulan sorgt wohl für mehr App-Downloads
Laut der Analysefirma Sensor Tower sollen die Zahlen für den Download der offiziellen App zum Streaming-Dienst Disney Plus um mehr als 68 Prozent gestiegen sein, seit der Film Mulan dort veröffentlicht wurde.
Knapp 22 Euro an Leihgebühr kostet der Realfilm Mulan auf Disney Plus. Zuschauer müssen also zweimal zahlen, um den Film sehen zu können, da für Disney Plus ein kostenpflichtiges Abo verpflichtend ist. Laut der Analysefirma Sensor Tower könnte die Veröffentlichung von Mulan verantwortlich sein für den Anstieg der Downloadzahlen der offiziellen App zum Streaming-Dienst Disney Plus. Dem Bericht zufolge ist die App für iOS und Android um mehr als 68 Prozent mehr heruntergeladen worden, als vor dem Start des Films Mulan, wie die Webseite Techcrunch unter Berufung auf die Analysefirma berichtet. Zwischen dem 04. September und dem 06. September ist die App Disney Plus etwa 674.000-mal weltweit heruntergeladen worden, wobei 400.000 Downloads außerhalb der USA stattgefunden haben sollen.
Mulan kostet 22 Euro Leihgebühr oder ist ab 04. Dezember für alle Abonnenten von Disney Plus verfügbar
Bei dieser Analyse sind Downloads der offiziellen App auf Streaming-Geräte wie Amazon Fire TV oder Apple TV nicht enthalten. Um Inhalte beim Streaming-Dienst ansehen zu können, benötigt man auf Mobilgeräten zwingend die offizielle App. Nur auf dem PC oder Mac kann Disney Plus via Web-Browser genutzt werden. Neben den 22 Euro Leihgebühr müssen Interessenten auch sieben Euro für das Monatsabo von Disney Plus bezahlen. Alle Nutzer, die diese Leihgebühr bezahlen, können den Film ab sofort so lange ansehen, so lange Mulan im Katalog von Disney Plus zu finden ist. In sozialen Medien weht Disney Kritik entgegen, dass man als zahlender Abonnent erneut zahlen soll, um sich den Film Mulan digital ausleihen zu können. Es wird zudem kritisch gesehen, dass die Hauptdarstellerin Liu Yifei im letzten Sommer ihre Unterstützung für die Polizeikräfte in Hongkong öffentlich gezeigt hat, in einer Zeit in der viele Bürger in Hongkong gegen eine neu vorgeschlagene Politik protestiert haben, die eine Auslieferung an das chinesische Festland ermöglichen würde.
Laut dem früheren Chef der Vergnügungsparks Disneyworld und jetzigen CEO von Disney soll es sich um eine einmalige Aktion handeln. Bei entsprechendem Erfolg könnte es aber mehr neue Filme geben, die auf diese Weise ihre Heimkino-Premiere feiern. Universal Studios etwa beweist, dass eine Heimkino-Premiere durchaus erfolgreich sein kann. So hat das Filmstudio in mitten der Coronakrise den Film "Trolls World Tour" als ausschließlich digital ausleihbaren Film veröffentlicht und dabei mehr als 77 Millionen US-Dollar eingenommen. Erst in rund drei Monaten - am 04. Dezember - will Disney den Film Mulan auch für alle Abonnenten von Disney Plus freischalten - ganz ohne Leihgebühr.
Ebenfalls lesenswert: Disney Plus: Realverfilmung von Mulan nur gegen (hohe) Leihgebühr verfügbar statt als Kinofilm
Sammlung zu Disney Plus und dem Realfilm Mulan:
- Knapp 22 Euro an Leihgebühr kostet der Realfilm Mulan auf Disney Plus. Wer den Film sehen will, muss zusätzlich ein kostenpflichtiges Abo beim Streaming-Dienst Disney Plus abschließen.
- Es könnte sein, dass die Veröffentlichung von Mulan zu einem Anstieg der Downloadzahlen geführt hat, da zwischen dem 04. September und dem 06. September die iOS- und Android-App von Disney Plus weltweit 674.000-mal heruntergeladen wurde. Mehr als 68 Prozent als vor dem Start des Films Mulan.
- Erst in rund drei Monaten - am 04. Dezember - will Disney den Film Mulan auch für alle Abonnenten von Disney Plus freischalten - ganz ohne Leihgebühr.
Quellen: Techcrunch, The Verge, Disney (1), Disney (2)


Und das "Gerücht": "Es könnte sein, dass die Veröffentlichung von Mulan zu einem Anstieg der Downloadzahlen geführt hat" ... Nein
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so viele dumme Menschen gibt, die so viel Geld wegen nur 1 Film ausgeben ^^
BTT: Ich fand den Film gut (also gemessen an einer Disney Produktion der letzten Jahre), vor allem weil er witzigerweise überdrehte Hong Kong Actionmovie anleihen hat und ich damit nicht gerechnet hatte. Und ich eben auch gespannt war, da Mulan doch schon mein (wahrscheinlich einziger) favorite Trickfilm der Disneyprinzessinen ist. In der Mitte hat er mal seine Tiefen, es wird auch mal das klischeeübliche Tränchen versucht zu drücken, aber unterm Strich mehr wie ok. Nur, ob den jetzt meine Nichten / Neffen so geil finden wie den Trickfilm? Ich glaube nicht.
Und ob die Hauptfigur eine Mary Sue ist, darüber dürfen sich die Kunstfilmstudenten im zweiten Semester gerne streiten, ist nicht ganz so mein Anspruch bei einem Disney-Kiddie-Popcorn-Movie.
Disney und CPP können mich mal..
Liebe Grüße
Disney und CPP können mich mal..
Im Spielfilm ist Mulan eine "Mary Sue".
Im Zeichentrick ist sie dagegen eine normale junge Frau die durch Ausdauer, Entschlossenheit, harte Arbeit und Mut über sich hinauswächst.
Rey Palpatine Skywalker lässt schön grüßen und Robert D. San Souci dreht sich in seinem Grabe um.
de.wikipedia.org/wiki/Mary_Sue
Im Zeichentrickfilm war sie nach der Ausbildung dann auch eine "Mary Sue", wenn man das so sehen möchte.
Im Realfilm weiß ich jetzt nicht genau, wie sie es dort umgesetzt haben, habe bis jetzt nur einen kurzen Blick in Trailer geworfen und hier kann man nichts draus ableiten, wie sie so geworden ist, bzw. ob sie vorher schon so gut war.
Aber seinen wir mal ehrlich, der Film hat mit diesem Umstand rein gar nichts zu tun. Die Inhaftierung der Personen hat schon vor zig Jahren statt gefunden. Es ist nicht gut und verstößt gegen die Menschenrechte, darüber braucht man nicht diskutieren, aber wenn man das jetzt bei dem Film Mulan anprangert und versucht darüber einen Boykott zu generieren für die Aufmerksamkeit, was ist dann mit anderen Filmen die in dritte Welt- oder Schwellenländern stattfinden, müsstw man dann dort nicht genauso verfrahren, wenn dort Minderheiten diskreminiert werden?
Nebenbei möchte ich auch nur erwähnen, dass der Film nur mit chinesischen Darstellern und bei den entsprechenden Lokalitäten produziert wurde - hätte man das nicht getan, sondern alles in Hollywood vor einem Greenscreen getätigt, wäre das auch nicht gut angekommen.
Meine Meinung dazu ist, dass man diesen Film nutzt um auf diesen Misstand in der chinesischen Region Xinjiang aufmerksam zu machen, dies ist auch nicht verkehrt, nur die Art wie man es macht hat einen Faden Beigeschmack und könnte schlimmsten Falls dazu führen, das man im chinesischen Raum von Produktionen in Zukunft absehen wird, da die Menschenrechte dort nicht unbedingt so beachtet werden...