Musik-Konzerne in Sorge: Apple plant Bundle-Angebot

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Musik-Konzerne in Sorge: Apple plant Bundle-Angebot (1)
Quelle: https://beta.music.apple.com/us/browse

Laut der Financial Times erwägt Apple zwei seiner digitalen Services im Kombi-Angebot anzubieten. Es soll sich dabei um das Musik- und Videostreaming handeln. Plattenlabels schlagen bereits Alarm, da sie um ihre Einnahmen fürchten. Das Geschäftsmodell von Streaming-Diensten ist immer wieder Gegenstand von Kritik.

Wie die Financial Times berichtet, möchte Apple sowohl das Musik-, als auch das Videostreamingangebot zusammenlegen. Der Konzern habe, so der Bericht, bereits mit einigen Plattenlabels darüber gesprochen. Diese reagieren nervös, weil sie davon ausgehen, dass sie ihre Songs billiger anbieten müssten als aktuell. Derzeit sei aber noch keine Preisbildung mit den Beteiligten besprochen.

Aktuell getrennte Abos für Musik und Video

Inzwischen zählt der Musik-Streamingdienst Apple Music mehr als 60 Millionen Abonnenten weltweit, so Statista im Juni 2019. Diese bekommen für knapp zehn Euro monatlich Zugriff auf die komplette Musik-Bibliothek. Plattenlabel verdienen dabei mit, wenn ein Song abgespielt wird. Im letzten Jahr machten die Musikstreaming-Dienste in Deutschland knapp 734 Millionen Euro Umsatz. Allerdings ist dieses Geschäftsmodell immer wieder Gegenstand von Kritik, da hierbei wenig Geld für die Künstler übrigbleibt. Die Musiker haben nämlich ihrerseits einen Vertrag mit einer Plattenfirma und bekommen so nur einen Bruchteil der Einnahmen. Anfang der 2000er Jahre revolutionierte Apple den Musikmarkt mit dem iPod und der Software iTunes. Hierbei musste man sich einzelne Musikstücke für jeweils 0,99 Euro kaufen, um sie dann hören zu können. Als im Jahr 2006 der schwedische Dienst Spotify startete, wurde das Streaming von Musik beliebt. Für einen Monatsbeitrag bekommt man Zugriff auf alle Lieder, die sich im Katalog befinden.

Im November startet mit Apple TV+ der kostenpflichtige Videostreaming-Dienst des Hauses. Mit diesem wird es in Netflix-Manier möglich, Filme und Serien auf verschiedene Endgeräte zu streamen. Ob Apple wirklich ein Bundle aus Apple Music und TV+ anbieten will, ist noch völlig offen.

Ebenfalls lesenswert: Apple TV+: Starttermin und Preis stehen fest - Inhaltsvorschau in der Galerie

Fakten zum möglichen Bundle von Apple-Services:

  • Laut einem Bericht der Financial Times plant Apple, sowohl den Musik-, als auch den eigenen Videostreaming-Dienst in einem Kombi-Angebot zu offerieren.
  • Die Musik-Firmen zeigen sich nervös, weil sie sinkende Einnahmen fürchten.
  • Noch ist offen, ob Apple wirklich ein Bundle anbieten will.
  • Aktuell ist ein Abo von Apple Music erhältlich. Ab November kann man den Videostreaming-Dienst Apple TV+ abonnieren.

Quellen: Apple, Financial Times, Statista (1), Statista (2), Wiwo

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Allerdings ist dieses Geschäftsmodell immer wieder Gegenstand von Kritik, da hierbei wenig Geld für die Künstler übrigbleibt. Die Musiker haben nämlich ihrerseits einen Vertrag mit einer Plattenfirma und bekommen so nur einen Bruchteil der Einnahmen.
        Hmm, wo liegt jetzt der Hase im Pfeffer, hm? Ist schon richtig, dass sich die alten Konzerne Sorgen machen müssen, die müssen jetzt nämlich den Gürtel enger schnallen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Was ich begrüßen würde, weil ich lieber die CDs kaufe. Würde mir aber nichts ausmachen, wenn die beim gleichen Anteil für die Künstler etwas günstiger werden. Aber typisch, dass die Leute, die jetzt Jahrzehnte auf dem Rücken der Künstler im Geld gebadet haben erstmal auf die bösen, bösen Streamingdienste zeigen.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Allerdings ist dieses Geschäftsmodell immer wieder Gegenstand von Kritik, da hierbei wenig Geld für die Künstler übrigbleibt. Die Musiker haben nämlich ihrerseits einen Vertrag mit einer Plattenfirma und bekommen so nur einen Bruchteil der Einnahmen.
        Hmm, wo liegt jetzt der Hase im Pfeffer, hm? Ist schon richtig, dass sich die alten Konzerne Sorgen machen müssen, die müssen jetzt nämlich den Gürtel enger schnallen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Was ich begrüßen würde, weil ich lieber die CDs kaufe. Würde mir aber nichts ausmachen, wenn die beim gleichen Anteil für die Künstler etwas günstiger werden. Aber typisch, dass die Leute, die jetzt Jahrzehnte auf dem Rücken der Künstler im Geld gebadet haben erstmal auf die bösen, bösen Streamingdienste zeigen.
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Mazrim_Taim
        Ist sowas ähnliches wie SoundCloud – Listen to free music and podcasts on SoundCloud, auch kostenlos für den Nutzer
      • Von Mazrim_Taim Volt-Modder(in)
        Zitat von RealKeyserSoze
        Na dann Viel Spaß beim günstigem Musik hören, die Auswahl ist ja enorm : )
        Jup.
        Jamendo Music | Free music downloads
      • Von Standeck BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RealKeyserSoze
        @Standeck

        Eben, der verdienst war ja immer schon abhänig vom verkauf der Platten/CDs und heutzutage Streams,
        wer nicht ankommt hat eben immer schon weniger verdient. Streamen ist die Zukunft,
        da müssen sich die Musiker und anderen Angestellten dran gewöhnen, dass die fetten Jahrzehnte vorbei sind.
        Bei Filmen habe ich da schon mehr verständnis das gewisse Schauspieler gigantisch verdienen,
        ist sozusagen eine Umsatzbeteiligung, ein Film mit mir als Hauptdarsteller spielt nichts ein (auch wenn ich ganz okay wäre),
        aber mit Brad Pitt und so ist es ein Selbstläufer (meistens).
        Es gibt für die Musiker seit mindestens den 2000er Jahren keine fetten Jahre mehr. Die haben sich schon lange dran gewöhnt.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Ich höre meine Musik hauptsächlich über You Tube.
        Ansonsten haben wir noch Amazon Prime.
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