Prime Video: Amazon löscht Netflix-Seitenhieb-Tweet zum Account-Sharing
Amazon verwirrte seine Prime-Kunden mit einem Twitter-Post, der gegen Netflix stichelte. Mittlerweile wurde der Tweet entfernt - und das auf gutem Grund.
Wer zuletzt den Twitter-Account von Prime Video konsultierte, dürfte über ein Posting besonders überrascht gewesen sein. Ein mittlerweile gelöschter Tweet auf dem deutschen Twitter-Kanal nahm eindeutig Bezug auf die Entscheidung von Netflix, Zusatzgebühren für das gemeinsame Nutzen von Accounts außerhalb eines Haushalts zu erheben.
Amazon mit kuriosem Tweet
Bei Golem sieht man noch den Original-Tweet als Screenshot. Darin heißt es "Wisst ihr Bescheid" und ein Foto zeigt unter dem Motto "Wer schaut gerade" fünf Profile, die da heißen "Alle Personen Mit Meinem Passwort". Was wohl als dezenter Seitenhieb gegen Netflix gedacht war, ging am Ende nach hinten los. Der einfache Grund: Amazon suggerierte mit dem Posting ziemlich eindeutig etwas, was Amazon gar nicht erlaubt. So ist das Teilen von Accountdaten generell nicht vorgesehen - also auch nicht das Teilen von Passwörtern, wie im Tweet suggeriert wird.
Zu Prime Video direkt sagt Amazon, dass man über "ein und dasselbe Amazon-Konto bis zu drei Videos gleichzeitig streamen" kann. Was aber nicht geht: "Sie dürfen dasselbe Video aber nicht zur gleichen Zeit auf mehr als zwei Geräten streamen". Das bedeutet, dass derselbe Inhalt nur auf zwei Geräten parallel angesehen werden kann. Wenn ein Inhalt eine Download-Option anbietet, lassen sich gekaufte Videos auf immerhin vier kompatible Geräte herunterladen. Fünf Accounts, wie im Tweet beschrieben, werden aber auch dadurch nicht abgedeckt. Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Tweet-Ersteller die eigenen Regeln von Amazon Video nicht kannte.
Stein des Anstoßes war, dass Netflix das seit Langem schwelende Thema Zusatzgebühren für Account-Sharing nun auch in Deutschland ausrollt. Zusammengefasst: Wer sein Konto teilt, muss künftig mit höheren Kosten rechnen. Verkauft wird das als 5 Euro teure Buchungsoption für weitere Mitglieder, die außerhalb des Haushalts leben. Alternativ könnte man sogar das werbefinanzierte Abo zum gleichen Preis abschließen, doch da ist der Haken, dass nicht alle Inhalte im Katalog sind. Unterkonten können bei Standard und Premium dazu gebucht werden. Im Standard-Abo für 12,99 Euro gibt es maximal ein Unterkonto - im Premium-Abo für 17,99 Euro sind maximal zwei Unterkonten erlaubt.

Warum immer einknicken?
Netfllix demontiert sich grade selber ! Warum keine Witze machen?
Samsung gegen Apple ist da durchweg freizügiger.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Kleiner Tippfehler / Autokorrektur
das auf gutem Grund.
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