Amazon Music Unlimited wird teurer: Preiserhöhung für Prime-Kunden ab heute
Ab heute gelten die höheren Preise für Amazon Music Unlimited für Prime-Kunden. Jahresabos werden bei der nächsten Verlängerung teurer.
Ab heute greifen die höheren Preise für Amazon Music Unlimited. Der Konzern hatte vor rund vier Wochen eine Preiserhöhung von knapp 13 Prozent angekündigt. Mit einem Prime-Abo fallen für Music Unlimited ab dem Stichtag 8,99 Euro an - 1 Euro mehr als zuvor. Überraschend unangetastet bleibt das Abo ohne Prime, das weiter 9,99 Euro kostet. Vermutlich scheut man sich, die magische Marke zu überspringen, solange die meisten Wettbewerber an 9,99 Euro festhalten. Auch bei den Jahresabos kommt die Erhöhung um 10 auf 89 Euro; sie werden zur nächsten Verlängerung des Abos fällig.
Für Kunden, die bereits das jährlich in Deutschland 60 Euro teure Prime-Abo haben, ist die Preiserhöhung unschön. 12 Euro mehr oder andersherum künftig nur 10 bzw. 12 Euro Nachlass gegenüber normalen Kunden ist zwar mehr als nichts, aber generell nicht mehr so wahnsinnig attraktiv. Und auch für Amazon Music Unlimited für Echo wird es teurer - hier geht es von 3,99 auf 4,99 hoch. Der günstige Preis entsteht durch auf das Echo eingeschränkte Nutzung und das nur per Sprachbefehl.
Auch lesenswert: Monitor, SSD, PS5, Lego: Amazon schon vor Prime Day mit tollen Wochenend-Deals
Deezer hat es vorgemacht und so war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Musik-Streaming-Dienst seine Preise erhöht. Abgesehen von Deezer, wo man im Februar die Preiserhöhung von 9,99 auf 10,99 Euro im Einzelabo und von 14,99 Euro auf 16,99 Euro im Familienabo verkündet hat, ist der Markt verhältnismäßig ruhig. Aufgrund der allgemeinen Teuerungsraten wird aber angenommen, dass früher oder später die Dämme bei der psychologischen Marke von 10 Euro brechen - Apple, Napster, Spotify, Tidal und Youtube Music sind die großen Namen im Geschäft. Deezer betont bei der Preiserhöhung, dass 70 Prozent der Einnahmen an die Rechteinhaber abgetreten werden - was dann letztlich beim Künstler ankommt, ist Teil der Individualverträge.

Jepp schön für die Rechteinhaber und ob die 70% auch bei allen anderen Anbietern ausgezahlt werden ist auch fraglich. Leider ist es bei Musik genauso wie in der Spielebranche. Die Contentersteller Sahnen meist nicht mal das Häubchen ab. Durch Preiserhöhungen generierte Mehreinnahmen versiegen in der Regel schon immer vorher.
Ist es aktuell noch immer so das nur die Musiktitel die in den Billboard Charts vertreten sind daraus Tantiemen generieren und die Künstler aus den EDM Charts noch immer leer ausgehen?