Stray PC: GPU- und CPU-Benchmarks
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Stray PC: GPU- und CPU-Benchmarks

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Auf der zweiten Seite unseres Stray-Technik-Tests prüfen wir die Leistung von zahlreichen Grafikkarten und Prozessoren.

Wie läuft Stray auf aktuellen Gaming-PCs? Der "Katzen-Simulator" erfreut sich zum Launch enormer Beliebtheit und könnte auch Gelegenheitsspieler an den PC locken, die nicht regelmäßig ihren Computer auf den neuesten Stand bringen. Welche Grafikkarten (GPUs) und Prozessoren (CPUs) dabei die Nase vorn haben, erfahren Sie im Folgenden.

Die Auswahl der Benchmarkszenen nimmt bei der PCGH viel Zeit in Anspruch, denn schließlich sollen die ermittelten Werte repräsentativ und hilfreich sein. Wie immer haben sich zunächst mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen ein Bild vom Spiel verschafft. Gewöhnlich liegt unser Fokus nicht auf der anfänglichen Performance, sondern den Bildraten im späteren Spiel. Daher haben wir vor den Benchmarks diverse Örtlichkeiten besucht und auf ihre Performance abgeklopft. Die anspruchsvollsten haben sich für die Benchmarks qualifiziert.

Stray: Grafikkarten-Benchmarks

Wie bereits erwähnt, ist Stray prinzipiell auf vielen Grafikkarten lauffähig. Wie das im Detail aussieht, haben wir uns anhand von zahlreichen Modellen seit 2014 angesehen. Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 516.79 Hotfix und die AMD Software 22.6.1 WHQL. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH -Benchmarks seit April 2021 standardmäßig aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse.

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Als Grafikkarten-Testszene haben wir, wie immer, einen überdurchschnittlich anspruchsvollen Abschnitt auserkoren, welchen Sie im eingebetten Video sehen. Dieser spielt im Kapitel "Sackgasse" und zeichnet einen detaillierten Innenhof, welcher außerdem mit diversen (volumetrischen) Effekten aufwartet. Um ein Worst-Case-Szenario handelt es sich nicht, aber um einen der GPU-lastigsten Abschnitte des Spiels. Dabei gilt, was bei PCGH-Benchmarks immer gilt: Erreicht eine Grafikkarte hier flüssige Bildraten, ist im übrigen Spiel alles im grünen Bereich. Apropos, gleich am Anfang, außerhalb der Mauer, stellt Stray relativ hohe Anforderungen an die Grafikkarte. Falls Sie hier ruckelfrei durchkommen, hat Ihre Grafikkarte einen der schlimmsten Abschnitte bereits absolviert. Unsere Testszene "Defluxor" ist genauso stressig, benötigt im Vergleich aber mehr Grafikspeicher. Kommen wir nun zu den Ergebnissen.

Die moderaten Mindestanforderungen wirken plausibel, Stray lässt sich tatsächlich auch mit angestaubten Grafikkarten spielen. Dabei verhält sich das Streuner-Abenteuer wie eine typische UE4-DX11-Kombination: Geforce-Grafikkarten erzielen im Generationen- und Modellvergleich meistens eine etwas bessere Leistung als ansonsten vergleichbare Radeon-Grafikkarten. Das lässt sich unter anderem am Duell der Geforce GTX 970 mit der Radeon RX 570 ablesen. Die Nvidia-Karte ist sowohl älter als auch speicherseitig gehandicapt und erreicht dennoch höhere Bildraten. Spielbar ist Stray auf beiden Modellen sowie deren Verwandten (GTX 980, GTX 1060, RX 480, RX 580 etc.), allerdings profitiert die Eingabe fühlbar von 60+ Fps. Diese Bildrate ist somit ein lohnenswertes Ziel und wird praktischerweise von fast jeder Gaming-Grafikkarte der letzten fünf Jahre erreicht. Das bedeutet nicht, dass Stray völlig anspruchslos ist. Die Radeon RX 6500 XT zeigt erneut auf, dass AMD hier am falschen Ende gespart hat, die Kombination aus lediglich 4 GiByte Speicher und deutlich beschnittener PCI-Express-Anbindung lässt das Modell hinter das Alteisen zurückfallen - obwohl wir auf einem modernen PCI-Express-Unterbau testen und somit den Bestfall skizzieren.

Unreal-Engine-4-typisch ist Auflösung relativ teuer, sodass in WQHD/1440p bereits eine Geforce RTX 2060, GTX 1080 oder Radeon RX 6600 für 60 Fps benötigt wird. Ultrawide-QHD schlägt davon ausgehend nicht stark, wenngleich fühlbar ins Kontor, hier ist die Leistungsklasse Geforce GTX 1080 Ti, RTX 2070 Super, RTX 3060 und Radeon RX 6700 XT für konstante 60 Fps nötig. In Ultra HD ist schließlich nur noch das ehemalige High-End und aktuelle Oberklasse für die gewünschte Bildrate zu haben. Da Stray überdurchschnittlich gut heizt, fallen die automatischen GPU-Boosts etwas geringer aus als in anderen Spielen. Aus diesem Grund ist ein 60-Fps-Limit via Grafikmenü vor allem dann clever, wenn die installierte Grafikkarte mehr schafft - das Limit spart Strom und Lärm ein.

Da wir niemals alle Grafikkarten testen können, die in den letzten zehn Jahren erschienen sind, staffeln wir das Testfeld stets sinnvoll. Sie vermissen bestimmt so manche Grafikkarte, daher hier ein paar immer anwendbare Faustregeln. Die Geforce RTX 3080 Ti findet sich stets zwischen RTX 3090 und RTX 3080, während die RTX 3070 Ti um circa zehn Prozent vor der RTX 3070 liegt. Ähnlich sieht es bei AMD aus, hier findet sich die Radeon RX 6900 XT (Air) stets auf halbem Weg zwischen RX 6800 XT und RX 6900 XT LC. Letztere ist minimal schneller als die Radeon RX 6950 XT, relevant ist die Leistungsdifferenz von höchstens zwei Prozent zu keiner Zeit. Die Radeon RX 6650 XT und RX 6750 XT überbieten ihre Vorgänger 6600 XT und 6750 XT um jeweils rund fünf Prozent. Grundsätzlich lassen sich viele Grafikkarten relativ genau einschätzen - werfen Sie dazu einfach einen Blick auf die Grafikkarten-Rangliste respektive die große Übersicht in diesem Artikel (Bonusindex).

Stray: Prozessor-Benchmarks

Für die CPU-Benchmarks verwenden wir jeden Prozessor innerhalb der Parameter, wie es der Hersteller vorgibt. Das gilt auch für die Powerlimits. Für die Vergleichbarkeit kommt für jede DDR4- und DDR5-Plattform der gleiche Speicher zum Einsatz. Alle Mainboards, die zum Testen der Prozessoren zum Einsatz kommen, wurden vorher durch die Redaktion geprüft. Die CPU-Wasserkühlung verhindert zu jeder Zeit ein temperaturbedingtes Heruntertakten des Prozessors. Als Grafikkarte kommt eine Asus Radeon RX 6900 XT TUF mit erhöhten Taktraten zum Einsatz. Durch Vorheizen umgehen wir temporäre Boost-Modi, welche nicht die zu erwartende Leistung in Spielen abbilden.

Die Tests finden in der "praxisfernen" Auflösung von 1.280 × 720 Bildpunkten statt. Oft reduzieren wir die Auflösung mithilfe eines Multiplikators noch weiter. Das hat einen einfachen Grund. Egal, ob Prozessor, Grafikkarte, Festplatte, Arbeitsspeicher oder durch die Software: Ihr Computer leistet maximal nur so viel, wie das langsamste Glied in der Kette. Je höher die Auflösung, desto eher limitiert die Grafikkarte die maximale Bildrate. Ist Ihre CPU zu langsam, kann auch der Prozessor limitieren. Wir lenken den Fokus bei CPU-Benchmarks auf die Hardware, die getestet werden soll: den Prozessor. Dazu ist es nötig, andere Limits so gut wie möglich auszuschließen. Die Auflösung zu reduzieren, ist dabei die einfachste Möglichkeit, die GPU-Last zu senken. Die Grafikdetails belassen wir jedoch in der Regel auf der höchsten Stufe, da diese auch die Prozessor-Last erhöhen. Lediglich GPU-exklusive Effekte wie Ambient Occlusion und anisotrope Filterung schalten wir für die CPU-Benchmarks ab.

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Wie immer laden wir Sie herzlich dazu ein, unsere Benchmarks nachzustellen. Sie finden dazu in den Videos alle Informationen, die Sie benötigen.

Stray vereint die Unreal Engine 4 mit Direct X 11. Diese Kombination steht seit Jahren für eine m(i)aue Kernausbeute und somit hohe Takt-Abhängigkeit. Dadurch, dass Stray aber für sich gesehen anspruchslos an die CPU-Rechenwerke ist, gelingen auch sehr betagten Prozessoren, wie einem Core i7-2600K, noch spielbare Bildraten. Sicher, wenn ein Vierkerner verbaut ist, dann ruckelt und zuckelt es etwas häufiger, aber gemessen am Alter dieser CPUs ist es erstaunlich, wie flüssig Stray damit läuft. Wir geben damit vollständige Entwarnung: Wer eine Gaming-CPU der letzten zehn Jahre im Rechner hat, kann Stray damit auf jeden Fall flüssig spielen.

Egal, wie schnell der PC ist, mehr oder minder fühlbare Frametime-Spikes beim Betreten neuer Areale treten immer auf. Auf einem modernen High-End-Rechner mit NVME-SSD ist das Niveau aber längst nicht so störend wie bei diversen Engine-Verwandten mit DX12, gerade mit aktivem Frame-Lock.

Stray im Technik-Test: Fazit

Stray ist ein außergewöhnliches Spiel voller Herzblut, das spürt man jeden Moment, an jeder Ecke. Die Mischung aus Hüpfen, Action und reichlich Exploration fühlt sich frisch an und entfaltet auch bei Spielern, die mit Katzen rein gar nichts anfangen können, ihren einzigartigen Charme. Die Spielwelt mischt gekonnt Dystopie mit Lichtblicken sowie Ernsthaftigkeit mit mehr oder minder subtilem Humor und belohnt Entdeckernaturen. All das erstrahlt in einer stilsicheren, weitgehend hübschen, aber keineswegs bahnbrechenden Grafik. Wir sind immer wieder beeindruckt davon, was ein kleiner Entwickler unter Zuhilfenahme der Unreal-Entwicklungsumgebung erschaffen kann. Aus unserer Sicht benötigt Stray nur zwei Dinge, um perfekt zu sein: Raytracing - die Unreal Engine 4 erlaubt dies mit relativ wenig Aufwand - sowie etwas mehr Content. Doch auch im jetzigen Zustand stimmt das Gesamtpaket dank des fairen Preises von 26,99 Euro bei Steam.

Was halten Sie von Stray? Gehören Sie zu den bald 40.000 "äußerst positiv" gestimmten Steam-Rezensenten, oder ist das Spiel nichts für Sie? Diskutieren Sie mit! Zur Erinnerung: Wer Spoiler nicht scheut, findet in der Bildergalerie die 40 schönsten Screenshots aus unseren Sessions, selbstverständlich in maximaler Qualität.

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