Kein Steam-Boat: Gabe Newells 111-m-Yacht Leviathan ausgeliefert
Die 111-Meter-Yacht Leviathan ist ausgeliefert: Gabe Newell setzt bei seinem Oceanco-Neubau auf Technik, Effizienz und gemeinschaftliche Nutzung statt klassischem Prunk - ein ungewöhnlicher Ansatz im Superyacht-Segment.
Die niederländische Werft Oceanco hat die 111 Meter lange Superjacht Leviathan (ehemals Projekt Y722) ausgeliefert - ein Neubau, der nicht nur in der Dimension, sondern vor allem in seiner Konzeptionalität Maßstäbe setzen soll. Eigner ist der Mitgründer von Valve sowie Plattform-Betreiber von Steam, Gabe Newell, der jüngst bereits die Übernahme von Oceanco vollzogen hatte.
Ein neues Kapitel im Jachtbau
Laut Pressemitteilung geht es beim Bau der Leviathan nicht um übermäßige Inszenierung oder klassischen Jacht-Luxus allein, sondern um eine "Philosophie der Kollaboration" und um Effizienz, Komfort und Zweckdienlichkeit unter dem Stichwort "People, Performance and Purpose". So wird die Superjacht als Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Eigentümer, Werft, Designer-Teams sowie der Besatzung gesehen - also eine Art "Community-Vessel", bei dem Betrieb, Mensch und Erlebnis im Vordergrund stehen.
Das passt in der Tonalität zu den Aussagen während der Übernahme des Jachtbauers: "Gabe Newell betritt diese Welt nicht als Finanzier oder Stratege, sondern als praxisorientierter Visionär, der das Meer, das Handwerk und vor allem die Menschen respektiert, die dies möglich machen", hieß es einst in einer Erklärung der Werft. "Er möchte, dass Oceanco das fortsetzt, was es bereits am besten kann: den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen." Das Fazit lautete: "Es geht nicht darum, eine Jachtfirma zu kaufen. Es geht darum, sich einem Team anzuschließen und zu erkunden, welche Zukunft sie gestalten können, wenn sie nichts zurückhält."
Technik und Gestaltung im Überblick
Die Daten des Kolosses zeigen: 111 m Länge, 17,8 m Breite, Bruttoraumzahl von rund 4.970 GT. Als Antrieb dient ein Diesel-Elektrik-System mit einer 5,5-MWh-Batterieanlage, die laut Mitteilung beispielsweise einen lautlosen Nachtbetrieb ermöglichen soll. Die Werft spricht davon, dass dies zu einer sehr niedrigen Vibration und Geräuschkulisse geführt habe - selbst bei voller Fahrt. Außerdem kann die Jacht so auch ohne Hilfsaggregate die Stabilisatoren betreiben.
Im Innenraum zeigt sich laut Werft der Fokus auf Nutzungseffizienz: Materialien wie synthetische Deckbeläge oder Naturwollteppiche wurden bewusst gewählt, um Wartungsaufwand zu reduzieren und die Crew im täglichen Betrieb zu entlasten. Ein besonderes Merkmal ist das Layout, das nicht strikt zwischen Gästebereichen und Crew‐Bereichen trennt: Gäste und Crew sollen stärker integriert sein, gemeinschaftliche Räume dominieren. Das verbannt Angestellte für den Betrieb der zu Wasser gelassenen Luxuswohnung auch nicht in die sonst häufig eher spartanisch ausgestatteten Unterkünfte, und damit werden auch längere Aufenthalte nicht zur Belastung für die Crew. Zerstreuung findet man reichlich: Ein Gaming-Lounge-Bereich mit 15 Arbeitsstationen, zwei Vorrichtungen für Rennsimulationen und großzügigen Relaxzonen auf dem Brückendeck zeigt die unkonventionelle Ausrichtung.
Bildergalerie
Zusammenhang mit der Gaming-Branche
Für Leser von PC Games Hardware wäre das Schiff wohl kaum der Rede wert, wäre es nicht mit einer der bekanntesten Personen der Gaming-Branche verknüpft: Gabe Newell, als Koryphäe im Bereich PC-Gaming und digitaler Distribution, überträgt seine typischerweise im Software- und Digitalbereich bewährten Prinzipien von Teamarbeit, Modularität und Nutzerzentrierung nun auf einen Superjachtbau. Die Leviathan sei kein herkömmliches Statussymbol, sondern ein technisch ambitioniertes Schiff mit multidisziplinärem Nutzen: Es solle nicht nur Luxus bieten, sondern auch Forschungs-, Wissenschafts- und Logistikfunktionen übernehmen. So gehört die Jacht zum Ensemble der Forschungs- und Expeditionsflotte der von Newell mitgegründeten Inkfish.
Der jüngste Zugang ist nicht Newells einziges Schiff: Neben der 2008 gebauten Rocinante von Lürssen hat Newell noch mindestens das Versorgungsschiff Dapple - jetzt Wingman -, das während der Corona-Pandemie ein ganzes Hospital erhielt. Nicht übertrieben, wenn man bedenkt, dass die Rocinante acht Kabinen hat und Newell sich während der Pandemie auf See in Sicherheit wähnte. Von Oceanco stammt außerdem die 2014 gebaute Draak, ehemals Tranquility und Equanimity. Die 150 Millionen US-Dollar teure Jacht übernahm Newell 2023, nachdem sie in Asien versteigert worden war. Die Baunummer Y722 Dollar hatte Newell bereits vor der 400 Millionen US-Dollar teuren Übernahme von Oceanco bestellt und deren Auslieferung scheint im Zeitplan realisiert worden zu sein.
Quellen: Oceanco, Boat International, Pressmare

Den Rest würde ich für Essen, Medikamente für Notdürftige spenden und Entwicklungshilfe.
Wenn alle Milliardäre so denken würden...
dreimal
Ich schlage Kanada vor, Wunderschöne Natur bis zum Abwinken.
Nutzlosigkeit. Das wahre Wort der Idiotie der modernen Superreichen im 21sten Jahrhundert, egal ob Dubai oder Hong Kong. Hätte ich ne Milliarde, ich kauf mir Land, ne Hütte, ein Auto, fertig. Passt. Pferdchen und nen Stall. Wer braucht denn 100 Räume auf nem Boot? Oder 20 Toiletten für Privatnutzung? Kommerziell, klar, bau fürs Geld die Titanic nach und mach ne Firma draus, aber nur für Privatnutzung..... Schlimmer als das Flexen der Proleten und Machos in der hirntoten Deutschrapszene welche mit toxischer Subkultur ne ganze Jugend degenerieren.
Aber nunmal nur meine typischen zwei Cent.
Den Rest würde ich für Essen, Medikamente für Notdürftige spenden und Entwicklungshilfe.
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