Steam: Gabe Newell lag 2011 bei Valves Plattform daneben
Gabe Newell sagte 2011, Steam sei nicht "die Antwort" auf digitale Distribution. 15 Jahre später zeigt sich: Valves Plattform hat ihre Position trotz Origin, Epic Games Store und Co. weiter gefestigt.
Valve-Chef Gabe Newell gilt als eine der prägenden Figuren des PC-Gamings. Umso bemerkenswerter ist eine ältere Aussage, die die US-Webseite PC Gamer nun wieder aufgegriffen hat: In einem Interview aus dem Jahr 2011 sagte Newell, Steam sei nicht "die Antwort auf digitale Distribution". Seine Begründung lautete damals, dass sich die Spielebranche alle zwei bis drei Jahre dramatisch verändern könne und niemand davon ausgehen sollte, dass der Status quo dauerhaft Bestand hat.
Newell verwies seinerzeit auf Beispiele wie die Wii oder Social Gaming, die bestehende Annahmen in der Branche verändert hätten. Wer nicht ständig neuen Mehrwert schaffe, könne demnach schnell zurückfallen. Die Aussage fiel zu einer Zeit, in der Electronic Arts mit Origin einen eigenen digitalen Store aufbaute und damit in direkte Konkurrenz zu Steam trat. EA positionierte Origin damals auch über Funktionsvergleiche gegen einen "führenden Wettbewerber", womit naheliegend Steam gemeint war.
Origin, Epic und andere Herausforderer
Um dem eigenen Angebot einen "Mehrwert" zu geben, entfernte EA rund um 2011 mehrere Spiele von Steam oder brachte sie nachfolgend nicht mehr über Valves Plattform heraus. Unter anderem wurde Crysis 2 damals von Steam entfernt, was EA mit einem Policy-Konflikt erklärte. PC Gamer verweist darauf, dass die zeitliche Nähe zum Origin-Ausbau Spekulationen beförderte. Als Stolperstein musste damals oft der Passus herhalten, dass sämtliche Inhalte auch über Steam angeboten werden müssen - das galt auch für Ingame-Transaktionen. Newell ließ sich in den Kleinkrieg nicht verwickeln und sagte damals, Valve müsse für Partner wie EA, Ubisoft, Take-Two und andere Entwickler weiterhin Wert schaffen, damit diese ihre Spiele auf Steam anbieten. Heute wissen wir, dass sowohl Electronic Arts als auch Ubisoft wieder auf Steam vertreten sind.
In den folgenden Jahren traten weitere Konkurrenten auf, darunter der Epic Games Store. Epic setzte unter anderem auf Exklusivdeals und eine niedrigere Umsatzbeteiligung für Entwickler. Microsoft senkte ebenfalls seinen Anteil bei PC-Spieleverkäufen im eigenen Store. Valve hielt dagegen grundsätzlich am bekannten 70/30-Modell fest, auch wenn es für besonders umsatzstarke Spiele gestaffelte Anpassungen gibt, und setzte auf die Strahlkraft der Plattform mit ihrer hohen Nutzerbasis und konsequente Weiterentwicklung des Clients.
Steam bleibt zentrale PC-Plattform
Trotz der Konkurrenz hat Steam seine Rolle im PC-Gaming weiter ausgebaut. Auch Epic Games konnte trotz hohem finanziellem Einsatz bislang nicht an Steam heranreichen, obwohl man Evergreens wie Fortnite im Programm hat. Der Client ist nicht gut genug, um die trägen Massen von Steam wegzubewegen. Weiteren Wettbewerb gibt es kaum: Größere Publisher verfolgen parallel ihre eigenen Aktivitäten und GOG ist konzeptionell etwas anders gelagert. Auch Amazon konnte sich mit eigenen PC-Gaming-Vertriebsambitionen nicht sichtbar gegen Steam etablieren. Ein gewissermaßen endloses Investitionsbudget allein ist also ganz klar keine Antwort, um Steam-Spieler wegzunehmen.
Steam erreicht inzwischen regelmäßig neue Rekorde bei gleichzeitig aktiven Nutzern - zuletzt hat die Plattform mehr als 41 Millionen gleichzeitige Nutzer überschritten. Zudem kommen jedes Jahr Tausende neue Spiele in die Bibliothek. Damit steht Newells damalige Aussage in einem anderen Licht: Seine Warnung vor Stillstand war sachlich begründet, doch Steam ist 15 Jahre später weiterhin die dominierende Plattform für digitale PC-Spiele.
Quelle: via PC Gamer

Daher, wenn ihr unter Linux spielt: Sichert euch von GOG immer auch die Windows-Version! Kostet ja nichts zusätzlich.
PC-Gaming sollte man solange genießen wie man kann, insofern man Zeit und Lust hat. Denn Dinge können sich tatsächlich über Nacht radikal ändern. Leider nicht immer zum Besseren.
Steam hat auch einfach die besten Community-Funktionen. Ich habe nie einen anderen Store verwendet (außer vereinzelt GoG), weil mir nie etwas gefehlt hat.
So habe ich schon des öfteren Spiele auch einfach nochmal im Discount gekauft, als sie endlich DRM-frei zu GOG kamen, auch wenn ich sie schon bei Steam und anderswo hatte.
Einfach wegen DRM-frei, offline und "besitzen".
Ein Anbieter ist dann konkurrenzfähig, wenn er einen Service oder Mehrwert bietet, den die Kunden schätzen.
Naja aber etwas Konkurrenz kann ja nicht schaden.
Problem ist aber eher das es keine (mir bekannte!) Konkurrenz zu GoG gibt.
Schaut man sich alles alles! an was Steam bietet gibt es hier anscheinend auch (mir bekannte!) Konkurrenz.
Die anderen Shops müsten also über den Preis gehen damit ich mich herablasse überhaupt dort kaufen zu wollen.
Weder Epic, Ubi, EA noch Blizzard sind mir da positiv aufgefallen.
Ausnahmen sind wie üblich Exclusiv Titel....
Naja aber etwas Konkurrenz kann ja nicht schaden.