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Steam Machine im Test: Valves ernüchternder Wohnzimmer-PC hat ein großes Preisproblem
Die Steam Machine soll SteamOS ins Wohnzimmer bringen. Im Test zeigt sich aber: Valves Würfel ist zwar deutlich schneller als das Steam Deck, hat allerdings seine Macken, vor allem beim Preis.
Inhaltsverzeichnis
Hardware ist teuer, und sie könnte noch teurer werden, wenn man Valve glauben darf. Trotzdem bringt das Unternehmen die Steam Machine auf den Markt. Damit startet Valves neuer Wohnzimmer-PC in einem schwierigen Umfeld: Konsolen sind etabliert, kompakte Gaming-PCs gibt es in vielen Preis- und Leistungsklassen, und der PC-Markt steht weiter unter Druck durch hohe Komponentenpreise. Umso wichtiger ist die Frage, an wen sich die Steam Machine eigentlich richtet. Für Konsolenspieler dürfte die Steam Machine erklärungsbedürftig sein, weil sie nicht die geschlossene Einfachheit einer Playstation oder Xbox bietet. Für klassische PC-Spieler stellt sich dagegen die Frage, warum sie zu einem fertigen SteamOS-System greifen sollten, statt selbst zu bauen oder einen Windows-PC zu kaufen. Und Besitzer eines Steam Decks bekommen mit der Steam Machine vor allem eine stationäre Auslegung einer bereits bekannten Idee. Doch vielleicht bringt ein Test des Geräts mehr Aufschluss darüber, an wen sich Valve eigentlich wendet.
Mit der neuen Steam Machine setzt Valve auf ein eigenes, kompaktes System mit den Maßen 16,5 × 15,5 × 15,3 cm. Der kleine schwarze Würfel soll SteamOS, Steam-Bibliothek und ein stark konsolenähnliches Bediengefühl enger miteinander verbinden. Genau darüber verkauft Valve das Gerät auch: Die Steam Machine soll kein frei zusammengestellter Mini-PC sein, sondern ein fertiges Wohnzimmersystem, das einfacher wirkt als ein klassischer Gaming-PC, aber offener bleibt als eine Konsole.
Ausstattung: Kompakter Würfel mit PC-Nähe
Installiert ist eine AMD-Custom-CPU mit 6 Kernen und 12 Threads, 16 MiByte L3-Cache und einem Maximaltakt von 4,86 GHz. Dazu kommen 16 GiByte DDR5-Arbeitsspeicher. Die eigenständige Radeon-Grafikeinheit verfügt über 8 GiByte GDDR6-Grafikspeicher und wird unter SteamOS als "AMD Radeon Graphics" auf Navi-33-Basis erkannt - die Steam Machine setzt folglich auf die im Jahr 2022 eingeführte RDNA-3-Architektur ("GFX11"). Die GPU lässt sich am ehesten mit einer leicht beschnittenen Radeon RX 7600 (PCGH-Test) vergleichen. Während die Retail-Grafikkarte einen Vollausbau mit 32 Compute Units sowie 2.048 FP32-Einheiten bietet, sind auf der Steam Machine nur 28 CUs und dementsprechend 1.792 ALUs aktiv. Das Power-Budget sinkt von 165 (Radeon RX 7600) auf 110 Watt (GPU der Steam Machine).
Quelle: PC Games Hardware
Kühlung kann die Steam Machine: Auch bei voller Auslastung ist kaum etwas zu hören.
Beim Massenspeicher zeigt SteamOS in unserem Testsystem ein NVMe-Laufwerk mit rund 1,9 TByte. Als Controller erscheint ein Kingston-Gerät. Zusätzlich ist ein rund 7,6 GiByte großer zram-Swap eingerichtet. Auf dem Testsystem läuft SteamOS 3.8.9 in der x86-64-Version. Im Desktop-Modus zeigt sich die Steam Machine damit weiterhin als Linux-PC mit KDE-Oberfläche. Alternativ lässt sich das System wie beim Steam Deck über eine stärker auf Controller-Bedienung ausgelegte Gaming-Oberfläche nutzen.
Für den PCGH-Test ist dieser Punkt übrigens relevant, denn Valve hat im Interview eingeräumt, dass Gaming Mode und Desktop Mode nicht in jedem Fall zu 100 Prozent identisch arbeiten. Große Abweichungen seien zwar nicht zu erwarten, Unterschiede könnten aber etwa durch Fenster- oder Vollbildverhalten entstehen. Unsere Tests haben im Desktop-Modus stattgefunden. Die Ergebnisse bilden entsprechend nicht automatisch jeden möglichen Sonderfall im Gaming Mode ab.
Quelle: PC Games Hardware
Anschlüsse hat die Steam Machine reichlich.
Bei den Anschlüssen deckt Valve die wichtigsten Anforderungen eines Wohnzimmer-PCs ab. Für die Bildausgabe stehen einmal HDMI 2.0 und einmal Displayport 1.4 bereit. HDMI 2.0 unterstützt laut den bisher genannten Spezifikationen bis zu 4K bei 120 Hz, Displayport 1.4 bis zu 4K bei 240 Hz oder 8K bei 60 Hz. Für Peripherie gibt es insgesamt vier USB-A-Ports und einen USB-C-Anschluss. Die USB-A-Ports teilen sich in zwei USB-A 3.2 Gen 1 an der Vorderseite und zwei USB-A 2.0 an der Rückseite auf. Der rückseitige USB-C-Port arbeitet laut Spezifikation mit USB 3.2 Gen 2 und damit mit bis zu 10 Gbit/s. Für die Netzwerkanbindung stehen Gigabit-Ethernet, Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 zur Verfügung. Zusätzlich ist ein 2,4-GHz-Funkadapter für den neuen Steam Controller integriert.
Auch wenn der Formfaktor eher an Konsolen wie die Xbox Series X oder einen fast doppelten Gamecube erinnert, fällt auf, dass die Ausstattung der Steam Machine PC-nah genug ist, um sich von den meisten Konsolen abzusetzen, ohne dabei allerdings so frei konfigurierbar zu sein, wie es bei Eigenbau-Systemen nun einmal der Fall ist.

FSR4 kann menschlichen ja leicht aktivieren, wurde auch bereits erwähnt ...
Wenn mensch mit Eigenbau vergleicht, sollte mensch bedenken, dass die SM bereits fertig zusammengebaut und aufeinander bzw. mit dem BS abgestimmt ist. Das berücksichtigt ist der Preis offenbar immer noch zu hoch.
Und die brauchen auch keine zusätzliche GPU .. die IGPU reicht..
Das sind meist reine Arbeitsmühlen für Office (word, Excel ect)
War ein eher ironischer Vergleich weil die Steam Mashine ständig von manchen als Konsole betitelt wird - was es faktisch nicht nun mal nicht ist.
1000€ für eine 8GB GPU als System zu verlangen ist eine Frechheit,
es gibt auch SFF Fertig PC mit einer 5060TI 16GB um 950€
Und die brauchen auch keine zusätzliche GPU .. die IGPU reicht..
Das sind meist reine Arbeitsmühlen für Office (word, Excel ect)