Steam Machine: Was darf der Gaming-PC mit SteamOS kosten?
Die neue Steam Machine mit Zen 4, RDNA 3 und SteamOS verfügt über Semi-Custom-Hardware von AMD, welche mit der gewöhnlicher Gaming-PCs vergleichbar ist. Was darf die neue Steam Machine also kosten, um noch konkurrenzfähig zu sein?
Was darf die neue Steam Machine kosten?
Die neue Steam Machine mit Zen 4, RDNA 3 und SteamOS verfügt über optimierte Semi-Custom-Hardware ("Semi-Custom-Silicon") von AMD und soll damit sechsmal schneller sein als das Steam Deck. Die Zen-4-CPU und die RDNA-3-Grafikkarte lassen sich allerdings durchaus mit der Hardware gewöhnlicher Gaming-PCs vergleichen, wie die PCGH-Redaktion bei der Einordnung der technischen Spezifikationen schon in aller Klarheit herausgearbeitet hat. Was darf die neue Steam Machine also kosten, um mit einem von Valve in Aussicht gestellten wettbewerbsfähigen Preis an den Start zu gehen? Wir kalkulieren das mal durch und sind auf eure Meinungen gespannt.
Der Prozessor
Valve setzt für die neue Steam Machine 2.0 auf einen optimierten Zen-4-Prozessor, welcher von AMD Semi-Custom Solutions speziell für Valve angepasst wurde und mit 6 Zen-4-Prozessorkernen und SMT ("Simultaneous Multithreading") parallel bis zu 12 Threads abarbeiten kann. Die Taktfrequenzen betragen bis zu 4,8 GHz, womit der Prozessor in etwa zwischen dem AMD Ryzen 5 7500F und Ryzen 5 7400F einzuordnen ist, sich allerdings mit einer TDP von 30 Watt begnügen muss.
Quelle: PCGH
Der Ryzen 5 7500F wird laut dem PCGH-Preisvergleich von Geizhals jetzt zu Preisen ab 125 Euro gehandelt und kommt dem Custom-Zen-4-Prozessor aus dem neuen Steam Deck am nächsten. Hier kann man davon ausgehen, dass Valve durch Abnahmeverpflichtungen einen deutlich besseren Preis erzielt und damit vergleichsweise viel Spielraum für seine Preiskalkulation haben wird.
Die Grafikkarte
Während das Steam Deck und Steam Deck OLED mit Aerith und Sephiroth auf ein vollwertiges Custom-SoC ("System-on-a-Chip") setzen, entschied sich Valve bei der neuen Steam Machine wohl auch aus Kostengründen für ein klassischeres Setup, welches neben dem Zen-4-Prozessor auf eine dedizierte RDNA-3-Grafikkarte zurückgreift, die einer beschnittenen Radeon RX 7600 gleichkommt.
Die Custom-Designs der Radeon RX 7600 werden aktuell zu Preisen ab 230 Euro gehandelt und auch hier hätte Valve wohl den größtmöglichen Spielraum für einen Preisnachlass im Vergleich zu einem Gaming-PC im Selbstbau.
Das Mainboard
Hier wird Valve aufgrund der Abmessungen von von 152 × 162 × 156 mm (H×T×B) auf ein Mini-ITX-Mainboard mit B650- oder A620-Chipsatz zurückgreifen müssen. Im Handel kosten Modelle wie das Asrock B650I Lightning WiFi um 140 Euro.
Da Valve hier mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine OEM-Lösung, also ein nach eigenen Bedürfnissen angepasstes OEM-Mainboard, setzen wird, ergibt sich auch hier ein gewisses Einsparungspotenzial für den Hersteller.
Der Speicher
Während 16 GiByte DDR5-Arbeitsspeicher aktuell ab 60 Euro gehandelt werden, würden 512 GiByte respektive 2 Terabyte SSD-Speicherplatz in Form einer mittels PCIe 4.0 ×4 angebundenen NVMe-SSD im Selbstbau-PC mit etwa 40 Euro respektive 110 Euro im Einkauf zu Buche schlagen.
Quelle: Kingston
Da es sich bei der neuen Steam Machine um einen Komplett-PC handelt, auf den der Hersteller auch entsprechende Garantien für den fehlerfreien Betrieb geben muss, wird Valve hier zu DDR5-5200 oder DDR5-5600 setzen.
Das Fazit
Selbst wenn man weitere Komponenten wie das Gehäuse, eine adäquate Kühlung und das Netzteil mit einbezieht, wird Valve den günstigsten Einkaufspreis eines selbst zusammengestellten Gaming-PCs mit vergleichbarer Hardware auch ohne Subventionen mit Leichtigkeit unterbieten können. Die Rechnung:
| Gaming-PC im Selbstbau | |
|---|---|
| CPU | 125 Euro |
| GPU | 230 Euro |
| Mainboard | 145 Euro |
| Arbeitsspeicher | 70 Euro |
| Festspeicherplatz | 50 Euro (512 GiByte) 110 Euro (2 Terabyte) |
| CPU-Kühler | 20 Euro |
| Gehäuse | 80 Euro |
| Netzteil | 60 Euro |
| 760 Euro (512 GiByte) 810 Euro (2 Terabyte) |
Während ein selbst zusammengestellter Gaming-PC sich also in einem Preisbereich von 750 bis 850 Euro bewegen dürfte, ist davon auszugehen, dass Valve ein solches Paket auch für 600 Euro (512 GiByte) und 750 Euro (2 Terabyte) schnüren könnte.
Doch wie sehen die Community-Mitglieder aus dem PCGH-X-Forum das? Wie viel darf die neue Steam Machine mit SteamOS kosten, um für euch noch interessant zu sein?