Steam Deck: Proton-Datenbank nennt die unterstützten Spiele
Für den Erfolg von Valves Steam Deck ist es wichtig, dass möglichst viele Spiele auf Steam OS und damit auf Linux laufen. Hier setzt das Unternehmen mit der Software Proton an, die Windows-Spiele auch auf Linux lauffähig machen soll. Eine Datenbank zeigt, bei welchen Titeln das gelingt.
Für den Erfolg von Valves Handheld-PC Steam Deck dürften die unterstützten Spiele essenziell werden. Im Gegensatz zu der aktuell erfolgreichsten Handheld-Konsole, der Nintendo Switch, soll das Stream Deck nicht auf speziell optimierte Spiele setzen. Stattdessen soll sich das Gerät prinzipiell für alle auf Steam erhältlichen Spiele eignen. Doch dabei gibt es Einschränkungen.
Proton bringt Windows-Spiele auf das Steam Deck
Da die am Steam Deck verbauten Bedienelemente denen der gängigen Controller von Sony und Microsoft ähneln, sollte die Steuerung bei den meisten Spielen unproblematisch sein. Kritischer ist hingegen das von Valve verwendete Betriebssystem: Das Steam Deck setzt auf Steam OS 3.0 und damit auf ein Arch-Linux, dem eine native Unterstützung für DirectX und andere Windows-exklusive Features fehlt.
Nur ein kleiner Teil der neu veröffentlichten Spiele bringt aber eine native Unterstützung für Linux mit sich. Meistens wird Windows zwingend vorausgesetzt. Abhilfe verspricht Valve hier durch die Software Proton, die DirectX 11 und DirectX 12 durch den Einsatz der Grafikschnittstelle Vulkan auch unter Linux lauffähig macht. Dadurch sollen zahlreiche Spiele nachträglich für Linux tauglich gemacht werden.
Valves Proton-Projekt läuft schon seit fast drei Jahren, sodass mittlerweile zu vielen Spielen der aktuelle Kompatibilitätsstatus bekannt ist. Dieser lässt sich über eine öffentlich verfügbare Datenbank abrufen, sodass jeder Nutzer leicht prüfen kann, ob und wie gut die eigenen Titel unterstützt werden. Eine gute Unterstützung wird beispielsweise für Skyrim, Dishonored, Hellblade: Senua's Sacrifice und Witcher 3 in Aussicht gestellt. In den Top 100 der auf Steam aktuell meistgespielten Spiele finden sich darüber hinaus noch zahlreiche weitere Titel, die laut Nutzerbewertungen gut oder sehr gut unter Proton laufen.
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Es lassen aber auch einige Spiele finden, bei denen die Portierung nicht wirklich gelingt. Insbesondere Kopierschutz- und Anti-Cheat-Systeme sind hier problematisch, da sich diese gegen unerwünschte Änderungen und damit gegen Proton wehren. Laut Steam gibt es aber auch hier Hoffnung: Demnach sollen bald die Anti-Cheat-Systeme BattlEye und EAC unter Proton lauffähig sein. Der hartnäckige Kopierschutz Denuvo wird schon seit letztem Jahr unterstützt.
Quelle: Proton Datenbank via PC Games

Größtes Problem sind derzeit die Anti-Cheat-Systeme. Aber auch da ist es natürlich leichter, das unter einem bestimmten System zu unterstützen. Man benötigt dafür zum Beispiel einen relativ aktuellen Linux-Kernel. Der ist auf den meisten Linux-Distributionen noch gar nicht im Einsatz. Steam OS nutzt den natürlich mit Sicherheit schon.
Man kann natürlich auch Windows auf das Gerät machen. Aber da muss man das OS dann selbst verhalten. Das kann sogar zu der paradoxen Situation führen, dass ein bestimmter Titel (warum auch immer) unter Windows auf dem Gerät nicht läuft und man dann von Valve keinen Support erhält. Linux läuft zudem auf RDNA2 Hardware äußerst performant. Ihr könnt euch ja mal diesen Benchmark ansehen:
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Für mich ist Proton immer noch Grütze.