Starcraft 2 Heart of the Swarm angespielt: Alle Änderungen bei Terraner, Zerg und Protoss im Multiplayer

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20 Minuten Multiplayer-Action warten am Gamescom-Stand von Starcraft 2 - Heart of the Swarm auf Sie. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es keine spielbaren Missionen der Kampagne anzutesten. Dafür haben Sie in den Mehrspielerpartien Zugang zu den neuen Einheiten von allen Rassen. Wir haben uns die Innovationen bei Terraner, Zerg und Protoss genau angeschaut.

Gamescom-Besucher mit ausreichend Geduld können auch in diesem Jahr die erste Erweiterung von Starcraft 2 anspielen. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es allerdings keine Missionen der Kampagne. Dieses Jahr hat Blizzard eine Multiplayer-Version des Titels im Gepäck und lässt Sie am Messestand im 1 vs. 1 gegen andere Besucher antreten. Weniger geübte Spieler haben es also etwas schwieriger beim Ausprobieren, dafür bekommen Sie erstmalig die neuen Technologiebäume aller Rassen zu sehen. Mit 20 Minuten sind die Partien zwar vergleichsweise kurz, die wesentlichen Änderungen sollten Sie dennoch zu sehen bekommen. Wir verraten Ihnen einige der Neuerungen und wie sie sich in der Praxis bemerkbar machen.

Starcraft 2 - Heart of the Swarm - Multiplayer: Terraner-Perspektive
Als Terraner bekommen Sie die Innovationen recht schnell zu spüren. Der alte "Reaper" wurde komplett überarbeitet und muss in Zukunft auf seinen speziellen Gebäudeangriff verzichten. Dafür gibt es ein Upgrade, mit dem er besonders schnell Leben regeneriert. Bereits kleine Gruppen richten bei feindlichen Sammlern also anhaltend massiven Schaden an. Der Rest der Änderungen basiert fast ausschließlich auf der Fabrik und dem sogenannten "Heavy Metal-Gameplay". Der "Hellion" ist nun ähnlich wie "Viking" oder "Belagerungspanzer" eine Einheit mit verschiedenen Modi. Im Roboter- oder auch Kampfmodus sind Sie langsamer und haben dafür fünfundvierzig zusätzliche Lebenspunkte. Die mobile "Spinnenmine" ist dagegen völlig neu. Diese Minen werden in der Fabrik gebaut und können unsichtbar im Boden vergaben werden. Kommt ihr eine gegnerische Einheit zu nahe, heftet sie sich an diese und nach weiteren zehn Sekunden sprengt es die Einheit garantiert in die Luft.
Der Multiplayer von Starcraft 2 - Heart of the swarm auf der Gamescom angespielt (20) Quelle: PC Games Hardware Der Multiplayer von Starcraft 2 - Heart of the swarm auf der Gamescom angespielt (20)
Die Änderungen im Gameplay gewähren Ihnen als Terraner in erster Linie neue Alternativen im "Middlegame" einer Partie. Gerade die neuen "Hellions" sind eine hervorragende Waffe, um Belagerungspanzern effektive Deckung vor anstürmenden "Zerglingen" zu geben. Auch in größeren Infanteriegruppen übernehmen die neuen Roboter eine brauchbare Funktion. Die Minen haben dagegen eher einen besonderen Unterhaltungswert. Es macht enormen Spaß, einer ganze Gruppe von "Kolossen" zuzugucken, wie sie nach zehn Sekunden gemeinschaftlich in die Luft fliegen - ein tolle Änderung. Im "Endgame" hat sich für Terraner dagegen wenig getan. Auch im "Earlygame" spielen sich die Reaper zwar anders als früher, ihr Einsatz und die frühen taktischen Möglichkeiten sind aber im Wesentlichen unverändert.

Starcraft 2 - Heart of the Swarm - Multiplayer: Protoss-Perspektive
Die Protoss sind die einzige Rasse, bei der zuerst eine alte Einheit Platz machen musste. Der noch aus Starcraft 1 bekannte "Träger" wurde aus dem Spiel entfernt und gegen den neuen "Tempest" ersetzt; eine Lufteinheit mit enormer Reichweite. Eine teure, aber enorm effiziente Einheit für Angriffe aus dem Hinterhalt. Besonders effektiv wird er in Kombination mit dem neuen "Oracle". Eine weitere Lufteinheit, die nicht mit Waffen, sondern mit Energie arbeitet. Er kann unter anderem Mineralfelder beim Gegner blockieren oder Gebäude mit einem temporären Sichtfeld belegen. Besonders interessant ist der neue "Mothership-Core": Ein Nexus kann mit diesem Upgrade aufgerüstet werden und bekommt dadurch früh im Spiel zusätzliche Fähigkeiten: "Massenrückruf" oder die Möglichkeit, eine starke temporäre Verteidigungskanone zu errichten, geben dem Protoss dann zusätzliche Defensiv-Techniken. Das alte "Mutterschiff" ist dann ein Upgrade des neuen Anbaus.
Der Multiplayer von Starcraft 2 - Heart of the swarm auf der Gamescom angespielt (14) Quelle: PC Games Hardware Der Multiplayer von Starcraft 2 - Heart of the swarm auf der Gamescom angespielt (14)
Auch wenn es in 20 Minuten nur schwer möglich ist, sollten Sie auf der Messe in jedem Fall den "Tempest" mit Reichweiten-Upgrade ausprobieren. Mit enormer Reichweite nehmen Sie sowohl Boden- als auch Lufteinheiten auseinander. Dafür ist es leider ein teures Vergnügen, wenn diese Schiffe zerstört werden. Mit dem "Oracle" sollten Sie vor allem dann arbeiten, wenn Sie bei der aktuellen Rohstoffproduktion im Nachteil sind. Hier hat der Protoss eine effektive Waffe an die Hand bekommen, um ohne großes Risiko Druck auf den Gegner auszuüben. 1-2 Einheiten können abhängig von Gegner und Karte zum konstanten Störfaktor für den Gegner werden. Die wichtigste Änderung ist allerdings eindeutig der "Mothership-Core". Ein frühes Pflicht-Upgrade und besonders die Kanone eignet sich hervorragend, um abgelegene Expansionen zu schützen. An den generellen Taktiken ändert sich beim Protoss allerdings wenig. Das "Endgame" dürfte weiterhin von den bekannten Bodeneinheiten dominiert werden.

Starcraft 2 - Heart of the Swarm - Multiplayer: Zerg-Perspektive
Bei den Zerg finden Sie die Änderungen zwar erst spät im Technologiebaum, dafür dann aber mit enormer Gewalt. Besonders im "Endgame" haben Zerg gleich ein ganzes Bündel an neuen Möglichkeiten: Zuerst gibt es zwei neue Einheiten: Die "Swarmhost"-Einheit kann sich im Boden eingraben und spuckt am laufenden Band kleine "Locust" aus, die den Gegner angreifen. Bereits kleinere Gruppen richten so enormen Schaden in den feindlichen Reihen an. Die "Viper" ist eine Flugeinheit, die wie der "Vergifter" auf Energie zurückgreifen muss. Die wichtigste Fähigkeit ist ein Griff nach feindlichen Einheiten. Mit einer Art Tentakel zieht die "Viper" Gegner zu sich heran. Für Zerg extrem gefährliche Einheiten wie "Kolosse" oder "Belagerungspanzer " werden so einfach in die Gruppe der angreifenden Zerg gezogen und so zur leichten Beute. Für "Hydralisken" gibt es das lange geforderte Geschwindigkeits-Upgrade. Mit rasendem Tempo bewegen sich diese nach dem Update über die Karte und bekommen so völlig neue Einsatzmöglichkeiten. Ein weiteres Update für "Ultralisken" schaltet eine "Ansturm"-Fähigkeit frei.
Der Multiplayer von Starcraft 2 - Heart of the swarm auf der Gamescom angespielt (22) Quelle: PC Games Hardware Der Multiplayer von Starcraft 2 - Heart of the swarm auf der Gamescom angespielt (22)
In den ersten zehn Spielminuten ist für Zerg eigentlich alles wie immer. Die frühen taktischen Möglichkeiten waren beim Zerg schon immer ausreichend, sodass sich hier praktisch nichts verändert hat. Nach dem neuen Upgrade werden dann "Hydralisken" zum unverzichtbaren Bestandteil ihres Teams und durch das enorme Tempo sind überall auf der Karte Überraschungsangriffe möglich - eine dringend notwendige Verbesserung. Die neuen Einheiten krempeln das folgende Spiel anschließend völlig um und sind schnell die besten Freunde des Zerg-Spielers. Gerade der Griff nach großen Einheiten beim Gegner könnte schnell Ihre liebste Beschäftigung werden. Das Finale mit den verbesserten "Ultralisken" ist wuchtig und besonders lebensbedrohlich für terranische Marines. Insgesamt gibt es für Zerg viel Neues und unzählige neue Optionen. Zerg selber werden große Freude daran haben - dafür müssen Gegenspieler ziemlich umdenken und sich erst neue Taktiken überlegen. Ein Addon vom Namen bis zu den Einheiten ganz im Sinne der Zerg.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von SchwarzerQuader Software-Overclocker(in)
        AW: Starcraft 2 Heart of the Swarm angespielt: Alle Änderungen bei Terraner, Zerg und Protoss im Multiplayer

        Hm, der Artikel wirkt etwas "mit der heißen Nadel gestrickt". Die Schlussfolgerung zum Reaper ist recht weit hergeholt, die Mine heißt Widow Mine (oder heißt die im Deutschen dann echt "Spinnenmine?") und der Warhound wird nicht einmal erwähnt. Auch kann man über die Kombination Tempest/Oracle streiten, bzw. macht sie nur mit Preordain (Sicht auf Gebäude) Sinn. Und auch die Aussage zum Swarm Host ist etwas wackelig.

        Nichtsdestotrotz, die wenigen Minuten auf der gamescom mit dem Swarm Host haben doch Spaß gemacht und mir die Einheit etwas sympathischer gemacht. Dennoch sehe ich da noch viel Potenzial zur Überarbeitung (nicht dass es notwendig, sodnern möglich ist).
        Den Tempest halte ich weiterhin, gemessen an den Zahlen auf dem Papier, für zu stark, das Oracle hingegen für interessant, zu Beginn für den Gegner als ziemlich nervig, jedoch auch recht leicht konterbar. Mit Terra hatte ich noch keinen Kontakt, wobei ich den Warhound für interessant sowie überarbeitungsbedürftig sehe (und nebenher nicht verstehe, warum der immer nur als Anti-Mech dargestellt wird, wo er viel mehr eine Allround-Einheit ist).

        Wie Nocci aber bereits sagt wird ja bald die Beta starten, die dann nochmal einige Neuerungen enthalten wird. Spannend bleibt es jedenfalls.
      • Von SchwarzerQuader Software-Overclocker(in)
        AW: Starcraft 2 Heart of the Swarm angespielt: Alle Änderungen bei Terraner, Zerg und Protoss im Multiplayer

        Hm, der Artikel wirkt etwas "mit der heißen Nadel gestrickt". Die Schlussfolgerung zum Reaper ist recht weit hergeholt, die Mine heißt Widow Mine (oder heißt die im Deutschen dann echt "Spinnenmine?") und der Warhound wird nicht einmal erwähnt. Auch kann man über die Kombination Tempest/Oracle streiten, bzw. macht sie nur mit Preordain (Sicht auf Gebäude) Sinn. Und auch die Aussage zum Swarm Host ist etwas wackelig.

        Nichtsdestotrotz, die wenigen Minuten auf der gamescom mit dem Swarm Host haben doch Spaß gemacht und mir die Einheit etwas sympathischer gemacht. Dennoch sehe ich da noch viel Potenzial zur Überarbeitung (nicht dass es notwendig, sodnern möglich ist).
        Den Tempest halte ich weiterhin, gemessen an den Zahlen auf dem Papier, für zu stark, das Oracle hingegen für interessant, zu Beginn für den Gegner als ziemlich nervig, jedoch auch recht leicht konterbar. Mit Terra hatte ich noch keinen Kontakt, wobei ich den Warhound für interessant sowie überarbeitungsbedürftig sehe (und nebenher nicht verstehe, warum der immer nur als Anti-Mech dargestellt wird, wo er viel mehr eine Allround-Einheit ist).

        Wie Nocci aber bereits sagt wird ja bald die Beta starten, die dann nochmal einige Neuerungen enthalten wird. Spannend bleibt es jedenfalls.
      • Von Nocci Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Starcraft 2 Heart of the Swarm angespielt: Alle Änderungen bei Terraner, Zerg und Protoss im Multiplayer

        Anfang dieser Woche wurde btw auch der TvP Battle Report veröffentlicht:

        StarCraft II: Heart of the Swarm - Battle Report (Terran vs Protoss) - YouTube

        Desweiteren ist auf der GC nur die aktuell stabile & überprüfte Version anzuspielen, intern ist man noch etwas weiter mit den Änderungen. So soll es im Nydus Network noch 2 weitere Arten von Nydus Worm geben, einen der Creep über 'ne große Distanz spuckt und einen um Gebäude anzugreifen. Auch der Timer der Widow Mine soll entfernt worden sein.
        Eine ziemlich große Änderung (sobald man etwas fortgeschritten ist...) ist der Overlord Creepspread, für diesen braucht man nun nichtmehr den Lair als Tech Vorraussetzung sondern die Evolution Chamber. Das eröffnet viele neue Early Game Optionen für Z.

        Außerdem steht die erste Phase der Beta (Friends & Family) kurz bevor.
      Direkt zum Diskussionsende
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