Blizzard: Support-Ende für Windows XP und Windows Vista im Laufe des Jahres
Im Laufe des Jahres müssen Blizzard-Fans mit älterem Betriebssystem dieses wohl oder übel erneuern müssen, möchten sie weiterhin unter anderem World of Warcraft, Hearthstone oder Heroes of the Storm spielen, denn der Entwickler stellt den Support von Windows XP und Windows Vista ein.
Fans von Windows XP halten weiterhin an ihrem liebgewonnenen Betriebssystem fest. Während Microsoft unlängst den Support für das nunmehr mehr als 15 Jahre alte OS eingestellt hat, folgt in diesem Jahr das Support-Ende für Windows Vista. Einige Spieleentwickler bieten dennoch einige Titel für die alten Plattformen an, einer von diesen ist Blizzard. Im Laufe des Jahres soll sich dies ändern. So verkündete die Spieleschmiede das Support-Ende der eigenen Titel auf den alten Betriebssystemen.
In einem aktuellen Statement heißt es, dass mit Einstellung des Supports die betroffenen Spiele nicht mehr auf Windows XP und Windows Vista laufen werden. Spieler, die eines dieser Betriebssysteme nutzen, werden darum gebeten, ein Upgrade auf eine aktuellere Windows-Version vorzunehmen.
"Nachdem diese älteren Betriebssysteme nicht mehr unterstützt werden, werden Spiele nicht länger auf diesen laufen. Aus diesem Grund ermutigen wir alle Spieler, die derzeit ein solches Betriebssystem nutzen, ein Upgrade auf eine neuere Version durchzuführen. Wir werden diese Änderungen nach einem gestaffelten Zeitplan durchführen. Sobald wir uns einer Änderung nähern, werden wir eine entsprechende Bekanntmachung rechtzeitig veröffentlichen."
Zu den betroffenen Titeln gehören World of Warcraft, Starcraft 2, Diablo 3, Hearthstone und Heroes of the Storm. Wer vom nahenden Support-Ende betroffen ist, muss nicht zwangsweise auf Microsofts aktuelles Betriebssystem Windows 10 wechseln, um die Titel zu spielen. Weiterhin werden Windows 7 sowie Windows 8 und Windows 8.1 unterstützt.
Quelle: via dsogaming.com


Ich persönlich hätte übrigens W10 gar nicht mehr als 32bit Version angeboten, dann gäbe es das "Problem" mit dem Windows 10 32-bit Tablet nicht
Ich möchte aber auch mal die andere Seite beleuchten. Die Fraktion die "gerne tausende Euros im Jahr ausgibt" (und die auch ihre Existenzberechtigung hat) wird in der Praxis durch ewige Abwärtskompatibilität daran gehindert, neue Funktionen zeitnah ausprobieren und somit zum Fortschritt beitragen zu können, weil die Entwickler immer erst mal einen Spagat hinlegen müssen um alle glücklich zu machen (haben Sie mal versucht im Spagat vorwärts zu laufen ? Ist schwierig), das kostet Zeit und ist fehleranfällig, wobei wir bei der Bananensoftware wären.
Aber die Wahrscheinlichkeit von Bugs erhöht sich nun mal durch die Komplexität von Software. Und je mehr Plattformen ich supporten muss, desto höher wird die Komplexität. Daher ist es nun mal aus meiner Sicht legitim, mal bei den alten Zöpfen anzufangen, um Komplexität in Bereichen zu verringern, die sich zunehmend der eigenen Kontrolle zu entziehen beginnen.
Das würde zumindest bei einigen Spielen diese Problematik entschärfen.
Ich persönlich fände es eher diskussionswürdig ob ein OS Anbieter in marktbeherrschender Stellung nicht möglicherweile verpflichtet sein sollte, längeren Support für seine Betriebssysteme anzubieten, aber ich sehe einfach nicht, warum ein Anbieter von Spielen oder Anwendungssoftware weiter Support für ein OS leisten soll, für den der OS Hersteller selbst keinen mehr anbietet. Was ist wie gesagt wenn der Kunde plötzlich ein Problem hat für das der Entwickler technische Hilfe des OS Herstellers benötigt um es zu lösen ? Als abhängiger Anbieter kann ich keine Garantie für die Funktionsfähigkeit meiner Anwendung unternehmen, wenn die Hersteller der Requirements ihrem eigenen Produkt sozusagen nicht mehr trauen oder sich nicht mehr dafür interessieren. Da bleibt dann nur noch "No Support". Von daher kann man Blizzard möglicherweise im Falle von SC2 und D3 vorwerfen, ihre Spiele so konzipiert zu haben, daß man SP nicht vom MP trennen kann, aber nicht, daß sie den Support für XP und Vista im April einstellen.
Aber bei all dem hier handelt es sich auch einfach nur um meine Meinung. Die muss man natürlich nicht teilen, ich verstehe auch das nicht jeder Spaß daran hat ständig neue Dinge auszuprobieren und dafür zu bezahlen. Und ich hindere auch niemanden daran, mit Fackel und Mistgabel Richtung Blizzard loszuziehen, aber ich komme halt nicht mit
Ob mir heutzutage die Lampe am 10 Jahre alten Fahrrad zu dunkel ist und ich im Winter freiwillig nicht damit fahre oder ob das Internet zu viele Gefahren für einen Virenbefall für Win XP bietet und ich meinen Laptop daher nur Offline nutze (und ihn zu Not für eine Zwangsaktivierung meiner Offline-Applikation nur alle paar Wochen auf genau eine IP und genau einen Port im Netz zugreifen lassen) kommt für mich auf das Selbe heraus. Ich kann die einmal gezahlte Leistung beliebig lange nutzen.
Naja, es sind aber halt alles Online-Spiele. Bei WoW, Overwatch, HotS und HS z.B. kommen regelmäßig neue Patches und Weiterentwicklungen, da blockieren alte Betriebssysteme zunehmend die Weiterentwicklung und Betriebssicherheit von Features, da geht es nicht anders. Ich finde es schon schlimm, daß man immer noch 32bit-Plattformen und DX9 Renderpfade überall mitschleppen muss. Könnte man sich ganz auf 64bit und DX11 aufwärts konzentrieren, ließen sich viele Features technisch robuster und mit geringerem Zeitaufwand umsetzen, als ständig Leute abzustellen, die eine Idee dann noch abwärtskompatibel machen müssen.
Und bei Spielen wie SC2 und Diablo 3 gibt es nun mal Multiplayer-Anteile, die technisch nicht einfach vom SP zu trennen sind, ein notwendiges Update oder Patch für den Multiplayer-Teil (z.B. um eine Sicherheitslücke oder einen Cheat zu fixen) betreffen dann eben auch den SP-Teil.
Bevor man also wirklich in ein kritisches Problem rennt welches sich dann nicht zeitnah fixen läßt, stellt man lieber den Support ein, zumal man vom OS-Anbieter auch keine Hilfestellung oder Expertise mehr für Problemlösungen während der Entwicklung erwarten kann. Wenn der OS Anbieter seinen Support einstellt, dann ist es für einen Anwendungssoftware-Anbieter aus meiner Sicht nur legitim dies auch zu tun, weil die eigene Fähigkeit Support zu leisten dadurch erhebnlich eingeschränkt wird. Und ich bezweifle stark, daß das negative Feedback wirklich so stark ist wie manche glauben, ich bin ziemlich sicher, das Blizzard einen recht guten Überblick darüber hat, wieviele Spieler wirklich betroffen sind und ob man sich das leisten kann. Wir reden hier nicht von W7 und einem Zwangsupgrade auf W10, wir reden hier von XP und Vista, welche beide so dermaßen "alt" sind, das ich null Mitleid habe, wenn solche Leute nicht wechseln wollen (der erweiterte Support von XP ist vor fast 3 Jahren abgelaufen und Vista ist angeblich neben ME das meistgehassteste OS, dafür soll es ne Lobby geben ?). Wenn es nach mir ginge, würden solche Virenschleudern sogar keinen Zugang ins Netz mehr bekommen.
Ich bin selber Entwickler und immer froh, wenn ich alten Ballast nicht mehr mitschleppen muss, sondern mich ganz auf etwas Neues konzentrieren kann, das kommt letztendlich der Mehrheit zu Gute. Im Gegensatz zu einer Hardware entwickelt sich Software nun mal meist während des Lebenszyklus weiter, daher kann man da aus meiner Sicht nicht die gleichen Ansprüche stellen wie an einen Kühlschrank oder ein Fahrrad. Das also eine alte Plattform im Laufe des Lebenszyklus einer Software irgendwann nicht mehr supportet wird, sollte daher keinen überraschen.
Ich könnte es ja noch verstehen wenn keine Patches auf XP-/Vista-Basis mehr kämen, das Spiel aber mehr oder weniger für jene Betriebssysteme gewollt unbrauchbar machen... Davon haben doch weder die Spieler noch Blizzard was von. Am Ende fühlen sich die ehrlichen Käufer zu recht vor den Kopf gestoßen und Blizzard erntet mit diesem kontraproduktiven "Service" nix außer negatives Feedback.
Nein, das war am 19. Februar. Ich hoffe ich konnte helfen.