Star Wars: Battlefront - der "Jägerstaffel-Modus" in Bildern
EA / DICE nutzten die Gamescom, um unter anderem den Fighter-Squadron-Modus (oder auch "Jägerstaffel-Modus" - klingt irgendwie schrecklich auf Deutsch) vorzustellen. Dabei fielen auch ein paar neue Screenshots passend zum Thema vom Laster, die wir Ihnen in dieser Galerie näher bringen wollen. Finden Sie auch, dass Battlefront "schärfer und plastischer als Battlefield 4" aussieht, wie das unsere Kollege vor Ort wahrgenommen hat?
Es muss die zweite Minute gewesen sein, als uns im Luftraum über Sullust zwei TIE-Fighter auflauern. Beide feuern abwechselnd ihre Laserkanone ab, beide fliegen hinter mir, die roten Laserlinien schießen an mir vorbei. Wir sitzen in der EA Community Lounge, zusammen mit Fremden, keiner aus unserem Team scheint sich für unser Schicksal sonderlich zu interessieren. Doch was ein echter X-Wing-Pilot ist, der findet immer einen Ausweg. Wir ziehen die Maus hart nach unten, tauchen durch das Wolkenbett und rein in eine Art Korridor, der von massiven Abwehrgeschützen bemannt wird. Schon beeindruckend, wie plastisch die Wolken aussehen, wie echt sich das anfühlt. Da wir anders als auf der Comic Con nicht in 4k, sondern "nur" Full-HD spielen, hat das Gespann aus FX-8370 und R9 390X in der Asus STRIX-Edition natürlich keinerlei Probleme, saubere 90 bis 120 Fps abzuliefern.
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Doch zurück ins Geschehen: Einer der TIE-Fighter folgt uns, der andere verliert das Interesse - sein Todesurteil. Mit einem harten Ruck nach oben schießen wir ihm entgegen, jetzt noch kurz das Fadenkreuz stabilisieren - Photonentorpedo los. Unser erster Abschuss auf der Gamescom und gleich ein kleiner Kunstschuss. Doch DICE wäre nicht DICE, hätten sie nicht jede Menge Nuancen in ihre Airforce eingebaut, die sich erst nach etlichen Partien optimal einsetzen lassen.
Rollmanöver und Schutzschilde müssen sich erst regenerieren
Die X-Wings steuern sich prinzipiell recht ähnlich wie Kampfjets in Battlefield 4, sind aber zu noch etwas radikaleren Manövern fähig. Als die zwei TIE-Fighter hinter uns waren, hätten wir auch die Maus in einer Art Halbkreis umreißen können, um die Richtung sehr schnell zu ändern und mit etwas Glück auch beide aus der Luft blasen können. Zumindest wenn wir mit dem richtigen Timing die Schutzschilde hochfahren. Die sind immer nur sehr kurz aktiv, die Energieleiste sinkt ziemlich rapide. Mit hoher Wahrscheinlichkeit lassen sich hier später noch Upgrades einbauen, um die Dauer zu erhöhen.
Generell ist der Fighter-Squadron-Modus stark auf Cooldown-Mechaniken getrimmt: Sie müssen warten, bis sich Ihr Schild regeneriert und sogar Rollmanöver müssen sich erst aufladen. Das ist eine merkwürdige Entscheidung, die das Gameplay aktuell ein wenig hemmt. Aber gut, um solche Designentscheidungen auszutarieren, sind schließlich Messen perfekt geeignet.
Interessantes Risiko-Belohnungssystem
Star Wars: Battlefront ist ein Spiel, das generell Mut belohnt, dafür aber auch etwas fordert. Während Einschläge von Concussion Missiles für einen X-Wing in der Regel das virtuelle Nirvana bedeuten, lassen sich Schäden durch Laserfeuer an einem Reparatur-Token komplett beheben. Dafür müssen Sie allerdings in die vulkanischen Canyons von Sullust eintauchen und durch einen sehr engen Korridor manövrieren. Sie können hier leicht zerschellen; schaffen sie es hingegen durch, wird die Energieleiste Ihres X-Wings wieder auf 100 Prozent gehievt. Star-Wars-Fans, die nach einer extra Herausforderung suchen, können den Part natürlich auch aus der Cockpit-Perspektive erleben. Warnsensoren blinken dabei auf, wenn Sie sich den scharfen Kanten nähern. Die Atmosphäre ist hier natürlich noch etwas dichter, weil alle Parameter digital angezeigt werden und Sie beispielsweise auch den schön animierten Rauch an den Triebwerken sehen.
Natürlich wimmelt es nur so vor nettem Fanservice, Star-Wars-Nerds werden beispielsweise das Logo der Incom Corporation erkennen, die die X-Wings für die Rebellenallianz baut. Das sind so Kleinigkeiten, die im Zusammenspiel mit den sehr scharfen Texturen und schicken Lichtspiegelungen von Abwehrfeuer auf den Flügeln zu einem runden Erlebnis führen. Johan Andersson, Technical Director von DICE wünscht sich übrigens einen sehr schnellen Übergang auf Windows 10: "Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne die Minimalanforderungen für alle Frostbite-Spiele bei Windows 10, Direct X12 und WDDM 2.0 setzen. Allerdings erst 2016, Windows 10 wird sich - denke ich - rasend schnell durchsetzen."
Wo sind denn nun Millenium Falcon und Slave-1?
Im Modus Fighter Squadron gewinnt das Team, das als erstes 200 Punkte eingesammelt hat. Einer der jeweils zehn K.I.-Flieger bringt dabei nur einen Punkt, ein Abschuss eines Kontrahenten drei und wer es schafft, den Imperialen Transporter auf Seiten der Rebellen respektive den Rebellen-Transporter auf Seiten des Imperiums zu zerstören, der holt 20 Punkte für sein Team. Die Matches dauern rund 15 Minuten, das liegt vor allem daran, dass die Flieger sehr, sehr viel aushalten. Die TIE-Fighter haben zwar genau wie in den Filmen kein Schutzschild, können dafür aber den Nachbrenner länger für einen Boost nutzen und bieten durch ihre ikonische Form weniger Angriffsfläche als die breiten X-Wings.
Nicht spielbar waren bisher die pfeilschnellen und wohl noch etwas wendigeren A-Wings und auch die TIE-Interceptor mit vier Bordkanonen an den vier Flügeln mussten für die Gamescom noch im Hangar bleiben. Doch einen Schmankerl gab's dann doch: Am Boden gibt es ja besagten Canyon, der verläuft bis zu einer stark mit Abwehrtürmen befestigten Fertigungshalle für Teile des Todessterns. Die Türme können Sie natürlich mit Photonentorpedos zerstören, wer es hier durchschafft, kann unter einer Brücke das Token für den Millenium Falcon einsammeln und verwandelt sich auf der Stelle. Das Ding ist rasend schnell und natürlich total overpowered, damit können Sie eine halbe TIE-Staffel pulverisieren und haben noch genug Feuerkraft, um den Imperialen Transporter zu vernichten.
Gamescom-Fazit:
Fighter Squadron sollten Sie eher als Schmankerl sehen, es ist der perfekte Modus für Zwischendurch. Um mal das Hirn durchzulüften, Gas zu geben, ein paar Kunststücke zu vollbringen. Trotz der recht großen Zahl an Fluggeräten in der Luft (20 menschliche Piloten, 20 K.I.- gesteuerte) konzentriert sich dieser Modus sehr stark auf Eins-gegen-Eins-Gefechte, wobei das natürlich auch nur dem ersten Eindruck geschuldet sein kann. Mit mehr Übung und Routine sollten sich eigentlich auch Angriffsformationen in der Staffel fliegen lassen, gerade um die Transporter zu knacken. Technisch ist das Gebotene sicherlich noch ein ganzes Stückchen schärfer und plastischer als Battlefield 4, gerade die Wolken wirken sehr lebensnah und dank der Lasergeschosse und Photonentorpedos winkt mehr Effektfeuerwerk. Leider gab's auf der GC keine 4k-Monitore, das Gespann aus FX8370 und R9 390X hatte also zu keiner Zeit wirklich Arbeit zu verrichten.
