30 Minuten lange Raumschlacht: Fanfilm Wolf 359 kittet sogar Kanonbruch aus Voyager

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30 Minuten lange Raumschlacht: Fanfilm Wolf 359 kittet sogar Kanonbruch aus Voyager
Quelle: JTVFX, Youtube

Ein Star-Trek-Fan erzählt in mehreren Episoden die Ereignisse vor und während der Schlacht von Wolf 359. Nun erschien der gut 30 Minuten lange Höhepunkt der Serie mit tollen Effekten, der sogar eine Ungereimtheit aus Voyager kittet.

Die Schlacht von Wolf 359 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Föderation. Obwohl zahlenmäßig weit überlegen, verlor die Sternenflotte 39 Schiffe im Kampf gegen die Borg. Wäre es Data nicht rechtzeitig gelungen, einen Schlafbefehl in das Hive-Bewusstsein der Borg einzuschleusen; der Kubus hätte sich die Erde im Nu untertan gemacht.

Erzählt werden diese Ereignisse im Zweiteiler "In den Händen der Borg/Angriffsziel Erde", der das Ende der dritten und den Anfang der vierten Staffel von Star Trek: The Next Generation markiert. Dabei nimmt die Besatzung der Enterprise an der Schlacht von Wolf 359 gar nicht teil, sondern wird vor vollendete Tatsachen gestellt, als sie das System erreicht und nur noch Trümmer von dem Ereignis künden.

Man musste die Schlacht gar nicht zeigen, um beim damaligen Publikum Spannung und Entsetzen zu erzeugen. Die Darstellung hätte man sich ohnehin nicht leisten können. Tatsächlich hatte das Team schon für die Trümmer der Flotte tief in die Trickkiste gegriffen. Viele der ausgebrannten Raumschiffe waren sogenannte Kitbash-Modelle, zusammengesetzt aus im Handel erhältlichen Modellbausätzen der Enterprise-D und -C. Als Warpdongeln fungieren mitunter Markierstifte.

Tolles Youtube-Projekt in vier Teilen

Wolf 359 ist auch der Titel eines Projektes des Youtube-Kanals JTVFX, das nun nachholt, was man dem Zuschauer 1990 nicht zeigen konnte. In nunmehr vier Teilen erzählt er jenen Teil der Geschichte, der sich außerhalb der Enterprise-D abspielt. Drei Folgen sind schon länger abrufbar, die bisher längste und spannendste erschien heute.

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Im Prelude, aufgeteilt auf Part 1 und Part 2, erzählt der Youtuber in zwei rund acht Minuten langen Episoden die Ereignisse vor der Schlacht. Man begleitet etwa Admiral Hanson, mit dem die Enterprise in besagter Doppelfolge immer wieder Kontakt hat, beim Zusammenziehen der Flotte. Ergänzt werden die Raumschiffaufnahmen durch Szenen aus The Next Generation und dem Pilotfilm von Deep Space Nine: Benjamin Sisko nahm bekanntlich an Bord der U.S.S. Saratoga an der Schlacht von Wolf 359 teil. Dafür hatte man für den Serienpiloten seinerzeit sehr aufwendige Szenen produziert.

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Spielszenen aus dem Live-Action-Game Star Trek: Borg sowie eigene runden das ambitionierte Youtube-Projekt ab. Dazu wurden natürlich keine Szenen mit echten Schauspielern nachgedreht: Oft hört man nur Stimmen aus dem Off, während die Kamera über einer Konsole steht und der Zuschauer den Ereignissen auf dem Schirm folgt. Manchmal sieht man die Charaktere auch in einer Kombination aus Standbildern sowie Bewegtbildern und Spezialeffekten. Das funktioniert erstaunlich gut und tut der Dramatik keinen Abbruch. Die eigens kreierten Effekte beziehungsweise Raumschiffsschlachten sind besonders sehenswert, da sie den damaligen Stil einfangen - ohne das kitschig-bunte Blitzgewitter moderner Star-Trek-Inkarnationen. Die Filme liegen sogar im damals üblichen 4:3-Format vor.

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Wolf 359 aus Sicht der Flotte: Teil 2 behebt Kanonfehler aus Voyager

In Wolf 359: The Massacre Part 1 geht es dann richtig zur Sache. Der gut zehn Minuten lange Film ist seit zwei Jahren verfügbar und erreichte bisher 1,5 Millionen Zuschauer. Der nun veröffentlichte Part 2 legt noch mal eine Schippe drauf. Er geht fast 30 Minuten und schafft es, immer wieder Hoffnung beim Zuschauer aufkommen zu lassen, obwohl man als Fan genau weiß, dass die Schlacht verloren geht.

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In Part 2 kittet JTVFX sogar einen Kanonfehler, wenn man es so nennen will. Tatsächlich trifft die Voyager ein ums andere Mal auf assimilierte Personen aus dem Alpha Quadranten. Bei Charakteren wie der Bajoranerin Marika Wilkarah ist oft nicht klar, wann und wo sie assimliert worden sein sollen. So nimmt Seven of Nine in der Folge "Das Vinculum" verschiedene Persönlichkeiten von Charakteren an, die im Laufe der Jahre von den Borg assimiliert wurden. Darunter auch eine in der Rettungskapsel ausharrende Mutter, die verzweifelt ihren Sohn nach der Schlacht von Wolf 359 sucht. Als Zuschauer wunderte man sich, wer sie genau assimiliert und womöglich sogar in den Delta-Quadranten gebracht haben soll, da der Kubus zerstört wurde und man eigentlich dachte, dass er lediglich verbrannte Erde hinterließ statt groß zu assimiliieren. Laut Fanfilm schickte er tatsächlich noch assimilierte Schiffe zurück in den Heimatquadranten. Auch der aus Voyager bekannte General Korok, Teil von Unimatrix Zero, erhält eine spannende Hintergrundgeschichte.

Vorglühen auf neue Staffeln

Für viele dürfte das Projekt ein willkommener Zeitvertreib sein, jetzt, wo die offiziellen Produktionen pausieren. Strange New Worlds Staffel 3 ist just auf Paramount Plus erschienen und wird wohl erst in einigen Monaten fortgeführt. Staffel 4 ist aber schon in der Mache, eine verkürzte fünfte als Serienabschluss bestätigt.

2026 geht mit Starfleet Academy das nächste Discovery-Spin-off an den Start. Es spielt im 32. Jahrhundert an der neu gegründeten Sternenflottenakademie. Mit dabei: das mittlerweile 800 Jahre alte MHN der Voyager. Ob und wie es danach mit Star Trek weitergeht, ist ungewiss. Die Verträge mit Alex Kurtzman und seiner Produktionsfirma laufen dem Vernehmen nach 2026 aus, Paramount wurde zwischenzeitlich von Skyfance übernommen. Die neuen Inhaber sollen nicht ganz glücklich mit dem Kosten-/Einnahmenverhältnis der Serien sein.

Abseits der eigentlichen Serien laufen übrigens noch das Audioformat Star Trek: Khan mit George Takei als Sulu und Tim Russ als Tuvok sowie eine Kinderserie namens Scouts, die auf einem Youtube-Kanal von Nickelodeon in Mini-Episoden erscheint. Star-Trek-Fans der alten Schule sind hier aber nicht die Zielgruppe. Scouts erinnert optisch und stilistisch kaum an die Vorlage.

Quelle: Youtube (Prelude 1 und 2, Massacre 1 und 2)

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gamer1970 Software-Overclocker(in)
        Mister Worf....

        ...

        ...

        FEUER!

        Das war der größte Cliffhanger damals. Unerträglich, kam doch Teil 2 erst mit der nächsten Staffel. Was hab ich die Serie geliebt. Speziell diese Doppelfolge, auch die Musik die dafür komponiert wurde, war einfach nur genial. War ne schöne Zeit.
      • Von Gamer1970 Software-Overclocker(in)
        Mister Worf....

        ...

        ...

        FEUER!

        Das war der größte Cliffhanger damals. Unerträglich, kam doch Teil 2 erst mit der nächsten Staffel. Was hab ich die Serie geliebt. Speziell diese Doppelfolge, auch die Musik die dafür komponiert wurde, war einfach nur genial. War ne schöne Zeit.
      • Von Nuallan Lötkolbengott/-göttin
        That's how you do a Star Trek show

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Hills1975 Freizeitschrauber(in)
        Richtig geil geworden
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