Wie sähe die Enterprise aus, wäre Riker kein schlechter Captain? VFX-Künstler liefert Antwort

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Wie sähe die Enterprise aus, wäre Riker kein schlechter Captain? VFX-Künstler liefert Antwort
Quelle: Paramount, JTVFX; Montage

Ein VFX-Künstler, der schon Millionen Star-Trek-Fans erreicht hat, zeigt, wie die U.S.S. Enterprise-D in den kommenden Star-Trek-Filmen hätte aussehen können. Dazu kommen weitere "What if"-Szenarien wie eine Reliant als Phase-2-Constitution.

Riker hätte damals, als die Duras-Schwestern die Schildfrequenz der Enterprise-D ergaunerten, lediglich die Schilde remodulieren müssen. Janeway tat das im Kampf gegen die Borg dauernd. Warum konnte es die Enterprise‑D in Star Trek 7 nicht?

Unabhängig davon stellt sich die Frage, warum die Enterprise nur ein paar müde Phaser-Salven abfeuert, während der Bird of Prey dem Galaxy-Klasse-Raumschiff ein Loch nach dem anderen in den Bug schießt. Mit einer höheren Feuerfrequenz hätte es gewiss überlebt. Selbst ohne Schilde.

Produzenten wollten unbedingt eine neue Enterprise

Doch die Produzenten hatten schon die nächsten Kinoabenteuer mit der Crew aus Star Trek: The Next Generation im Hinterkopf. Kulissen und Modelle aus einer TV-Serie passten nicht zu diesen Visionen. Gedimmtes Licht und ein Gelbfilter, dazu neue Brückenstationen, höher positionierte Sessel und ein frischer Teppich ... Das war in Star Trek 7 die Behelfslösung.

Man hätte die D behalten, nur ein paar neue Kulissen bauen und sie Fans mit Flottenmodernisierungsmaßnahmen erklären können. Schon die Enterprise-A hatte in jedem Film eine andere Brücke. Aber die Produzenten wollten sich auch des Schiffsmodells entledigen. Rikers Demontage nahm man dazu billigend in Kauf.

Wie sähe die Enterprise-D aus, hätte sie überlebt?

Die Enterprise-D aus der alternativen Zukunft des TNG-Finales. Quelle: Paramount Die Enterprise-D aus der alternativen Zukunft des TNG-Finales.

Im Finale der Hauptserie, das teilweise in einer alternativen Zukunft spielt, erfreut sich die Enterprise-D ein Vierteljahrhundert später bester Gesundheit. Schlachtkreuzer der Negh'Var-Klasse pustet sie förmlich aus dem All. Doch das tut sie nicht im Originalzustand. Das Schiff bietet unter anderem eine dritte Warpgondel, verlagerte Impulstriebwerke, Aufbauten mit zusätzlichen Phaserbanken auf den Gondeln, weitere Torpedorampen hinter der Brücke, an Flossen erinnernde Elemente im Knick der Pylonen und eine riesige Phaserlanze unter der Untertasse.

Die U.S.S. Venture gut ein Jahr nach den Ereignissen aus Star Trek 7. Quelle: Paramount Die U.S.S. Venture gut ein Jahr nach den Ereignissen aus Star Trek 7.

In Star Trek: Deep Space Nine tritt diese Version der Galaxy-Klasse zwar nicht in Erscheinung. Aber die U.S.S. Venture zeigt mit den Gondelaufbauten erste Anpassungen.

Das legt nahe, dass die Föderation mit der Zeit weitere Upgrades durchführt. Schiffe der Galaxy-Klasse könnten sich auch in der eigentlichen Zeitlinie eines Tages der Enterprise-D aus "All Good Things/Gestern, Heute, Morgen" annähern. Hätte die Enterprise-D überlebt, wäre das Schiff vielleicht schon in Star Trek: Nemesis ihrem Pendant aus der alternativen Zukunft nahegekommen.

VFX-Künstler gewährt einen Ausblick auf die Entwicklung, die nicht sein durfte

Wir hatten Ihnen schon vor einiger Zeit die Videos des SFX-Künstlers JTVFX vorgestellt. Im Prelude, aufgeteilt auf Part 1 und Part 2, erzählt der Youtuber in zwei rund acht Minuten langen Episoden die Ereignisse vor der berühmten Schlacht von Wolf 359. In Wolf 359: The Massacre Part 1 und Part 2 geht's dann richtig zur Sache. Teil 2 ist mit seiner Laufzeit von 30 Minuten der Höhepunkt der Serie. Die Videos erreichen bis zu 1,7 Millionen Aufrufe.

Just haben wir auf Youtube ein neues Video des VFX-Künstlers entdeckt. Es handelt sich um einen Teaser auf mehrere seiner geplanten Projekte. Eines davon ist "Star Trek: The First Contact - The 'D' Edition". Anstelle der Enterprise-E aus der schlanken Sovereign-Klasse nimmt die Enterprise-D hier den Borg-Kubus unter Beschuss. Zu sehen sind Aufbauten auf den Gondeln sowie eine Art Flügelformation darunter, die so aber nicht bei der "Galaxy-X-Klasse", wie sie Fans mitunter nennen, aus dem TNG-Finale vorkam.

Die Enterprise-D anstelle der -E im Kampf gegen die Son'a. Quelle: JTVFX auf Youtube Die Enterprise-D anstelle der -E im Kampf gegen die Son'a.

In "Star Trek: Insurrection - The 'D' Edition", das nun den alternativen neunten Film zeigt, kommen die bekannten Flossen an den Pylonen dazu, der Torpedowerfer hinter der Brücke und die beiden "Antennen" links und rechts davon, die hier als zusätzliche Phaser fungieren, in Fankreisen aber auch schon als Tarnvorrichtung klassifiziert wurden. In "Star Trek: Nemesis - The 'D' Edition" zeigt sich das Schiff schließlich mit Phaserlanze und dritter Warpgondel. Die flügelartigen Elemente auf der Unterseite der Gondeln verschwinden und wandern nach oben, waren so aber tatsächlich nie bei der Galaxy-X-Klasse zu sehen.

Der Nerd in mir behauptet, dass eine derart aufgerüstete Enterprise-D die Enterprise-E in den Schatten stellt. Die D hätte waffentechnisch mindestens gleichgezogen, bietet aber deutlich mehr Masse und damit Energiereserven für Phaser und Schilde. Viele halten die Sovereign-Klasse zwar für größer, sie ist aber nur etwas länger als die Galaxy-Klasse und dafür wesentlich schmaler.

Leider beschreibt der Künstler die Ideen zur altgedienten D als "Stage 1 - Concept". Ein Fortschritt ist laut Beschreibung nicht garantiert. Das ist nicht bei allen Ausschnitten, die im Teaser gezeigt werden, der Fall. Manche Ideen sind laut Beschreibung schon weit fortgeschritten.

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Der Teaser zeigt unter anderem noch alternative Kampfszenen aus Star Trek 2: Der Zorn des Khan. Die Reliant ist hier kein Raumschiff der Miranda-Klasse, sondern gehört ebenfalls zur Constitution-Klasse, allerdings in einer Variante, wie sie einst für Phase II erdacht war. Als Phase II versteht man die Fortsetzung der Originalserie in Serienform. Ende der 70er hatte sie tatsächlich im Raum gestanden, bevor man auf einen Kinofilm umschwenkte. Dieses Projekt befindet sich im Video schon in "Stage 3 - Work in Progress."

Eine weitere Szene mit der Enterprise-D stammt aus "Star Trek: Generations - A Flagship Battle". Dieses Projekt befindet sich in "Stage 2 - Early Development". In dieser Variante des siebten Kinofilms kämpft die Enterprise-D nicht etwa nur gegen einen 20 Jahre alten Bird of Prey, sondern gegen eine klingonische Flotte. Außerdem gelingt den Klingonen, was ihnen im Film nicht gelang: die Disruptoren auf die Brücke auszurichten und abzufeuern. Anscheinend schießen sie ganz knapp vorbei, da der dahinter befindliche Konferenzraum in Stücke fliegt. In einer anderen Sequenz überlebt mit der U.S.S. Odyssey ein weiteres Galaxy-Klasse-Raumschiff. Sie fiel damals als erstes Föderationsschiff den Jem'Hadar zum Opfer.

Machen Sie sich am besten selbst ein Bild. Diese und weitere Ideen findet man im Teaser auf dem Youtube-Kanal von JTVFX.

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Quelle: Youtube

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DevPandi Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also, nur weil die D am Ende mehr Volumen hat - und ggf. mehr Masse, bedeutet das am Ende aber nicht. Dass die D auch mehr Energie produziert hätte und damit Waffen und Schilde hätte besser versorgen können. Wenn der innere Nerd dann das sagt, dann ist Spock hier sehr tief enttäuscht.
      • Von DevPandi Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also, nur weil die D am Ende mehr Volumen hat - und ggf. mehr Masse, bedeutet das am Ende aber nicht. Dass die D auch mehr Energie produziert hätte und damit Waffen und Schilde hätte besser versorgen können. Wenn der innere Nerd dann das sagt, dann ist Spock hier sehr tief enttäuscht.
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