Google Stadia und Apple Arcade: Diablo-Entwickler ist besorgt wegen Gaming-Zukunft

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Google Stadia und Apple Arcade: Diablo-Entwickler besorgt wegen Gaming-Zukunft
Quelle: Google

Mit dem vor Kurzem vorgestellten Streaming-Dienst Google Stadia und dem ebenfalls neuen Spiele-Abo Apple Arcade drängen zwei große Konzerne verstärkt in den Gaming-Markt. Einer der führenden Mitentwickler des Spieleklassikers Diablo, David Brevik, zeigt sich mit Hinblick auf die Geschäftsmodelle besorgt.

Entwicklerveteran David Brevik ist vor allem für seine maßgebliche Mitwirkung an Diablo sowie Diablo 2 bekannt und zeigt sich aktuell angesichts neuer Spieledienste wie Google Stadia, Apple Arcade und Co. besorgt: "Ich bin sehr besorgt über die Zukunft des Spielemarktes. Alle diese Dienste, bei denen Entwickler nach Minuten bezahlt werden, werden radikale Auswirkungen auf Design-Entscheidungen und räuberische Praktiken haben. Wenn Ihr der Meinung ward, dass Free-to-Play schlecht ist, dann habt Ihr noch gar nichts gesehen", so Brevik auf Twitter.

"Es gibt keine Möglichkeit, das zu stoppen. Diese Veränderungen kommen. Wenn Mega-Unternehmen wie Google und Apple dies zu einer Unternehmensinitiative machen, wird sich Gaming für immer verändern." In einem weiteren Tweet geht der Entwicklerveteran auf ähnliche Veränderungen in anderen Medienbereichen ein: "Spotify hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die Musikindustrie. Stellt Euch eine Welt vor, in der Autoren keine Bücher verkaufen würden, aber Ihr einen Dienst abonniert habt und sie einen Cent pro gelesener Seite bezahlt bekommen. Es würde alles verändern."

Hintergrund: Apple Arcade, Google Stadia

Apple hatte sein Spiele-Abo Arcade am 25.03. vorgestellt. Der Dienst soll im Herbst mit über 100 neuen und exklusiven
Spielen an den Start gehen, darunter sind Eigenproduktionen in Zusammenarbeit mit renommierten Spiele-Designern wie Hironobu Sakaguchi, Ken Wong oder Will Wright. Google Stadia wurde im Rahmen der GDC am 19.03. vorgestellt. Stadia soll zum Start in der zweiten Jahreshälfte 2019 Cloud-Gaming mit bis zu 4K und 60 Fps sowie HDR und Surround-Sound ermöglichen. Dafür steht Nutzern in den Datencentern des Internet-Giganten eine üppige Hardware-Ausstattung zur Verfügung.

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Quat BIOS-Overclocker(in)
        Spielen erspart das Denken, scheint zumindest so. Ist doch schön, wenn die restlichen Neun von Zehn, sich ebenfalls in diese Lethargie ergeben dürfen. Was Fernsehen, Radio und Zeitungen noch nicht plattgewalzt haben, wird schon schön fleißig von Netflix, Youtube und co weiter planiert. Reicht das immer noch nicht, gibt‘s halt Spiele für alle und überall.
        Minimale Einstiegshürden garantiert maximalen Erfolg!
      • Von Quat BIOS-Overclocker(in)
        Spielen erspart das Denken, scheint zumindest so. Ist doch schön, wenn die restlichen Neun von Zehn, sich ebenfalls in diese Lethargie ergeben dürfen. Was Fernsehen, Radio und Zeitungen noch nicht plattgewalzt haben, wird schon schön fleißig von Netflix, Youtube und co weiter planiert. Reicht das immer noch nicht, gibt‘s halt Spiele für alle und überall.
        Minimale Einstiegshürden garantiert maximalen Erfolg!
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Grundsätzlich ist es nicht schlecht allerdings sehe ich das von der Infrastrukur einfach nicht, siehe Latenz. Das ist bei sehr vielen Spielen die ich gerne spiele relevant.

        MfG
      • Von pitbull3090 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von DaStash
        Alles was die PCler so hassen an Spielen wird dann enorm gepusht, Stichwort game as a service. Darüber hinaus werden ja viele viele casuals angesprochen, welche die vorher gar keine Möglichkeiten hatten "richtige" Spiele abseits von Juwels und CO. auf ihrem office PC zu zocken und dann könnten sie es. Folglich werden Entwickler noch mehr als jetzt schon, diese stark wachsende mega-casual Gruppe ins Visier nehmen und das wird damit auch unmittelbar Auswirkungen auf das Spiel und das relevante Spieldesign haben. Das kann man als pro Gamer durchaus kritisch sehen, denn das Gros der Entwickler richtet sich nach dem, wo man am meisten Einnahman generieren kann.

        MfG
        Sind ja nicht nur die PC´ler. Sind ja teilweise auch viele Konsoleros die lange Spielzeit mit viel Spaß und co gleichsetzen. Ich weiß auch noch nicht wo das hinführen soll. Ich bin dem dennoch erstmal offen aufgestellt. Deswegen meinte ich ja auch, dass man eventuell nicht nach der Spielzeit bezahlen sollte. Eine vernünftige Lösung hab ich aber auch nicht parat. Ich möchte halt nicht, dass kleinere/kürzere Games deswegen kein Geld bekommen und es nur noch games as a Service gibt. Das wäre echt schade.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von pitbull3090
        Ich bin mal gespannt wie sich das im Gamingbereich anstellt. Vielleicht sollte es auch nicht nach Spielezeit bezahlt werden. Aufbauspiele oder ähnliches würden dann deutlich mehr einbringen, als kurze knackige sehr gute Story Spiele. Ebenso sind kompetetive Spiele dann die Gelddruckmaschinen, wenn es nach Spielezeit bezahlt wird. Mir ist aber auch noch keine sinnvolle Lösung für dieses Problem eingefallen.
        Alles was die PCler so hassen an Spielen wird dann enorm gepusht, Stichwort game as a service. Darüber hinaus werden ja viele viele casuals angesprochen, welche die vorher gar keine Möglichkeiten hatten "richtige" Spiele abseits von Juwels und CO. auf ihrem office PC zu zocken und dann könnten sie es. Folglich werden Entwickler noch mehr als jetzt schon, diese stark wachsende mega-casual Gruppe ins Visier nehmen und das wird damit auch unmittelbar Auswirkungen auf das Spiel und das relevante Spieldesign haben. Das kann man als pro Gamer durchaus kritisch sehen, denn das Gros der Entwickler richtet sich nach dem, wo man am meisten Einnahman generieren kann.

        MfG
      • Von Kondar Volt-Modder(in)
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