EA-Buyout: Die Saudis würden nahezu den gesamten Publisher kontrollieren

20
News Jacqueline Brosch Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
EA-Buyout: Die Saudis würden nahezu den gesamten Publisher kontrollieren
Quelle: EA

Ein neuer Bericht liefert erstmals konkrete Zahlen zum geplanten 55-Mrd.-Deal mit Electronic Arts. Und zwar mit einer Eigentumsverteilung, die deutlich extremer ausfällt, als bisher öffentlich kommuniziert wurde.

Der geplante Börsenrückzug von Electronic Arts im Rahmen des 55-Milliarden-US-Dollar-Deals erhält durch einen neuen Bericht des Wall Street Journal eine andere Perspektive. Das WSJ beruft sich dabei auf ein angebliches Filing bei der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE, das erstmals konkrete Angaben zur internen Verteilung des Konsortiums enthalten soll. Diese Daten würden laut Bericht deutlich von dem abweichen, was bei der Erstankündigung zu erwarten gewesen wäre.

Zur Bekanntgabe des Deals traten der Public Investment Fund Saudi-Arabiens (PIF), Silver Lake und Affinity Partners als gemeinsames Konsortium auf. Wie groß die jeweiligen Anteile tatsächlich sein sollten, blieb damals unklar. Laut dem WSJ-Bericht, der sich auf das besagte CADE-Dokument stützen soll, könnte allerdings ein einzelner Akteur den überwiegenden finanziellen Anteil übernehmen. Silver Lake und Affinity würden demnach eher als ergänzende Partner auftreten, deren Beteiligungen deutlich kleiner ausfallen könnten.

Der Buyout selbst soll insgesamt 36,4 Milliarden US-Dollar Eigenkapital und 20 Milliarden US-Dollar Fremdkapital umfassen. Ein Teil des Eigenkapitals würde über bestehende EA-Anteile eingebracht, während der Rest als neue Mittel fließen soll. Laut WSJ stamme der Großteil dieser neuen Summe aus nur einer Quelle, was die Wahrnehmung des Deals erheblich verschieben würde: weg vom klassischen Private-Equity-Modell und hin zu einer Konstruktion, in der ein dominanter Investor das operative Risiko tragen könnte. Das Konsortium besäße damit weniger Gewicht als ursprünglich angenommen.

EA-CEO Andrew Wilson erklärte bei der Erstmeldung, die grundsätzliche Ausrichtung gegenüber Spielern und Fans bleibe unverändert. Unter den vom WSJ beschriebenen Umständen müsste diese Aussage allerdings neu eingeordnet werden. Eine derart einseitige Kapitalverteilung könnte langfristig strategische Entscheidungen beeinflussen, und zwar selbst dann, wenn die operative Struktur formal unangetastet bliebe. Regulatorische Stellen würden diesen Punkt voraussichtlich bei der Prüfung berücksichtigen.

Parallel dazu weist das WSJ darauf hin, dass der PIF selbst unter finanziellen Belastungen stehen könnte. Das Land investiere derzeit in mehrere milliardenschwere Großprojekte, während sinkende Ölpreise und steigende Ausgaben den finanziellen Spielraum verringern dürften. Unter solchen Rahmenbedingungen wäre ein Investment dieser Größenordnung ein umso bedeutenderes Signal - und ein Vorgang, der international entsprechend aufmerksam beobachtet werden könnte.

Was halten Sie davon? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns zudem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Wall Street Journal

20
    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von vicares PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Krabonq
        Du weißt, was gemeint war, "bro".
        Ja, eben
      • Von vicares PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Krabonq
        Du weißt, was gemeint war, "bro".
        Ja, eben
      • Von Splatterpope Software-Overclocker(in)
        Zitat von vicares


        Bro, White-Washing nennt es sich, wenn Du entgegen der ursprünglichen
        schwarzen/asiatischen Charakterisierung in Filmen die Rolle mit dem weißen Hans besetzt.
        Z.B. wenn die Lebensgeschichte von Nelson Mandela verfilmt werden würde,
        aber mit dem blassen Robert Pattinson in der Hauptrolle....

        Greenwash ist das, was der globale Norden betreibt. Indem man den Rest der Welt ausplündert,
        hier einen Haufen Müll produziert und dann von "Aktion Sorgenkind" schwafelt...

        Was Du wohl meintest, war Heuchelei, denn wofür sollen die Saudis "Clean Wash",
        (danach hast Du gesucht), betreiben?

        Für wen?
        Nicht nur:

        Whitewashing is the act of minimizing or covering up vices, crimes or scandals, or of exonerating the guilty by means of a perfunctory investigation or biased presentation of data with the intention to improve someone's reputation.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Krabonq Volt-Modder(in)
        Zitat von vicares

        Du weißt, was gemeint war, "bro".
      • Von Hills1975 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Andrej
        Verstehe auch nicht, wie man so viel Geld für eine Unternehmen ausgeben kann?!
        Die müssen doch kalkulieren in wie vielen Jahren, sie das Geld wieder zurück erwirtschaften werden.
        Das Unternehmen war maximum 15-20 Milliarden wert!
        Mann darf nicht vergessen was die noch so alles bekommen außer den Laden.

        Genau Daten ohne Ende.
      • Von vicares PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Krabonq
        Whitewashing, greenwashing und wie auch immer das andere heißt.


        Bro, White-Washing nennt es sich, wenn Du entgegen der ursprünglichen
        schwarzen/asiatischen Charakterisierung in Filmen die Rolle mit dem weißen Hans besetzt.
        Z.B. wenn die Lebensgeschichte von Nelson Mandela verfilmt werden würde,
        aber mit dem blassen Robert Pattinson in der Hauptrolle....

        Greenwash ist das, was der globale Norden betreibt. Indem man den Rest der Welt ausplündert,
        hier einen Haufen Müll produziert und dann von "Aktion Sorgenkind" schwafelt...

        Was Du wohl meintest, war Heuchelei, denn wofür sollen die Saudis "Clean Wash",
        (danach hast Du gesucht), betreiben?

        Für wen?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk