Commodore Amiga: Die vermutlich genialsten Spiele - Welche kennen Sie?
Happy Birthday Amiga! Am 23. Juli 1985 bringt Commodore nach der Übernahme von Amiga den A-1000 auf den Markt. Der ist noch teuer und hat kleine Startschwierigkeiten. 1987 aber macht Commodore alles richtig und veröffentlicht den A-500, der dank seines fairen Preises in vielen Wohnzimmern eine neue Heimat findet und so für zahlreiche spielerische Kindheitserinnerungen gesorgt hat. Wir gratulieren mit einem kleinen technischen Rückblick auf das wichtigste Modell und 72 der besten Spiele aus dieser Zeit.
Hinweis: Dass der Amiga noch lange nicht tot ist, beweist die Neuauflage des Amiga 500 als The A500 Mini. Es handelt sich dabei um vollständig lizenzierte Neuauflage des berühmten 16-Bit-Heimcomputers. Mittlerweile ist der The A500 Mini passend dazu auch bereits auf Amazon.de für 129,99 Euro zur Vorbestellung gelistet und wird von Koch Media vertrieben. Der A500 Mini wird ab Werk mit der originalen 2-Tasten-Maus (mit 1,8 Meter langem USB-Kabel) und einem neu entwickelten "8-Tasten-Präzisions-Gamepad" geliefert, das ebenfalls auf diese Kabellänge kommt. Maus und Gamepad sind auch einzeln bestellbar. Alle Informationen zum A500 Mini, auch zu den mitgelieferten Spielen, finden Sie in einer separaten News.
Commodore Amiga: Etwas Geschichte
IBM-kompatible PCs und Apples Macintosh beherrschen den professionellen Computermarkt. Doch beide Systeme sind zu teuer für den Einsatz zu Hause. Auf dem Heimcomputermarkt konkurrieren daher vorwiegend ältere Systeme wie der C64 oder Ataris XL-Reihe - bis 1985. Vorhang auf für den Amiga, den Commodore - nach Übernahme der jungen Firma Amiga - an diesem 23. Juli 1985 auf den Markt bringt. Auch der, das erste Modell der Reihe wird als A-1000 bezeichnet, kostet zum Start noch über 3.000 Mark. Zu teuer für die breite Masse. Während sich IBM am PCjr versucht, der immer noch zu teuer ist, macht Commodore alles richtig und schiebt 1987 den Amiga 500 nach. Rund 1.000 DM wurden damals aufgerufen. Ein IBM-PC kostete locker das doppelte.
Dank 16-Bit-Technik, Motorola-68000-Prozessor mit 7,09 bzw. 7,14 MHz (PAL-/NTSC-Version) und 512 KiByte Hauptspeicher war Spielen endlich auch in den eigenen vier Wänden finanzierbar. Mittels Erweiterungsslots konnte man den Hauptspeicher auf 1.024 KiByte ausbauen, der Extension-Slot lässt Upgrades und es gibt viel Zubehör. Das AmigaOS 1.2 mit dem Beinamen Kickstart kam ebenfalls ab 1987 in Version 1.2 zum Einsatz. Dank vielen, damals modernen, Schnittstellen und grafischer Oberfläche samt Mausbedienung ist der Amiga auf der Höhe der Zeit, vor allem jedoch machen ihn seine selbst entwickelten Sound- und Grafikchips (die bei MOS gefertigt werden) zu einer enorm leistungsfähigen Zocker-Maschine. Die Amiga-Serie wird ein Erfolg und insbesondere das Modell 500 zu einer extrem beliebten Spieleplattform, den Commodore mit den Jahren ordentlich pflegt und sogar 1991 eine Plus-Version mit 1.024 KiByte Hauptspeicher herausbringt. Das ist mitunter aber auch eine Reaktion auf die IBM-Rechner, den die drücken in den Heimcomputermarkt. Den harten Konkurrenzkampf mit Ataris ähnlicher ST-Reihe übersteht Commodore viele Jahre lang - doch schließlich fallen beide mitsamt allen anderen Heimcomputern dem IBM-PC zum Opfer, der Anfang der 90er seinen Siegeszug in den Wohnstuben beginnt. Der Amiga wird nach sechs Jahren Produktion und über fünf Millionen Einheiten eingestellt.
Um sie der Vollständigkeit halber noch einmal erwähnt zu haben: Neben dem wichtigsten Modell 500 gab es auch den 1000 (das erste Modell von 1985), den 2000 von 1987 (der dem 500er sehr ähnelt, aber Anleihen am IBM-PC nimmt), den sehr teuren 3000 von Anfang der 90er, den 600 und den 1200 von 1992 (beide Flops aufgrund veralteter Technik) sowie den 4000 von 1992. Jedoch war keines der Modelle so wichtig wie der 500er, denn sie hatten das Problem, dass die Rechner vor allem für Budgets von Heimanwendern interessant waren und die zahlten nur ungerne über 3.000 Mark (wie beim 1000er) für einen Amiga. In diesen Preissphären konnte man nämlich gleich zum IBM-PC greifen. Dabei konnte der Amiga Sachen, die dem PC erst viel später beigebogen wurden: Pseudo-Multitasking zum Beispiel oder virtuelle Desktops.
Damit Sie einen Eindruck von der Amigazeit bekommen oder Ihre Erinnerungen daran auffrischen, haben wir für Sie 72 der wohl besten Titel hier zusammengefasst. Welche der Spiele kennen Sie?
Bildergalerie
Aber warum war der Amiga gerade bei Spielern so erfolgreich? Das lag natürlich zum einen am bezahlbaren Preis und zum anderen an der für Entwickler leicht beherrschbaren Technik, die schon damals für Crossplattform-Spiele sorgte. Ein unterschätzter Punkt ist aber die Tatsache, dass Commodore sehr geistesgegenwärtig und fast schon visionär zwei Joystick-Ports verbaute und es Splitscreen-Spiele gab. So traf sich die Jugend zuhause, um eine Runde gemeinsam zu zocken. Bei einem IBM-kompatiblen PC war das nicht so einfach und ohne Zusatzinvestitionen möglich. Wenn Sie mehr über Commodore erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen gerne die Webseite Commodore Computer Online Museum.

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Ich hatte damals einen ATARI 1040STE und viel Freude mit dem Computer, ja das waren gute Zeiten
Meine Favoriten damals:
-Maniac Mansion
-Zak MacKracken
-Speedball 1
-Speedball 2
-Loom
-OutRun
-Indiana Jones Adventure
-Falcon Mission Disk Vol. I und II
-MIG 29 Fulcrum
-Xenon II Megablast
-R-Type
-F-15 Strike Eagle 1-2
-Rick Dangerous
-Hollywood Poker Pro
-Gods
-Shufflepuck Cafe
-Dungeon Master
-Disc
-Atomix
-Oxyd 1-2 und Magnum
-Prince of Persia
-S.T.U.N. Runner
-F-19 Stealth Fighter
-Wings of Death (mit tollem Sound von Jochen Hippel)
-Turrican 1-2 (tolle Titelmusik von Chris Hülsbeck)
-Chips Challenge
-The Secret of Monkey Island
-Metal Masters
-Powermonger
und vieles mehr.........
Die Liste von den AMIGA Spielen ist komisch, nicht mal Turrican ist dabei
Es waren da ohnehin viele Schrottspiele dabei, es fehlten da nach wie vor viele tatsächliche Klassiker und auch aktuellere Hämmer wie z.B. Alien Breed 3D I/II tauchten da nicht auf.
Hatte eigentlich damals jemand eine AGA-Maschine, die in der Lage war, Alien Breed 3D 2 The Killing Grounds in voller Grafikpracht darzustellen?
Das hatte ja einiges mehr wie DooM I/II zu bieten, z.B. transparentes Wasser, überlappende Sektoren (wie auch schon AB3D I), polygonale Waffen und tw. Gegner, Bump Mapping, realtime light sources.
Die Behauptung von John Carmack, man würde einen Amiga mit 68040 brauchen, damit DooM überhaupt läuft, wurde ja dann mit dem Open Source Port widerlegt (auf nem 68030 lauffähig) und auf dem 68040 mit 4MB Fast RAM lief ja dann AB3D II schon ganz anständig.
Das war auch, soweit ich mich erinnern kann, das letzte große, kommerzielle Spiel für den Amiga.
Happy birthday zum 40., Amiga!
Nach dem Mini wurde es ja ruhig...