Gruselige Spiele: Diese Titel sind zum Fürchten gut [Special der Woche]
Falls Sie die Doppeldeutigkeit der Headline noch nicht erkannt haben: Wir wollen heute keine miesen Spiele vorstellen, die uns aufgrund ihres Gameplays in Angst und Schrecken versetzen. Nein, heute geht es um wirkliche Gruselgeschichten, wie sie in Kürze von Dead Space 3 geboten werden wird. Unsere Tipps für ein paar schlaflose Nächte.
Anmerkung der Redaktion: Dieses Special war der erfolgreichste der abgelaufenen Woche. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute zum Wochenabschluss erneut mit dem Hinweis auf seinen Erfolg. Viel Spaß damit.
Quelle: Telltale Games
Gruselige Spiele: Diese Titel sind zum Fürchten
Angst, Schrecken und Verstörung - das sind die Ziele des Horror, ein Wort aus dem Lateinischen. In Deutschland verwendet man auch das Wort Grusel, das nicht ganz so hart klingt und auch die etwas seichteren Produktionen des Genres umfasst. In der Spielebranche ist das Genre dank moderner Techniken gereift. Was 1990 nur ein müdes Lächeln abrang, ist 2012 auf einem Niveau angelangt, das schlaflose Nächte bereiten kann. Einen enormen Anteil daran trägt neben dem grafischen Fortschritt die musikalische Entwicklung im Spielebereich, die heute eine dichte Atmosphäre wie im Kino erlaubt.
Das beliebte Genre bedient sich deshalb oft des Übernatürlichen sowie unheimlicher Phänomene. Manche Titel lassen diesen Firlefanz aber auch ganz weg und hoffen, ihre traumatische Wirkung schlicht mit viel Gewalt und cleverem Einsatz von geskripteten Elementen zu erzielen. Das Ziel ist aber allen gemein: Dem Spieler soll der Schrecken in die Glieder fahren. Das schafft manches Spiel besser und manches schlechter. PC Games Hardware hat einen Blick ins staubige Archiv gewagt und stellt 26 neuere Horrorspiele vor, die für Interessenten durchaus einen Blick wert sind.
Außerdem geht es ja schon bald mit Titel wie Dead Space 3 und Metro Last Light weiter, die ebenfalls wieder Angst und Schrecken verbreiten wollen. Auch Aliens Colonial Marines ist ein solcher Kandidat, denn wer nimmt nicht die Beine in die Hand, wenn ein Alien auftaucht und die uranangereicherten Bleigeschosse alle sind? Unabhängig von der Art des Spiels ist es bei gruseligen Games von enormer Wichtigkeit, dass die Atmosphäre passt. Da patzen nämlich auch gut bewertete Titel, weil die Atmosphäre keinen dichten Horrornebel um den Spieler spinnt. Letztendlich muss man sich auch von der Atmosphäre anstecken lassen und das entscheidet sich nach den Vorlieben des einzelnen.
PC Games Hardware stellt 25 aktuellere Horrorstücke vor, die durchaus spielenswert sind und auf die Interessenten einen Blick werfen sollten. Erwarten Sie aber keine Liste, wie es bei 3D-Ego-Shootern der Fall wäre, in der sich nur 90er-Titel finden würden. Das Genre ist kleiner und Ausnahmetitel eher selten. Beachten Sie auch, dass wir graue Eminenzen wie Roberta Williams Phantasmorgia außen vorlassen - ebenso wie indizierte Titel, etwa ein immer wieder genanntes Spiel mit C. oder B. oder D., oder, oder, oder.

. Das alte Adventure Martian Gothic ist auch mal ein Versuch wert.
Jeder definiert "Grusel", "Schockmomente" & "Horror" sicher anders. Was für den einen ne gruselige Sache ist, ist für einen anderen ein Schenkelklopfer. Kann also hier überwiegung nur um persönlich Empfindungen gehen, die bar jeder Objektivität sind.
My cup of tea ... Fear wurde ja schon genannt, Dead Space sowieso ... man könnte ewig viele Shooter aufzählen ... die Painkiller Serie, NecroVision, AvP (aber nur das alte & die Jaguar Version) ...
Ansonsten haben mir früher die Penumbra Teile, System Shock 1 & 2, das völlig unterschätzte Requiem: Avenging Angel und das eher unbeliebte Nosferatu: Wrath of Malachi gefallen. Nosferatu hatte ein paar klasse Schockelemente. Aber wie gesagt, das Game gefällt anscheinend nur mir
Nightmare Creatures 1 & 2 haben mich früher auch geprägt, sonst hätte ich nicht ein paar Schrauben locker.
Zu meiner Amiga & C64 Zeit war ich ein Fan von Uninvited, Wax Works und Personal Nightmare. Project Firestart auf dem C64 war auch geil.
Es gibt so vieles ...
Ich finde Dead Space auch eher ekelhaft als gruselig - klar wird man mal erschreckt, wenn einen wieder was anspringt oder so, aber meistens sind es einfach nur unschön anzusehende Monster, die dir recht gemütlich vor die Knarre spazieren - damit auch der Konsolero mit dem Gamepad in den Wurstfingern genug Zeit hat, zu zielen und zu treffen
Eternal Darkness ist wirklich ein klasse Spiel. Wesentlich gruseliger als die meisten anderen hier genannten Spiele und auch spielerisch sehr stark. War für mich GameCube-Kaufgrund Nummer eins (neben den Resident Evil Remakes und Metroid: Prime). Sehr schade, daß aus der Richtung nichts mehr gekommen ist, sollte nicht bloß Geheimtip, sondern definitiv Klassiker-Status haben.
Der ersten Teil der F.E.A.R.-Reihe ist auch sehr gut gelungen, hat ein paar echt gute Schockmomente... Dead Space war in der Hinsicht auch gut, allerdings fand ich, daß es sich relativ schnell abgenutzt hat, überrascht hat mich da nachdem ich mich eingespielt hatte eigentlich kaum noch was. Okay, man latscht vielleicht ein bisschen angespannt durch die Level, aber mit feuchten Händen ans Gamepad geklammert hab ich mich nur die ersten paar Stündchen, größtenteils dem wirklich gelungenen Sound geschuldet. Die ganzen Splattereffekte fand ich übertrieben, eher albern als fies, da sie meiner Meinung nach fast schon ins Komische mit Tendenz zum Fäkalhumor gehen. Eher nicht so mein Fall. Trotzdem, gutes Spiel, der zweite Teil hat einige Dinge besser gemacht, wie z.B. das Leveldesign, an anderen Stellen ging's was mich betrifft in die falsche Richtung. Ist mehr ein Splattershooter als Survival-Horror.
Wenn's nur ums gruseln und nicht um's erschrecken geht, sind die ersten drei Silent Hill-Teile kaum zu schlagen... Aber auch Alan Wake macht seine Sache durch die fantastische Stimmung und Atmosphäre ziemlich gut. Auch wenn sich das Gameplay relativ schnell abnutzt.
Wenn man wirklich Angst haben will, führt aber an Amnesia meiner Meinung kein Weg vorbei.
Condemned ist da allerdings auch wirklich gut drin, ist wohl das heftigste was man in die Richtung spielen kann, nicht weil dauernt irgendwelche Gliedmaßen durch die Gegend fliegen, oder Köpfe explodieren, was ich wie gesagt eher albern finde, sondern weil die (heftige) Gewalt sehr realistisch rüberkommt, was ich als deutlich härter empfinde und das ganze noch mit Psychoterror paart. Mir hat's gefallen, obwohl ich's teilweise grenzwertig fand, finde die Indizierung aber auch völlig in Ordnung, das Spiel ist verstörend und brutal, das ist definitiv nur was für Erwachsene...
Einen Geheimtip hab ich aber auch noch auf Lager: Call of Cthulhu - Dark Corners of the Earth hat ein mit Amnesia durchaus verwandtes Spielgefühl, wobei man sich hier auch mit Waffengewalt (allerdings oft mehr schlecht als recht) zur Wehr setzen kann. Atmosphärisch auch sehr stark, eine feine Gruselstimmung und ein paar gute Schocker hat's auch zu bieten, außerdem einen eher seltenen Mix von Egoshooter und Adventure. Der Fokus liegt aber eher weniger auf Action, sondern mehr auf behutsames Vorgehen, ganz gut gelungenen Rätseln und nicht zu wenig nackte Panik... Hat ein paar sehr interessante Gameplayelemente ähnlich etwas wie bei Eternal Darkness, dem Protagonisten schlägt etwa das Herz bis zum Hals, wenn er mit Feinde oder unnatürlichen Phänomene konfrontiert wird, hört Stimmen, ihm verschwimmt die Sicht in großen Höhen, und er kann sich beispielsweise ein Bein brechen, wenn er stürzt... Wenn man dann halb panisch mit fies knirschenden Knochen vor Gegnern davonhumpelt um sich irgendwo in den Schatten zu verstecken, geht nicht nur dem Spielehelden die Pumpe
Der Trailer wird dem Spiel leider absolut nicht gerecht... den Zehner etwa bei Steam ist aber gut investiert.
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Also von der Liste kann man halt nur sagen, das Eternal Darkness für die GC schon ein gutes Spiel ist und je nachdem wie man sich am Anfang entscheidet, hat es schon einige Schockmomente. Amnesia auch.
Sonst kann man noch die alten SIlent Hill Teile hervorheben.
F.E.A.R ist zumindest im 1. Teil schon irgendwo auch eine Art Horror-Shooter. Die generelle Atmosphäre ist düster und gruselig, das Lichtspiel ist nur minimal eingesetzt und kleine Einspieler lassen die Nerven schon gespannt sein, ob und wann denn Alma nun auftaucht. Dazu kommen immer wieder Andeutungen in der Geschichte und Flashbacks/Vorausahnungen und Halluzinationen.
Dead Space geht ja schon fast in Richtung Ekelshooter, der 2. Teil auf jeden Fall, der kann schon dazu neigen, das sich zartbesaitete Seelen mal erbrechen, aber auch hier finde ich das man sich als normaler Mensch, der sich nicht mit 100 Horror-Shockern abgehärtet hat durchaus Schockmomente erlebt.
So richtige Gruselspiele gibts ja nicht wirklich. Slender ist wohl noch so eines, wo man sich immer wieder krass erschrecken kann, ist halt aber auch nur für diesen Grund konzipiert worden und hat ja nicht soooo das wirkliche Gameplay.