Borderlands 4 und Arc Raiders
Borderlands 4 kämpft mit Technik und Ton, Arc Raiders überrascht als zugänglicher Extraction-Shooter mit Atmosphäre.
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Borderlands 4: Ist der dritte Teil nicht schon ewig her?
Ich hätte schwören können, dass Borderlands 3 schon ewig her ist. Aber es sind tatsächlich nur fünf Jahre vergangen. Und jetzt ist mit Borderlands 4 endlich wieder ein neuer Teil da. Vielleicht liegt es an der schieren Menge anderer Loot-Shooter, die in der Zwischenzeit kamen und gingen, dass sich die Wartezeit so viel länger anfühlte. Mit Borderlands 4 war 2025 auch für Fans klassischer Koop-Shooter ein wichtiges Jahr. Die Reihe steht seit jeher für ihren eigenwilligen Mix aus Shooter-Gameplay, Rollenspielmechaniken und einer sehr speziellen Form von Humor. Genau das erwarten viele Fans bis heute: Unmengen an Waffen, permanente Belohnungsschleifen, kooperative Kampagnen und eine Spielwelt, die weniger über militärische Ernsthaftigkeit als über Überzeichnung funktioniert. Daran rüttelt auch der vierte Teil zum Glück nichts.
Was mich überrascht hat: Borderlands 4 geht tatsächlich wieder ein paar Schritte zurück Richtung Teil 2. Das Spielgefühl stimmt. Die Open World bringt mehr Freiheit, ohne gleich beliebig zu wirken, und das Tempo ist hoch. Looten, leveln, weitermachen, das funktioniert hier wieder so gut wie lange nicht mehr. Leider gibt es hier einen Wermutstropfen. Ich könnte natürlich wieder über den Preis jammern, aber es gibt einen anderen Punkt, den der eine oder andere vermutlich schon kommen sieht.
Quelle: PCGH
Borderlands 4 liefert zwar wieder den bekannten Borderlands-Vibe, allerdings mit ordentlichen Rucklern.
Die Technik ist nicht ohne. Selbst potente Rechner geraten ins Schwitzen, wenn man alles auf Anschlag dreht. Und ganz ehrlich: Wer kein Upsampling nutzt oder Details herunterschraubt, hat kaum Chancen auf flüssiges Gameplay. Dass sich der Entwickler dann auch noch zur Kritik an der Community hinreißen ließ, hilft nicht gerade dabei, Sympathien zu sammeln. Das hatte schon fast Erinnerungen an ein anderes Unternehmen geweckt, das den Spielern nach Release metaphorisch auf die Tastatur gepinkelt hat. Trotzdem hat das Spiel es in diese Liste geschafft. Nicht weil es alles richtig macht, sondern weil es zeigt, dass Borderlands noch lebt.
Arc Raiders: Den Titel habe ich nicht kommen sehen
Es gibt Shooter, die stehen schon lange auf der Wunschliste, verschwinden dann wieder aus dem Blickfeld und tauchen schließlich so unerwartet wieder auf, dass sie fast überrumpeln. Arc Raiders ist genau ein solcher Fall. Ursprünglich 2021 angekündigt und danach mehrfach verschoben, schien das Projekt des ehemaligen DICE-Personals rund um das neu gegründete Studio Embark zunächst vom Radar verschwunden.
Umso überraschender war es, als Arc Raiders plötzlich im Frühjahr mit einem völlig neuen Konzept in die Early-Access-Phase ging. Aus dem ursprünglich geplanten PvE-Koop-Shooter war nun ein PvPvE-Spiel mit Extraction-Shooter-Anleihen geworden. Eine Entscheidung, die riskant klang, sich im Nachhinein aber bezahlt gemacht hat.
Wer auf Extraction-Shooter steht und nicht schon wieder auf die bekannten Titel zurückgreifen will, kann hier etwas Neues ausprobieren oder hat es vermutlich schon. Man bekommt einen Shooter mit Atmosphäre und ein verdammt immersives Setting, und zeitgleich ist der Titel nicht so knüppelhart wie beispielsweise Hunt Showdown oder ähnliches. Bedeutet: Ich kann mit meinen Freunden spielen, ohne besonders tief in der Gameplay-Mechanik zu sein oder besonders gutes Aim zu haben. Doch nicht jede Rückkehr kam aus dem Nichts. Manche Shooter mussten erst scheitern, um wieder zu sich zu finden.

Frohes Neues!
In dem Fall unbedingt als Multiplayer!
Ansonsten empfinde ich das letzte Jahr auch eher als mau. BF 6 ist ganz nett, COD mach ich nicht.
Doom, Bethesda, kein weiteres Kommentar.