GDC 2015: Microsoft über Zukunft des Spielens auf Windows 10 und Xbox One
Microsoft hat sich auf der GDC zur Vision des Spielens geäußert. Wie sieht Spielen auf Microsoft-Plattformen in der Zukunft aus? Dabei übt man auch etwas Selbstkritik in der Form, dass man die Plattformen lange Zeit nicht gleichwertig behandelt hat.
Auch Microsoft war auf der GDC 2015 und hat verschiedene sogenannte Sessions abgehalten. Für Endkunden war gewiss die von Microsofts Mann fürs Spielen am interessantesten. Phil Spencer sprach darüber, wie man bei Microsoft die Zukunft von Xbox One und Windows 10 für Spieler sieht. Einige erste Details hatte man ja bereits auf dem Windows-10-Event enthüllt – darunter die Xbox Live App für Windows samt Game-DVR. Dass Microsoft übrigens auf Apps setzt, liegt laut Spencer daran, dass diese schneller aktualisierbar sind als der Weg über ein fest in Windows 10 integriertes Programm und den monatlichen Update-Prozess.
Gesamt betrachtet will Microsoft verstärkt plattformübergreifend handeln. Das dürfte auch die Hauptstrategie sein, die hinter dem "mehr für PC-Spieler machen" steht. Xbox One und Windows 10 sollen näher zusammenrücken – auf allen Ebenen. Manches davon werden PC-Spieler belächeln, anderes kann sich doch lohnen. Etwa die Idee, dass Spieler mit dem Kauf eines Xbox-One-Spiels auch eine auf Windows 10 lauffähige Version bekommen. Diese Crossplattformspiele werden aber eher kleinerer Natur sein (Pinball FX etwa), weil alles über den Appstore abgewickelt wird. Triple-A-Spiele wird man stattdessen über die Xbox One auf den PC streamen können. Das finden viele wenig sinnreich, aber es ist besser als nichts.
Microsoft will es Entwicklern jedenfalls ermöglichen, mehr Spiele mit weniger Aufwand über alle Microsoft-Plattformen – auch Mobile – zu entwickeln. Shovel Knights sei dadurch in einem Tag von PC auf Xbox One portiert worden. Dazu dient auch eine Vereinheitlichung der API unter DirectX 12, die zudem für PC-Spieler mehr CPU-Leistung freilegen soll, weil der Overhead kleiner wird. Bis zu 50 Prozent verspricht Microsoft in Idealfällen auf dem PC. Auch bei der Grafikperformance sollen über DirectX 12 bis zu 20 Prozent möglich sein. Das seien zumindest die Erfahrungswerte, die man bei Fable Legends gesammelt habe.
Außerdem kündige Microsoft den Wireless Adapter für das Xbox One Gamepad PC an. PC Games Hardware hat das in einer gesonderten Meldung behandelt. Eine späte Einsicht, aber immerhin eine Einsicht. Einsicht ist auch ein gutes Stichwort für die Erkenntnis von Phil Spencer, der den Job seit März 2014 hat und die Scherben von Mattrick und Whitten wegkehren muss. Spencer meint, man sich bei Microsoft in Bezug auf PC-Gaming "verirrt" habe. Mit Windows 10 wolle man Entwickler und Spieler um eine zweite Chance bitten. Dazu diene auch die neue DirectX-API sowie die vielen Baustellen, die man angehen will.
Microsoft hat sich wohl in der Tat etwas verirrt. Das lag vermutlich am Sand in den Augen, den der enorme Erfolg der Xbox 360 erzeugt hat. Hier konnte viel Geld verdient werden (und Microsoft hat dies auch getan), was natürlich alle Aufmerksamkeit auf diesen Bereich lenkt. Nun, mit neuen Vorzeichen im Markt für die Xbox One und einer ausgetauschten Führungsriege versucht man den Pott in eine neue Richtung zu steuern. Viele sagen, Microsoft hätte Steam machen können, war aber viel zu sehr mit der Xbox beschäftigt. Eine verpasste Chance. Spätere Versuche, den Zug noch irgendwie zu erwischen, scheiterten an umstrittenen Produkten wie Games for Windows Live. Immerhin wird das Onlinespielen über die Xbox Live App auf dem PC kostenlos bleiben.
Auch der Appstore von Windows 8 hat so seine Mühe, wie Spencer bestätigt. Microsoft will aber daran festhalten und bittet die Entwickler um etwas mehr Geduld. Die Einkünfte werden kommen, so Microsoft. Die Redmonder versuchen, ein neues Bild vom Spieler zu zeichnen. Der ist nicht mehr PC-Spieler oder Xbox-Spieler oder auch Mobile-Spieler. Der ist Xbox-Live-Kunde und muss darüber auf allen Plattformen bestens verpflegt werden. Xbox, und das ist auch für Spieler wichtig zu lernen, soll nicht mehr "Zocken mit Microsofts Konsole" sein, sondern "Zocken mit Microsoft".
Und Zocken mit Microsoft bedeutet auch Holo Lens. Zwar ging Spencer nicht ins Detail, aber Holo Lens sei eine natürliche Erweiterung der Philosophie, die man nun verfolgt. Holo Lens soll ebenso umfangreichen Support erhalten wie alle neuen Projekte bei Microsoft – und wenn sie sich auszahlen, bleibt Microsoft auch immer lange am Ball.
Was für Spieler unterm Strich aus der Session hängen bleibt, ist Microsofts derzeitige Strategie, Spieler und Entwickler von Crossplattform-Gaming zu überzeugen. Das bedeutet auch, dass Microsoft alle spieletauglichen Geräte gleich behandeln will. Die Session kann im Anschluss im Video verfolgt werden.


Star Citizen wird auf der Xbone trotzdem net laufen
~12GB (VRam+Ram) genehmigt sich dieses gelungene (alpha) Spiel bei mir
(+ Windoof, Firefox und ähnliches sind es 25GB)
Hololens hatt serwohl potential groß rauszukommen schließlich könnte es beim surfen und kleineren apps / games den monitor ersetzen is doch gemütlich am Sofa liegen und rumsurfen zocken etc und von Leuten die das teil für Simulationen Berechnungen etc nutzen wird es denk ich in nen paar Jahren so unerlässlich wie ein monitor
Riecht ein bisschen nach Angst vor Vulcan (OpenGL) und, dass sich damit vlt. die Vorherrschaft von DX auflösen könnte. Nach einem konkreten Plan dafür tatsächlich etwas für PC-Gamer zu tun klingt es jedoch nicht. Hört sich für mich einfach nur nach "kauf Casual Mist im Appstore" und "kauf dir ne XBone" an.
Haut mich echt um... Crossplatform für kleinere Apps, Wahnsinn...
Das einzige was mich interessiert ist DX12 und HoloLens von den Ankündigungen. Der Rest ist einfach heisse Luft.
Bin ich der Einzige, dem bei diesem unsäglichen Gelaber, dass man schon Jahre lang gehört hat, schlecht wird.... Ja, wir wollen alle Minesweeper Plattformübergreifend...
MS hat seit Jahren wirklich NICHTS sinnvolles mehr gemacht, ob OS/Mobilsparte/Konsolen/Software. und schon gar nicht für spieler
Kein einziges funktionierendes innovatives Konzept. (Was zurHölle soll ernsthaft jemand bspw. im Alltag mit der Hololens anfangen?? Glauben die wirklich, dass sich das jemand im Alltag aufsetzt?? Alle Anderen bauen Entertainmentbezogene VR-Headsets, aber MS hat natürlich eine bessere Idee, und glaubt, dass in 2 Jahren jeder mit nem Vr-teil am Herd steht, damit er Am Kühlschrank die Wetterprognose für morgen in Kasachstan ablesen kann... Idioten.)
Hoffe Mantle hat MS zur Ausnahme der Regel, namens DX12, getrieben.