KI-Tool Neo NPC: Ubisoft möchte nichts weniger als einen Paradigmenwechsel
Ubisoft stellt im Rahmen der GDC 2024 eine neue generative KI vor, die die Interaktion mit Spielcharakteren nachhaltig verändern soll: Die "Neo NPCs" genannten Figuren sollen in der Lage sein, Dialoge anhand der Nutzereingaben zu improvisieren und ein "lebensechtes" Spielgefühl zu vermitteln.
Im Rahmen der GDC 2024 (Game Developers Conference) in San Francisco geht es wie so oft in den vergangenen Monaten auch um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Spieleentwicklung. Nachdem GPU-Hersteller Nvidia bereits mit der "Covert Protocol" genannten Techdemonstration auf sich aufmerksam gemacht hat, hat auch Publisher Ubisoft ein neues Forschungsprojekt gezeigt, welches ebenfalls auf KI setzt.
Mit dem "Neo NPC Project" soll die Art und Weise der Interaktion mit Spielecharakteren nachhaltig verändert werden, wie das Team in einer Pressemitteilung verspricht. Noch pathetischer äußert sich Xavier Manzanares als federführender Forscher des Projekts im Gespräch mit dem Portal Gamesindustry, laut dem nicht weniger als der "Beginn eines fantastischen Paradigmenwechsels" bevorstehen könnte.
Hierfür soll eine generative KI verantwortlich sein, die den Neo NPCs ständig neue Dialoge und Sätze zur Ausgabe zur Verfügung stellt. Als Basis hierfür dienen wiederum von menschlicher Hand geschaffene Charaktere mitsamt eigener Hintergrundgeschichte, Gesprächsstil und weiteren Merkmalen. Die KI soll anschließend wie ein Improvisationskünstler stets auf die Eingaben des Spielers mit neu generierten Antworten oder der passenden Mimik und Gestik reagieren können. Zudem sollen die NPCs auch als eine Art Hilfestellung fungieren können und mit Ideen und Strategien für das Lösen einer etwaigen Mission oder Puzzles zur Seite stehen.
Grundsätzlich soll diese generative KI aber keinesfalls die menschliche Arbeit komplett ersetzen, wie Guillemette Picard (Senior Vice President of Production Technology) im Zuge der Ubisoft-Mitteilung betont. Vielmehr haben solche Tools nur dann einen Wert inne, wenn dieser auch von Autoren und Entwicklern genutzt werden kann.
Daneben gelte es noch einige weitere Herausforderungen zu bewältigen, ehe die Neo NPCs aus ihrem frühen Entwicklungsstadium schlüpfen und in künftigen Spielen eingesetzt werden können. Hierzu zählt Picard etwa unangemessene Eingaben von Spielern, wobei zwischen "toxischem und antagonistischem Verhalten" unterschieden werden soll - schließlich haben die Spielcharaktere eine narrative Rolle zu erfüllen, aus der die NPCs nicht herausbrechen können sollen.

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So ein next Level Skyrim oder Cyberpunk, wo jeder NPC durch A.I einen individuellen Charakter bekommt und wo grundsätzlich jeder NPC durch Dinge in der Spielwelt wirklich beeinflusst werden kann uns so die Welt lebendiger und dynamischer anfühlt, war doch schon immer das Ziel bei Open Worlds. Mit modernen und zukünftigen K.Is, kommen wir dem ganzen viel näher als es die bis jetzt genutzten Code-Routinen je gebracht hätten.
Oder wenn ich da an Begleiter denke die geistig mit skalieren und sich Dinge wirklich merken, oder Hinwiese selber sehen, oder Infos selber beschaffen, so dass sich ein Begleiter NPC irgendwann mehr nach Mensch denn nach Routine anfühlt. Da geht noch einiges.......die Frage ist nur, wie Hardware hungrig wird das Ganze?!? Reine Cloud Anbindung wäre eine Lösung...aber wenn man kein Internet hat, sind dann alle NPCs auf einmal stumm, dumm und bleiben einfach stehen.
Und dies wohl noch mit weniger Arbeit für die Entwickler....da man die A.I grundsätzlich nur mit Daten füttern/trainieren muss die für das Spiel relevant sind und der Rest sich, je nachdem wie gut das Modell ist, sich von selber ergibt. Natürlich wird es dadurch auch unvorhergesehen Bugs geben....aber die gab es auch bei einem TES ohne A.I immer.
Bin ja echt gespannt wo die Reise hingeht und wo wir in 20 Jahren stehen.