"Zerstörung von Videospielen": EU-Kommission weist Forderung nach neuen Gesetzen zurück
Stop Destroying Videogames will verhindern, dass Videospiele nach der Abschaltung von Servern unspielbar für Käufer werden. Die Europäische Kommission hat nun über die Initiative entschieden und über einen möglichen zukünftigen Austausch mit der Industrie gesprochen.
Nach monatelangem Hin und Her hat die Europäische Kommission nun eine Entscheidung zur Initiative Stop Destroying Videogames getroffen. Die veröffentlichte Position dürfte auf den ersten Blick nicht dem entsprechen, was sich viele Unterstützer erhofft hatten.
EU-Kommission gibt entscheidende Stellungnahme ab
Am 26. Januar wurde die Initiative Stop Destroying Videogames erstmals bei der Europäischen Kommission eingereicht, nachdem 1.294.188 Unterstützer gewonnen worden waren. Die Initiative, die Teil der Bewegung Stop Killing Videogames ist, verfolgt das Ziel, zu verhindern, dass Spieleproduzenten nach dem Abschalten von Servern den Zugriff auf bereits gekaufte Spiele vollständig sperren.
Die Kommission hat nun über das Vorhaben entschieden und lehnt neue Gesetze ab, die eine Zerstörung von Videospielen verhindern sollen. Als Begründung führt sie an, dass sie keine rechtlichen Verpflichtungen vorschlagen kann, die sicherstellen, dass Videospiele auch nach einer Abschaltung weiterhin spielbar bleiben. Die Rechteinhaber sind die Produzenten und Publisher der Spiele und verfügen über das entsprechende geistige Eigentum. Das bedeutet, dass sie grundsätzlich selbst darüber entscheiden können, was mit ihren Werken geschieht.
Zudem betont die EU-Kommission, dass das bestehende EU-Verbraucherrecht bereits Schutzmechanismen für die wirtschaftlichen Interessen der Verbraucher enthält. Darüber hinaus sind Videospielanbieter verpflichtet, die Laufzeit sowie Kündigungsbedingungen eines Vertrags vor Abschluss klar zu kommunizieren. Aus Sicht der Kommission besteht daher derzeit kein Bedarf für zusätzliche gesetzliche Regelungen.
Dennoch gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer: Die Kommission kündigte an, bis Ende 2026 einen Austausch zwischen der Videospielindustrie und Verbrauchervertretern zu initiieren. Ziel ist die Entwicklung eines Branchen-Verhaltenskodex für den Umgang mit abgeschalteten Videospielen. Ob die Unterstützer der Initiative damit zufrieden sein werden und daraus tatsächlich spürbare Verbesserungen entstehen, bleibt abzuwarten. Erste Reaktionen in Foren wie Reddit zeigen, wie unzufrieden die Befürworter sind und wie enttäuschend die Entscheidung der EU-Kommission aufgenommen wird.
Quelle: Europäische Kommission

Hier könnte man ja Gesetze abbauen, welche die Konzerne oder Besitzer von Spiele(marken) schützen, welche diese nicht mehr verwerten.
Ja, ich betreue "Spiel XY" nicht mehr, das ist ja mein gutes Recht, ich muß betriebswirtschaftlich agieren. Verstehe ich.
ABER dann haben Leute, welche das Spiel mal gekauft haben, oder eben das Nachspielen wollen, ein Recht das selber zu tun (in Besitz bringen, modden, lauffähighalten, Server aufsetzen, was auch immer), das ist dann auch rechtens.
Sowas muß klar kommuniziert und dann umgesetzt werden. Das wird dann halt diktiert und ist so. Wenn man jeden offensichtlichen Furz über Jahrzehnte mit zig Hanseln, welche oft halt auch mental unterrepräsentiert sind, durchkauen muß, dann geht da natürlich nichts mehr im Kulturkreis.