Rettung von Retro-Spielen: GOG musste Privatdetektiv einschalten
In einem Interview sprach GOG-Manager Marcin Paczynski über den hohen Aufwand, den das Unternehmen für den Erhalt alter Spiele betreibt. In einem Fall wurde sogar ein Privatdetektiv angeheuert, um einen Rechteinhaber ausfindig zu machen.
Was die Größe des Spieleangebots angeht, kann keine andere Plattform mit Steam mithalten, während der Epic Games Store vor allem mit wiederkehrenden Gratisspielen um Aufmerksamkeit buhlt. Die von CD Projekt betriebene Handelsplattform GOG hat hingegen ein anderes Alleinstellungsmerkmal: Wer dort ein Spiel kauft, kann es immer DRM-frei herunterladen. Zudem liegt bei GOG ein besonderer Fokus auf Retro-Games, für die das Unternehmen einiges an Aufwand in Kauf nimmt.
Viel Arbeit für alte Spiele
Genau diesen besonderen Fokus unterstrich jüngst Marcin Paczynski, der bei GOG als Senior Business Development Manager arbeitet, in einem Interview mit The Game Business. Demnach gibt es drei große Probleme dabei, alte Spiele auf GOG zu bringen: das Spiel auf modernen Systemen zum Laufen zu bekommen, einen finanziellen Erfolg zu ermöglichen und die aktuellen Rechteinhaber ausfindig zu machen. Laut Paczynski könnte GOG ein ganzes Buch über die Geschichten schreiben, wie man schon nach den Eigentümern von Spielen gesucht hat.
Einmal habe GOG beispielsweise nach einem US-Veteranen des Vietnamkriegs gesucht, der in den 1980er-Jahren Militärspiele entwickelt hat, inzwischen aber ein millionenschweres Ölgeschäft in Texas leitet. Und in einem anderen Fall hat das Unternehmen angeblich sogar einen Privatdetektiv angeheuert: Dieser sollte jemanden im Vereinigten Königreich ausfindig machen, der ohne Telefon und Internet lebt, aber die Rechte an einigen Spielen geerbt hat. Glücklicherweise ging die Geschichte positiv aus: Er konnte über den Detektiv kontaktiert werden und war damit einverstanden, dass GOG sich um den Erhalt der Titel kümmert.
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In dem Interview sprach Paczynski außerdem auch darüber, welchen Aufwand das Unternehmen für genau diesen Erhalt betreibt. Demnach sei das Ende letzten Jahres gestartete "Preservation Program" von GOG sehr aufwendig. Dabei versuchen die Entwickler, alte Titel mit modernen Funktionen auszustatten. Die Retro-Spiele sollen also nicht nur irgendwie spielbar sein, sondern beispielsweise auch mit modernen Auflösungen und Controllern funktionieren. Wichtig sei zudem, dass sich die Titel problemfrei minimieren lassen. Diese Modernisierung stellt die Entwickler aber laufend vor Probleme. Deshalb sollen bis zum Jahresende nur 300 bis 350 Spiele entsprechend umgearbeitet werden. Ursprünglich geplant waren 500 Titel. Dieser Wert wird nun wohl erst 2026 erreicht.
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Quelle: The Game Business via The Gamer / u/lurkingdanger22 (Reddit)

Sacred 3 wurde dann von Keen Games entwickelt.
GoG wird wohl etwas tun können, sobald sie Auftrag / Zustimmung von Plaion erhalten.
Ich vermute zumindest, das Plaion auch die Rechte an Sacred 1 halten, und nicht nur die Markenrechte. Ach ne, die Plaion scheint die Sacred-Rechte an das Schwesterunternehmen Nordic abgetreten zu haben, jedenfalls wird bei GoG/Steam Nordic als Publisher genannt.