Ehemaliger Lore-Chef von Bethesda: Aus diesen Gründen ist er gegangen

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Ehemaliger Lore-Chef von Bethesda: Aus diesen Gründen ist er gegangen
Quelle: Bethesda Softworks

In einem Interview sprach Bethesdas ehemaliger Lead-Designer Kurt Kuhlmann erstmals darüber, warum er das Unternehmen vor zwei Jahren verlassen hat. Dabei spielte auch The Elder Scrolls 6 eine Rolle.

Wenn es um die Handlung der Bethesda-Spiele der vergangenen zwei Jahrzehnte geht, gibt es eine Konstante: Kurt Kuhlmann. Schon von 1996 bis 1998 war dieser kurz bei dem Videospielentwickler tätig, damals arbeitete er noch als Junior Designer. 2003 folgte dann seine Rückkehr, und zwar für stolze 20 Jahre. Bis 2023 arbeitete Kuhlmann als Lead-Designer für das Unternehmen und prägte so unter anderem die Lore von Fallout: New Vegas, The Elder Scrolls 4: Oblivion und The Elder Scrolls 5: Skyrim. Mit dem Release von Starfield verließ er Bethesda aber, und zwar aus bislang unbekannten Gründen.

Verwaltung statt Entwicklung

In einem Interview mit PC Gamer hat der ehemalige Lore-Chef nun erstmals über seinen Abgang gesprochen. Demnach spielte eine über die Zeit wachsende Unzufriedenheit eine Rolle. Demnach gab es insbesondere nach dem Erfolg von Skyrim einen Wandel im Unternehmen: Das Studio wurde deutlich größer, und damit änderte sich die Arbeit. Die anfängliche, kleine Entwicklergruppe mit vergleichsweise kurzen Entscheidungswegen ging zugunsten mehrerer großer, hierarchisch verwalteter Standorte verloren.

Dadurch wurde teils unklar, warum und von wem Entscheidungen getroffen wurden. Bei der Entwicklung von Starfield sollen unterschiedliche Studio-Leitungen teils sogar unterschiedliche Entscheidungen getroffen haben - mit entsprechender Verwirrung. Dass sich Game-Director Todd Howard zunehmend mit dem Management statt mit Designentscheidungen befassen musste, machte die Situation laut Kuhlmann nicht besser. Manchmal mussten in seiner Abwesenheit getroffene Entscheidungen nachträglich korrigiert werden.

"Or, you know, there would be people talking to the leads in one studio and getting an answer, and people talking to the leads in the other studio and getting maybe a different answer."

"Oder Mitarbeiter würden mit den Vorgesetzten in einem Studio sprechen und eine Antwort erhalten, während andere Mitarbeiter, die mit den Vorgesetzten im anderen Studio sprechen, möglicherweise eine andere Antwort erhalten würden."

Auch Kuhlmanns Arbeit wurde zunehmend administrativ, wobei er lieber direkt am Spieldesign gearbeitet hätte. Seinen Abgang hat dann ein gebrochenes Versprechen ausgelöst: Angeblich wurde ihm von Howard versprochen, dass er der Lead-Designer von The Elder Scrolls 6 wird. Doch nach einer elfjährigen Wartezeit kam es anders: Die Rolle ging an jemand anderen. Trotz seines nachfolgenden Abgangs ist Kuhlmann aber offenbar nicht unzufrieden: Laut dem Interview war es wohl die richtige Entscheidung von Bethesda, da er die Position in dem veränderten Entwicklungsumfeld wohl ohnehin nicht hätte genießen können.

Auch spannend: Ehemaliger Bethesda-Entwickler: "Ausweglose Situation" für Fallout 5 und Elder Scrolls 6

Wäre er Lead-Designer von The Elder Scrolls 6 geworden, hätten sich Spieler angeblich auf eine Geschichte wie bei "Das Imperium schlägt zurück" freuen dürfen. Demnach hätten die Thalmor im Rahmen der Handlung die Kontrolle über Tamriel errungen und damit den Ausgangspunkt für The Elder Scrolls 7 gesetzt. Der Spieler hätte in der Handlung wohl lediglich einen Lichtblick erreichen können, um das Nachfolgespiel vorzubereiten. Rückschlüsse auf die Handlung von The Elder Scrolls 6 ermöglicht das aber natürlich nicht: Kuhlmann war hier offenbar nicht mehr beteiligt. Die Handlung des kommenden Rollenspiels kann also auch ganz anders aussehen.

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Quelle: PC Gamer

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BobMahoo Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Solche Entscheidungen, dass Entwickler groß gewordene studios verlassen, aus genau diesen Gründen hört man ja öfters.
        Scheinbar ist das immer dasselbe.
        Blizzard, Square Enix (final Fantasy), grinding gear Games (path of Exile 1 - da ist nicht nur der Chef gegangen)
      • Von BobMahoo Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Solche Entscheidungen, dass Entwickler groß gewordene studios verlassen, aus genau diesen Gründen hört man ja öfters.
        Scheinbar ist das immer dasselbe.
        Blizzard, Square Enix (final Fantasy), grinding gear Games (path of Exile 1 - da ist nicht nur der Chef gegangen)
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