Ehemaliger Bethesda-Entwickler: "Ausweglose Situation" für Fallout 5 und Elder Scrolls 6
Ein ehemaliger Mitarbeiter von Bethesda hat E-Sports Insider ein Exklusivinterview gegeben. Darin äußerte er sich auch klar zu den kommenden Titeln Fallout 5 und The Elder Scrolls 6. Für ihn befinden sich die Entwickler in einer Zwickmühle.
In einem Exklusivinterview mit E-Sports Insider hat Nate Purkeypile, ehemaliger leitender Künstler von Bethesda, über seine Zeit im Studio und kommende Spieleprojekte gesprochen. Dabei äußerte er sich auch deutlich zu Fallout 5 und The Elder Scrolls 6.
Das sagt Purkeypile über Bethesda
Nate Purkeypile war für die Welten von Fallout 3, Fallout 4, Fallout 76 und Skyrim mitverantwortlich. Er hat Bethesda inzwischen verlassen und arbeitet mittlerweile als Solo-Entwickler. Eines seiner ersten eigenen Projekte ist das Heavy-Metal-Horrorspiel The Axis Unseen. Im Interview sprach er sowohl über dieses Spiel als auch über mögliche zukünftige Projekte. Thematisiert wurden außerdem kommende Triple-A-Titel wie GTA 6 und der damit verbundene Erwartungsdruck auf andere Entwicklerstudios. Purkeypile hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass Bethesda mit der Veröffentlichung eigener Informationen bewusst auf den Release von GTA 6 warten würde. Fans warten ohnehin schon lange auf Neuigkeiten zu Fallout 5 und The Elder Scrolls 6.
Purkeypile beschreibt die Situation der Entwicklerteams hinter den beiden Großprojekten als eine Art Zwickmühle. Als Grund nennt er, dass Skyrim zu den erfolgreichsten Spielen aller Zeiten gehöre und dadurch enormer Druck auf den Nachfolger laste. The Elder Scrolls 6 müsse diesen Erfolg übertreffen - und auch wenn das gelinge, werde es seiner Meinung nach trotzdem viele negative Kommentare geben. Für Purkeypile sollte der Fokus daher nicht darauf liegen, Spiele immer größer und bombastischer zu machen oder sie an Titeln wie Starfield zu orientieren, sondern immersive, glaubwürdig gestaltete Welten zu schaffen. Positiv sieht er jedoch, dass Veröffentlichungszeiträume bei Bethesda heute nicht mehr als starre Deadlines verstanden werden. Stattdessen stehe die Qualität nun im Vordergrund - nicht das exakte Release-Datum.
Auch wenn Purkeypile nicht mehr an der Entwicklung von The Elder Scrolls 6 beteiligt ist, äußerte er im Interview eigene Vorstellungen zur Fortsetzung. So würde er es bevorzugen, wenn das Spiel in nur einer einzigen Region von Tamriel spielt und der Umfang dadurch überschaubar bleibt. Wie sich The Elder Scrolls 6 und Fallout 5 letztlich entwickeln, liegt allerdings nicht mehr in seiner Hand. Trotzdem äußert er einige interessante Gedanken und Meinungen zu ähnlichen Spieletiteln, die im ganzen Interview nachgelesen werden können.
Quelle: E-Sports Insider

Für Purkeypile sollte der Fokus daher nicht darauf liegen, Spiele immer größer und bombastischer zu machen oder sie an Titeln wie Starfield zu orientieren, sondern immersive, glaubwürdig gestaltete Welten zu schaffen.
Ich habe hunderte Stunden in Morrowind, Oblivion und Skyrim verbracht und freuemich riesig auf ein neues TES, aber nach Starfield und der Technik bin ich da sehr vorsichtig.
Habe vor ein paar Monaten Skyrim erneut angefangen und dieses Mal mir gesagt, dass ich wirklich alle Quests abschließen will. Außerdem möchte ich mehr selbst von Ort und zur Ort laufen und nicht immer die Schnellreise nutzen. Derzeit bin ich bei 110 Stunden und habe noch einzelne Quests offen. Meinen Spaß habe ich!
Wenn ein TES6 oder Fallout 5 kommt, darf die Karte vielleicht ein kleines bisschen größer sein. Hauptsache ist aber, dass man sich nicht übernimmt und eine so große Karte macht, dass man schon gar keine Lust auf Erkunden hat, weil man ewig laufen würde.
Das ist für mich was anderes, als z. B. bei einem Rennspiel. Ein The Crew mit den USA war für mich perfekt, weil man auch mal große Rennen hatte, bei denen man mal 1-2 Stunden beschäftigt war.
Technisch muss sich TES auch weiterentwickeln und die uralte Engine entweder komplett umkrempeln oder eben hinter sich lassen. Solche Spielereien wie beim Remaster von Oblivion kann Bethesda getrost sein lassen. Die ständigen Ladezeiten sind schlimmer als die repetitiven Quests.
Ich sehe das ein wenig wie das nötige Festhalten von Möbelhäusern an ERP Systemen, die noch an DOS Steinzeiten erinnern. Das Henne / Ei Problem: wann hörst du auf (ziehst um), wann fängst du damit an - wann wirds zur gefährlichen Sackgasse...... und mit was und wo zuerst......
Wie überträgst du einen stabil laufenden Prozess in eine neue Umwelt? Dieses Problem hat früher oder später jedes wachsende Unternehmen.
Natürlich würde ich mit den Ohren schlackern, wenn sie die UE5 nehmen - weil wir die Vor- und Nachteile kennen.
Bethesdas Spezialität der Engine, abgesehen von den Miserablen unzeitgemäßen Ladenotwendigkeit, ist die objektbasierte Speicherung von Millionen von Gegenständen in der Spielwelt. ABER: Starfield trieb das auf die Spitze und wurde dadurch mit zunehmender Spielzeit ein Performance-Grab. Davon müssen sie weg.