Battlefield 6: Dice hält trotz Protesten an Waffenfreigabe fest
Dice hat bestätigt, dass alle Klassen in Battlefield 6 sämliche Waffen nutzen dürfen. Sehr zum Ärger vieler Fans, die die Identität der Reihe gefährdet sehen.
Eine offizielle Enthüllung steht zwar noch aus, doch Battlefield 6 sorgt schon jetzt für heftige Diskussionen unter Fans. Im Zentrum der Kritik steht eine grundlegende Designentscheidung: Künftig sollen alle Klassen jede Waffe nutzen dürfen, und zwar unabhängig von ihrer eigentlichen Rolle. Dass Dice diese Entscheidung nun erneut bestätigt, obwohl schon die erste Ankündigung für hitzige Debatten sorgte, stößt unter Fans auf Unmut.
Im aktuellen Entwicklerblog zu Battlefield Labs, einer geschlossenen Testumgebung, skizziert Dice das neue Klassensystem. Demnach verfügen alle vier Klassen über Training Paths, also rollenspezifische Talentbäume mit passiven Effekten. Diese lassen sich im Match durch Punkte und Teamspiel freischalten - ähnlich wie die Field-Upgrades aus Battlefield 4.
Doch viele langjährige Fans sehen in dieser Öffnung einen Verrat an den Wurzeln der Reihe. So schreibt der Nutzer WhiteHawk auf Reddit, dass in den offiziellen Discord-Server der Battlefield Labs fast ausschließlich der Wunsch nach der Waffenbindung geäußert worden sei. Kein einziger Kommentar habe diese Designrichtung begrüßt. Die Entwickler würden diese Debatte jedoch konsequent umgehen - mit Verweisen darauf, dass "noch getestet" werde oder das System "nicht final" sei. Aus Sicht des Kommentators sei dies jedoch keine ernst zu nehmende Reaktion auf ein "sehr aktives Thema".
Auch andere Stimmen äußern Unverständnis über die Richtung. Nutzer Arlcas merkt an, dass Dice zwar getestet, aber das erhaltene Feedback schlicht ignoriert habe. Matttombstone bringt die Kritik auf den Punkt: Die Botschaft vion Dice habe zunächst gelautet "We want to build this game with you." Tatsächlich habe das aber bedeutet: "We do what we want and you accept it."
Dass es sich hierbei nicht nur um eine Designentscheidung, sondern möglicherweise auch um eine strategische Entscheidung handelt, vermuten ebenfalls mehrere Nutzer. MadHanini kommentiert sarkastisch, die Waffenfreiheit solle "role-appropriate play" fördern, in Wahrheit aber wohl nur den Verkauf von Skins anregen. In einer ähnlichen Richtung argumentiert assalariado, der die Entwickler beschuldigt, sich kaum für die Fanbasis zu interessieren. Vielmehr sei das Ziel, nach Release möglichst viele bunte Waffenpakete zu verkaufen - eine Waffenbindung würde dies erschweren.
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Quelle: Reddit , Eurogamer, Battlefield Labs

"A Game for Everyone is a Game for No One."
Daher ja schon damals der Close Quarter DLC in BF3.
Es geht ja schlicht immer nur darum den Kundenkreis zu erhöhen. Nur wenn man zu viel will, ist es am Ende meist weder Fisch noch Fleisch.
Was für mich auch immer ein Unding war, wie man über die Jahre hinweg nützliche Features streichen konnte. In Battlefield 2 konnte ich über die CommRose einen Sani oder einen Supporter rufen, falls meine Gesundheit schwach oder meine Muni knapp war.
In den späteren Teilen musste man dann wie ein bekloppter vor einem Mitspieler rumhüpfen um zB ein Muni-Pack zu bekommen, und der Kollege wusste um´s verrecken nicht was man von ihm will.
Worum geht´s dabei also? Punkte en masse !!!
Aber irgendwie macht man sich da schon etwas die Hände schmutzig, weil die Leute, die 10 € für eine Kiste plus noch mal Geld für den Schlüssel ausgeben, mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein ernsthaftes Problem haben. Durch den Handel mit Skins für Echtgeld ist das halt schon astreines Glücksspiel.
Bei CS2 habe ich noch nie eine Kiste geöffnet, ich verkaufe die in ein paar Jahren einfach an irgend welche Opfer.
Selbst in Fortnite hatte ich nur einmal 80 EUR eingeworfen, weil es zu 100% für die Ukraine gespendet wurde von Epic. Dabei ist das Spiel aber auch wirklich auf die ganzen Skins und Tänze ausgelegt. Man muss einfach akzeptieren, dass Epic da etwas geschaffen hat, was denen keiner so ohne Weiteres nach macht, ob man das Spiel jetzt mag oder nicht. Man kann eben nicht jedes Spiel zu einem Service -Game machen, jedenfalls nicht ohne auch entsprechend Aufwand in den Service zu stecken. Ohne richtigen Gegenwert einfach die Hand aufhalten klappt seite Jahren nicht und die Entwickler probieren es trotzdem immer wieder.