Pete Hines: Spiele-Abos wie Game Pass sind ein Problem für Entwickler

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Pete Hines: Spiele-Abos wie Game Pass sind ein Problem für Entwickler
Quelle: Microsoft

Ex-Bethesda-Manager Pete Hines kritisiert Spiele-Abos wie den Xbox Game Pass. Entwickler würden zu wenig gewürdigt, Umsätze brächen weg. Auch Xbox-Veteranin Shannon Loftis stimmt ihm zu und warnt vor gefährlichen Spannungen im Markt.

Während viele Spieler sich für Abomodelle wie den Xbox Game Pass begeistern können, hält Ex-Bethesda-Mann Pete Hines wenig von Abos für Spiele. In einem Interview mit Dbltap wurde auch das Thema angeschnitten, wie er zu solchen Vertriebsmodellen steht. Er glaubt, dass Entwickler nicht ausreichend belohnt werden, weil Verkaufszahlen wegbrechen.

Abonnements als neues Schimpfwort

"Ich arbeite nicht mehr in einem dieser Unternehmen und gehe daher nicht davon aus, dass alles, was ich während meiner Zeit in der Branche gelernt habe, heute noch gilt", sagte Hines. "Gleichzeitig bin ich noch ausreichend involviert, um zu wissen, dass ich vor einigen Jahren einige meiner Meinung nach kurzsichtige Entscheidungen beobachtet habe, die sich nun offenbar bewahrheiten. Abonnements sind zum neuen Schimpfwort geworden, nicht wahr? Man kann keine Produkte mehr kaufen."

"Wenn man über ein Abonnement spricht, das auf Inhalten basiert, muss man einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen des Dienstes und derjenigen, die ihn betreiben, und denjenigen, die die Inhalte bereitstellen, finden - ohne die das Abonnement wertlos ist. Sonst entsteht ein echtes Problem. Man muss angemessen anerkennen, vergüten und würdigen, was nötig ist, um diese Inhalte zu erstellen - und nicht nur ein Spiel entwickeln, sondern ein Produkt schaffen. Diese Spannung schadet vielen Menschen, darunter auch den Content-Erstellern selbst, weil sie sich in ein Ökosystem einfügen, das ihre Arbeit nicht angemessen wertschätzt und vergütet."

Abos zulasten der Einzelhandelsumsätze

Hines hatte Bethesda im Oktober 2023 nach 24 Jahren verlassen, nachdem die Microsoft-Übernahme bereits abgeschlossen war. Unterstützung in seiner Meinung bekam er von Shannon Loftis, die in verschiedenen Positionen im Xbox-Universum aktiv gewesen und 29 Jahre lang für Microsoft tätig gewesen ist.

"Als langjähriger Xbox-Entwickler kann ich bestätigen, dass Pete recht hat", schrieb Loftis. "Zwar kann GP [Game Pass] einige Erfolge mit Spielen vorweisen, die sonst untergegangen wären (z. B. Human Fall Flat). Doch bei den meisten Spielen gehen die Abos zulasten der Einzelhandelsumsätze - es sei denn, das Spiel wurde von Grund auf für eine Monetarisierung nach der Veröffentlichung entwickelt. Ich könnte (und werde vielleicht eines Tages) seitenweise über die seltsamen inneren Spannungen schreiben, die dadurch entstehen."

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    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        jo.. ich habe auch keinerlei Abos nie gehabt weder Zeitung noch Streams

        Aso doch... Wasser und Strom im Haus z.B schon
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        jo.. ich habe auch keinerlei Abos nie gehabt weder Zeitung noch Streams

        Aso doch... Wasser und Strom im Haus z.B schon
      • Von RiZaR Freizeitschrauber(in)
        Ich bin da sehr oldschool unterwegs, ein Abomodell kam auch damals schon nicht für mich in Frage, als WoW aufkam. Ich habe auch sonst quasi keine Abos am laufen. Am liebsten kaufe ich die Games eben ganz klassisch, SP Games auch bevorzugt auf GoG, falls verfügbar.
        An einem Gamepass bin ich nicht interessiert und kann die Contra-Argumente eher verstehen, als die Pro-Argumente.

        Was hält eigentlich Ex-Bethesda-Mann Pete Hines bei all seinen Ausführungen davon, dass Bethesda schon seit jeher unfertige Spiele für horrende Preise auf den Markt würgt, welche dann nur über jahre lange Arbeit von Moddern überhaupt einen spielbaren Status erreichen, während eben jene Modder fast nie auch nur einen Cent dafür sehen und auch nicht in den Credits vorkommen oder anderweitig erwähnt werden? Da spart sich Bethesda jedes Mal unfassbar hohe Beträge - was ist denn in dieser Hinsicht aus Pete Hines Aussage "Man muss angemessen anerkennen, vergüten und würdigen, was nötig ist, um diese Inhalte zu erstellen" geworden?
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Sehe ich nicht so, sehen viele Entwickler und Publisher auch nicht so. Andererseits hätten ja sonst auch Ubisoft oder EA die Partnerschaft mit dem GP schon eingestellt oder aber kleine Indie-Entwickler hätten ihre Spiele wieder aus dem GP genommen.

        Wenn ein Spiel gut ist, verkauft es sich auch über den GP. Außerdem kann ich auch dort Spiele noch downloaden und spielen, die da nicht mehr erhältlich sind, wenn ich sie einmal gekauft habe, wie z.B. FM 7 oder FH 4.
      • Von joecnstr Freizeitschrauber(in)
        Zitat von G4mest3r
        Das ist aber nicht de facto und überall so.

        Bei GOG erwirbst Du explizit eine Kopie ohne DRM und ohne Launcher, wie eine physische Kopie.
        (wer sicher gehen will, lädt es mitsamt des Installers runter oder brennt es. Und man kann sich backups machen)

        Nicht verallgemeinern
        Für mich stellt es verschiedene Abstufungen dar: Klar, die GOG Variante gibt die größte Sicherheit für zukünftige Nutzung (unter der Annahme dass Hardware und OS kompatibel bleiben). Einmalkäufe von Lizenzen a la Steam geben keine Garantie für ewige Nutzung, aber man kann davon ausgehen dass ein einmal gekauftes Spiel bleibt, solange die Plattform lebt (bei Steam "habe" ich schon viele Spiele, die gar nicht mehr im Store angeboten werden, aber ich kann sie noch nutzen).
        Bei den Abos ist man halt noch eine Stufe "tiefer": Sobald man nicht mehr zahlt ist der Zugang weg. Und wenn ein Spiel entfernt wird aus dem Angebot, ist es auch einfach weg... später spielen ist nicht drin
      • Von G4mest3r BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Ericius161
        Dadurch, dass ich heutzutage ja eh nur die Nutzungsrechte erwerbe und nicht mehr da Spiel an sich, kann ich es auch im Gamepass spielen. Im Endeffekt wird hier doch jetzt nur kritisiert, dass Leute nicht für 70€ pro Spiel mieten müssen.
        Das ist aber nicht de facto und überall so.

        Bei GOG erwirbst Du explizit eine Kopie ohne DRM und ohne Launcher, wie eine physische Kopie.
        (wer sicher gehen will, lädt es mitsamt des Installers runter oder brennt es. Und man kann sich backups machen)

        Nicht verallgemeinern
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